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Coronavirus

Corona-Krise: Kann nur noch Drostens Kontakttagebuch helfen?

Virologe Christian Drosten ist sich sicher: Um das Coronavirus einzudämmen kann ein Kontakttagebuch die richtige Maßnahme sein.

Virologe Christian Dorsten.
Der Virologe Christian Drosten von der 'Charité – Universitätsmedizin Berlin' setzt sich für ein Kontakttagebuch ein. MICHAEL KAPPELER / Getty Images

Damit die Infektionszahlen mit dem Coronavirus nicht weiter ansteigen, hat die deutsche Bundesregierung einen zweiten abgemilderten 'Lockdown' verordnet. Eine weitere Corona-Maßnahme, um die Pandemie erneut einzudämmen und eine totale Ausgangssperre wie Anfang des Jahres zu verhindern. Die Corona-Regeln und Strategien des Gesundheitsamts seien bisher erfolgreich gewesen, heißt es vonseiten der Regierung. Deswegen solle auch in den kommenden Wochen weiterhin daran festgehalten werden, um die vom Robert Koch-Institut gemeldeten aktuellen Höchstwerte wieder kontrollieren zu können.

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Maßnahmen, die nach Einschätzungen des Virologen Christian Drosten von der 'Charité – Universitätsmedizin Berlin' nicht ausreichen werden, wie er kürzlich in einem Video-Interview am 'Windthorst-Abend' in Meppen erklärt.

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Virologe Christian Drosten: Kontrollverlust über Coronavirus muss verhindert werden

Der Virologe Christian Drosten erklärt in dem Interview, dass er davon ausginge, dass die Maßnahmen in Deutschland vor dem November-Lockdown gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht ausreichen werden. Auch im Dezember und den folgenden kalten Monaten bestehe die Möglichkeit eines erneuten Kontrollverlustes. Eine Verbesserung der Strategie der Gesundheitsämter sei deswegen nötig. Eine Einschätzung, die der Virologe schon seit Anfang August verfolgt. Bereits in seinem NDR-Podcast 'Corona-Update' appellierte Drosten mehrfach "das jeder Bürger ein Cluster-Kontakttagebuch führen sollte".

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Christian Drosten sieht Kontakttagebuch als Chance gegen Covid-19

In einem sogenannten Kontakttagebuch sehe der Virologe den Vorteil darin, dass sich Menschen besser an Aktivitäten und Kontakte in den vergangenen Tagen erinnern können. Vielen Covid-19-Infizierten falle es schwer, die Aktivitäten und Kontakte der jüngeren Vergangenheit zu nennen. Zusätzlich erleichtere ein Kontakttagebuch auch die Verfolgung der Infektionsketten durch die Gesundheitsämter und lasse sich eventuell sogar verbessern. Denn es würden sich die Leute in der Gesellschaft im Alltag mehr klarmachen, dass sie immer mal in solche Situationen reingeraten und dass sie diese in Zukunft vermeiden, weil sie dafür empfindlicher und sensibler werden, erklärt der Virologe in dem Podcast.

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Eine Methode könne zum Beispiel sein, abends in eine Notiz-App oder auf einem Blatt Papier die Kontakte und Aktivitäten festzuhalten. Auch Situationen, die Betroffenen "nicht ganz geheuer" waren, könnten so vermerkt werden. Drosten appelliere an die Menschen in Deutschland, auf einen "aktiven Teilnahmemodus" im Umgang mit der Corona-Pandemie umzuschalten. Dazu gehören seiner Meinung nach "solche Aufmerksamkeitsübungen wie das Führen eines "Cluster-Kontakttagebuchs".

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Verschwenden Corona-Tests zu viel Zeit?

Das bisherige Vorgehen des Gesundheitsamtes in der Nachverfolgung sei nicht effizient genug. Das Problem sei, dass bei einem positiven Testergebnis die Infektion schon rund zehn Tage zurückliege. Infizierte seien vor allem kurz vor den ersten Symptomen und wenige Tage danach besonders ansteckend und es genüge einen Patienten nur kurz zu isolieren, da er kaum noch infektiös sei. Ein Cluster-Tagebuch könne dabei helfen, die Kontaktpersonen schneller ausfindig zu machen und sofort alle Beiteiligten unter Quarantäne zu stellen, ohne wie bisher Zeit durch Corona-Tests zu verschwenden. Für Christian Drosten sei es einfach wahrscheinlicher, dass ab einer bestimmten Cluster-Größe nicht nur mehrere Infektionsketten, sondern auch neue 'Superspreader'-Ereignisse gestartet werden. Zum Beispiel durch junge Menschen eines Clusters, die kaum krank werden und daher nicht zum Arzt gehen, aber trotzdem hochinfektiös seien.

Drosten wünsche sich, dass die Bevölkerung ein Kontakttagebuch führe, um Fall-Nester frühzeitig ausfindig zu machen. Auch wenn es bisher noch keine gesetzliche Grundlage dafür gebe.

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