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30 oder 60 Grad?

Wäsche waschen: Mit diesen Tipps machen Sie alles richtig

Selbst Erfahrene können beim Waschen der Wäsche noch etwas lernen. Wir verraten Ihnen, was Sie wirklich über die richtige Temperatur und verschiedene Waschmittel wissen müssen.

Egal, ob es um die richtige Gradzahl oder die Wahl zwischen Flüssig- und Pulverwaschmittel geht: Beim Wäschewaschen sollten wir einige Dinge im Hinterkopf behalten, um lange Freude an unseren Textilien zu haben und die Umwelt sowie unseren Geldbeutel so gut es geht zu schonen.

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Wir haben die wichtigsten Fragen zum Thema Wäsche waschen zusammengetragen und zeigen auf, was Sie bislang vielleicht noch nicht ganz richtig gemacht haben.

Beim Waschen die richtige Dosierung des Waschmittels beachten

Beim Beladen der Waschmaschine ist es nur allzu verlockend, einen ordentlichen Schuss Waschmittel hinzuzufügen. Viel hilft schließlich viel - oder? So einfach ist es leider nicht, denn oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Eine zu große Menge Waschmittel belastet stärker die Umwelt und führt auf Dauer zu Rückständen in der Maschine, durch die sich mit der Zeit Bakterien und Schimmelpilze ansammeln.

Außerdem ruiniert zu viel Waschmittel auf Dauer Ihre Handtücher: Weil Sie besonders saugfähig sind, nehmen sie auch den überflüssigen Schaum auf und bieten Bakterien so einen idealen Platz, wenn das Waschmittel nicht ausreichend ausgespült werden kann. Zu viel davon kann Handtücher auch steifer und kratziger werden lassen.

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Zu wenig Waschmittel dagegen führt dazu, dass die Textilien nicht richtig sauber werden. Generell gilt also: So viel wie nötig, so wenig wie möglich verwenden. Um die richtige Menge zu ermitteln, sollten Sie daher folgende Punkte beachten: Wie voll ist die Waschmaschine? Wie schmutzig ist die Wäsche? Und wie hoch ist die Wasserhärte? Dabei gilt: Je härter das Wasser vor Ort, desto mehr Waschmittel ist nötig. Die entsprechend empfohlenen Milliliterangaben finden Sie dann auf den Verpackungen Ihres Waschmittels. Das Umweltbundesamt gibt zu bedenken, dass in der Regel die Dosierung für "leicht" oder "normal" verschmutzte Wäsche ausreichend sei.

Pulver- oder Flüssigwaschmittel: Was reinigt Wäsche besser?

Um richtig zu waschen, brauchen Sie neben Vollwaschmittel (für stark Verschmutztes und Weißes) noch ein Color- und ein Feinwaschmittel - doch dabei sollten Sie nicht nur auf flüssige Produkte setzen. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, wirken flüssige Waschmittel nämlich nicht so effektiv gegen Schmutz wie Waschpulver. Diese entfernen bestimmte Flecken besser und haben ab Temperaturen über 40 Grad eine größere hygienische Wirkung.

Auch, wenn wir beim Waschen bereits routiniert sind: Einiges machen wir unbewusst trotzdem noch falsch. Wie Sie Wäsche richtig waschen.
Wussten Sie, dass zu viel Waschmittel nicht nur Ihre Handtücher ruinieren kann? Welche Tipps Sie noch beachten sollten, um Ihre Wäsche richtig zu waschen. humonia / iStock

Flüssigwaschmittel können dagegen Fett manchmal besser lösen und eignen sich besonders zur Fleckenvorbehandlung. Außerdem hinterlassen sie keine weißen Rückstände auf der Kleidung, wie es bei Waschpulver gelegentlich der Fall ist.

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Bei welcher Wäsche nehme ich Vollwaschmittel, wann Color-Mittel?

Vollwaschmittel sollten Sie besser nicht für Buntes verwenden, da in ihnen optische Aufheller und/oder Bleichmittel enthalten sind, die die Textilien auf Dauer ausbleichen können. Nehmen Sie dafür lieber Color-Waschmittel (egal, ob flüssig oder als Pulver), das die Farben lebendig hält und die Fasern besser pflegt. Einzige Ausnahme: Bei besonders hartnäckigen Flecken oder wenn Sie durch Krankheiten verursachte Keime entfernen wollen, greifen Sie am besten zu einem Pulver-Vollwaschmittel mit mindestens 60 Grad Waschtemperatur.

Ist es sinnvoll, Weichspüler beim Waschen zu verwenden?

Da Weichspüler die Wäsche glätten und das Bügeln erleichtern können, sind sie durchaus eine nützliche Hilfe. Allerdings gilt das nicht unbedingt für das richtige Waschen von Handtüchern: Zu viel Weichspüler mindert ihre Saugfähigkeit, wodurch sie hinterher schlechter trocknen. Außerdem belasten sie stark die Umwelt und können durch zahlreiche Zusatzstoffe schnell zu allergischen Reaktionen führen.

Versuchen Sie deshalb doch mal, Ihren Weichspüler selbst zu machen, wenn Sie nicht ganz darauf verzichten, aber eine natürlichere Variante wählen wollen.

Reicht es, Wäsche mit niedrigen Temperaturen zu waschen?

Generell können Sie leicht verschmutzte Bekleidung (auch Unterwäsche) tatsächlich ohne Bedenken bei nur 30 Grad waschen - das senkt außerdem den Energieverbrauch Ihrer Waschmaschine und spart Geld. Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, dass der meiste Strom für das Aufheizen des Wassers benötigt wird. Mit geringeren Temperaturen zu waschen, macht deshalb einen deutlichen Unterschied: "Beim Herunterschalten von 60 auf 40 °C sinkt der Stromverbrauch um bis zu 45 Prozent. Wird mit 30 anstatt 40 °C gewaschen, spart das bis zu 40 Prozent."

Darüber hinaus sei das Waschen mit niedrigen Temperaturen in der Regel hygienisch unbedenklich. Auch das Umweltbundesamt sieht das so, da Keime schon bei um die 30 Grad weitgehend entfernt würden. Außerdem sei Kleidung zum Großteil mit unseren eigenen Mikroorganismen verschmutzt, die zum Beispiel von der gesunden Haut des Trägers stammen oder vom Kontakt mit den menschlichen Ausscheidungen herrühren, was völlig normal sei und "in der Regel keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen" verursache. "Textilwäsche, Haushaltsreinigung und Körperhygiene tragen gemeinsam zur Reduktion von Mikroorganismen bei. Eine Desinfektion oder das Kochen der Wäsche ist nicht erforderlich."

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Gleichzeitig betont das Umweltbundesamt, dass man einmal im Monat die Waschmaschine mit 60 Grad betreiben sollte, um einem Keimwachstum in der Trommel des Geräts entgegenzuwirken. Außerdem kann es sinnvoll sein, Waschtemperaturen von 60 oder 95 Grad zu wählen, wenn Menschen mit einem geschwächten Immunsystem im Haushalt wohnen oder jemand eine ansteckende Krankheit hat.

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Wie verhindere ich, dass meine Wäsche muffig riecht?

Kommt Ihre Kleidung nicht frisch duftend, sondern eher muffig aus der Maschine, kann das ein Zeichen von zu viel Waschmittel und dauerhaft zu niedrigen Waschtemperaturen sein - Bakterienansammlungen sind die Folge. Achten Sie auch darauf, Ihre Kleidung immer möglichst zeitnah aus der Maschine zu holen und legen Sie sie nicht klamm in den Schrank.

Nach dem Waschen sollten Sie die Tür und das Waschmittelfach des Geräts außerdem geöffnet lassen, um die Maschine von innen trocknen zu lassen.

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Wie lassen sich Schweißflecken effektiv entfernen?

Es gibt kaum ein schlimmeres Wäscheproblem als unansehnliche gelbliche Schweiß- und Deorückstände an unserer Kleidung. Allerdings können Sie diese Flecken mit Zitronensäure bekämpfen: Lösen Sie dazu etwa drei bis vier Teelöffel davon (gibt es als Pulver im Drogeriemarkt) in einem Liter heißen Wasser auf und weichen die betroffenen Stellen darin ein. Anschließend geben Sie das Kleidungsstück wie gewohnt in die Maschine.

Mehr zum Thema: Wie Sie Schweißgeruch aus der Kleidung entfernen

Der Zitronensäure-Trick funktioniert sehr gut bei weißer Wäsche, bei farbigen Textilien sollten Sie die Säure zuvor an einer nicht sichtbaren Stelle testen.

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