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Coronavirus

Tim Mälzer: "Wir geben uns nicht so leicht geschlagen!"

Starkoch Tim Mälzer (49) versucht mit allen Mitteln die Gastronomie in der Corona-Krise zu retten und richtet sich sogar mit persönlichen Worten an Bundeskanzlerin Angela Merkel (66).

Starkoch Tim Mälzer.
Seit der ersten Ausgangsbeschränkung im März setzt sich Starkoch Tim Mälzer für das Überleben der Gastronomie während der Coronakrise ein. Christian Augustin / Getty Images

Enttäuschung, Angst, Wut, Verzweiflung - schwer vorstellbar, welche Emotionen gerade die Coronakrise in den betroffenen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen in der Unterhaltungsbranche und in der Gastronomie hervorruft. So düster es bereits nach der ersten Ausgangsbeschränkung im März für die Berufsgruppen aussah, schöpften doch einige durch die Lockerungen der Coronamaßnahmen im Sommer neue Hoffnung. Doch die derzeit wieder rapide ansteigenden Corona-Zahlen lässt die Bundesregierung nun zum zweiten Mal einen abgeschwächten 'Lockdown' veranlassen. Die Maßnahmen gelten ab dem 2. November und ordnen nicht nur weiterhin die Schließung von Kulturstätten an, sondern auch die der Gastronomie. Der 'Todesstoß' für die Branchen sind sich Gastronomen und Kritiker sicher.

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Darunter auch Starkoch Tim Mälzer (49), der sich als Herzblut Gastronom derzeit für das Überleben seiner Branche und seines Hamburger Restaurants 'Die Bullerei' einsetzt.

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Tim Mälzer unterschreibt Corona-Brandbrief an die Bundeskanzlerin

Auch wenn die neuen Corona-Regeln laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) bereits beschlossene Sache sind, geben sich Starkoch Tim Mälzer und seine Kollegen*innen nicht so leicht damit zufrieden. Kurz vor dem Beschluss der Regierung unterzeichnete der 'Kitchen Impossible'-Star zusammen mit weiteren Gastronmen*innen einen Brandbrief an die Kanzlerin. "In der aktuellen zweiten Welle der Corona-Pandemie war die Gastronomie nie ein Infektionsherd", heißt es darin. Die Einschränkungen seien unverhältnismäßig, viele Betriebe würden eine erneute Schließung nicht überleben. Die Gastronomie habe auch eine besondere Bedeutung dabei, etwa Studierende oder Alleinerziehende zu beschäftigen, schreiben die Unterzeichner in dem Brief.

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Fakten, die aufgrund der steigenden Infektionszahlen für die Bundesregierung in den Hintergrund rücken. "Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig", erklärt Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstag (Stand: 29.10.2020) die eingeleiteten Schritte aus dem Bundestag. Verzichten auf jeden nicht zwingend erforderlichen Kontakt, das sei laut Merkel der Kern der Pandemiebekämpfung, an den die Maßnahmen der Regierung anknüpfen würden. "Miteinander und füreinander, nur so kommen wir durch diese historische Krise. Der Winter wird schwer. Vier lange, schwere Monate. Aber er wird enden", appelliert die Bundeskanzlerin an die Bevölkerung. Sie könne die Frustration und Verzweiflung der Gastronomie verstehen, wolle aber die Risikogruppen schützen. Für Tim Mälzer und seine Kollegen*innen sicherlich nur ein schwacher Trost.

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Auch Starkoch Tim Mälzer hat mit Existenzängsten zu kämpfen

Bereits im März sorgten die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Coronaschutzmaßnahmen in der Gastronomie für Existenzängste und Verzweiflung. Schon damals ergriff Tim Mälzer öffentlich das Wort für seine Berufsgruppe und äußerte sich in der 'ZDF'-Talkshow von Markus Lanz zu den Umständen. "Bei mir stehen derzeit zwei Unternehmen vor der Schließung. Wir arbeiten mit Faktoren, die sehr hohe Kosten verursachen. Das ist die Miete und das ist das Personal. Dann kommt obendrauf noch ein Wareneinsatz. Ich kann da wirklich nur sagen, und ich spreche da jetzt nicht für Tim Mälzer, den Fernsehkoch, oder Tim Mälzer, der 'Die Bullerei' sehr erfolgreich die letzten Jahre geführt hat, sondern ich rede als Gastronom und als Unternehmer auch stellvertretend für meine ganzen Kollegen", erklärte er damals sichtlich den Tränen nahe per Videochat live in der Fernsehsendung.

Schon da sprach er vielen Menschen aus der Seele. Doch auf Wut und Verzweiflung in der ersten Coronawelle folgt nun ein zäher Kampfgeist.

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TV-Koch Tim Mälzer gibt trotz strenger Coronamaßnahmen nicht auf

"Auch wenn die stetig wechselnden und nötigen Corona-Maßnahmen den wirtschaftlichen Betrieb der Gastronomie beträchtlich einschränken: WIR MACHEN WEITER!", schreibt Tim Mälzer nur wenige Stunden nach der Verkündung der Bundesregierung auf seinem Instagram-Profil. Ab dem 2.11.2020 hieße es nun, dass sein Gastraum geschlossen bleibe. Aber das hieße natürlich nicht, dass er und sein Team dann Däumchen drehen. Im Gegenteil.

"Um auch diese zweite schwierige Zeit zu überstehen, werden wir kreativ und kollektiv an verschiedenen Konzepten feilen, sodass ihr in den Genuss unserer Küche kommt und uns dadurch unterstützt, so gut wie irgend möglich durch den November zu kommen!!", gibt er sich kämpferisch in seinem Instagrambeitrag. Worte, die sicherlich nicht nur seinem Team Kraft geben, sondern auch hoffentlich seinen Kollegen*innen Mut machen, nicht aufzugeben.

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