Mit Hausmitteln

Wie sich Schweißgeruch aus Kleidung entfernen lässt

Trotz Waschgang in der Maschine verschwindet der Schweißgeruch einfach nicht aus Ihrer Kleidung? Wir zeigen, wie Sie diesen mit Hausmitteln entfernen und ihm wirksam vorbeugen können.

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Schweißgeruch kann schnell unangenehm werden, besonders wenn er in die Kleidung einzieht. Normalerweise hilft dann ein Waschgang, um den Geruch loszuwerden.

Doch es kann vorkommen, dass das Kleidungsstück selbst nach mehrfacher Wäsche noch unangenehm riecht. Mit welchen Hausmitteln Sie lästigen Schweißgeruch aus Ihrer Kleidung entfernen, verraten wir hier im Artikel.

Warum schwitzen einige Menschen schneller als andere?

Temperaturen, körperliche Aktivitäten und Emotionen sind drei ausschlaggebende Gründe dafür, dass Menschen natürlich schwitzen.

Manche Menschen schwitzen hingegen schneller und stärker als andere. Das kann zum Teil genetische oder krankheitsbedingte Ursachen haben.

Welches Waschmittel entfernt Schweißgeruch?

In verschwitzten Textilien können sich Bakterien und Schweiß so festsetzen, dass der üble Geruch sich nicht einfach so herauswaschen lässt - zumindest nicht bei niedrigen Temperaturen von 30 oder 40 Grad.

Kommt Ihre Kleidung dauerhaft bei Niedrigtemperaturen in die Maschine, können sich Bakterien längerfristig darin ansammeln. Ein frisch gewaschenes Shirt (insbesondere aus Kunstfasern, die Feuchtigkeit schlecht aufnehmen) kann deshalb schnell wieder schlecht riechen, sobald es mit der feuchten, warmen Haut in Berührung kommt.

Mit diesen Tricks lässt sich Schweißgeruch aus Kleidung entfernen.
Igitt! Hartnäckiger Schweißgeruch in der Kleidung ist unangenehm, doch Sie können ihn mit Hausmitteln entfernen. Foto: AndreyPopov / iStock

Achten Sie deshalb darauf, sofern es möglich ist, Ihre verschwitzte Kleidung lieber bei 60 Grad zu waschen und verzichten Sie auf Kurzwaschprogramme.

Müssen Sie doch auf niedrigere Temperaturen setzen, verwenden Sie in jedem Fall pulverförmiges Vollwaschmittel - allerdings nur bei hellen Textilien, da Buntes sonst auf Dauer ausbleicht.

Außerdem kann es helfen, bei starkem Achselschweiß diese Stellen der Kleidung mit Gallseife vorzubehandeln.

Übrigens: Auch in der Waschmaschine selbst können sich Keime ansammeln, wenn Sie nur mit 30 oder 40 Grad waschen. Lassen Sie diese deshalb am besten einmal im Monat bei mindestens 60 Grad laufen.

Lesen Sie hier weitere Tipps zur Pflege Ihrer Waschmaschine und dem richtigen Waschen

Tipp der Redaktion: Diese Textilien sollten Sie vermeiden

Besonders in Textilien aus Kunstfasern schwitzen Sie schnell, da diese nicht luftdurchlässig sind und den Körper schlecht kühlen.

Doch auch in Acrylstoffen schwitzt man schneller, da diese die Temperatur ziemlich schlecht ausgleichen. Daher empfehlen wir, diese Materialien an heißen Sommertagen möglichst nicht oder selten zu tragen.

Schweißgeruch aus Kleidung entfernen: Diese Hausmittel wirken Wunder

Um ekligen Schweißgeruch aus Ihrer Kleidung zu entfernen, bedarf es nicht unbedingt einer professionellen Reinigung. Auch einfache Hausmittel können dabei helfen. In der folgenden Bildergalerie erfahren Sie, wie Sie Gerüche aus Textilien vertreiben können:

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Mit Essig Schweiß aus der Kleidung entfernen
Essig oder auch Essigessenz sind ein wahrer Allrounder im Haushalt. Foto: iStock/ Michelle Lee Photography

Schweißgeruch mit Essig aus Kleidung entfernen

Gegen üble Gerüche in Ihren Textilien hilft ein Essigessenz-Bad. Allerdings sollten Sie dieses am besten nur bei bunter oder dunkler Wäsche anwenden, da weiße Wäsche sich dadurch verfärben kann.

Und so geht's:

  • Mischen Sie dafür vier Teile Wasser mit einem Teil Essigessenz.

  • Weichen Sie Ihr Kleidungsstück für mindestens zwei Stunden darin ein.

  • Anschließend normal in die Wäsche geben und der Schweißgeruch sollte verflogen sein.

Auch spannend: Essig selber machen

Mithilfe von Zitronensäure schlechten Schweißgeruch loswerden
Auch Zitronensäure hilft effektiv bei schlechten Gerüchen in der Kleidung. Foto: iStock/ Helin Loik-Tomson

Mithilfe von Zitronensäure schlechten Schweißgeruch loswerden

Zitronensäure ist ebenfalls ein bewährtes Haushaltsmittel und kann bei schlechten Gerüchen Wunder wirken – allerdings sollten Sie das Mittel nur bei weißer bzw. heller Kleidung einsetzen, da es die Textilien schnell ausbleichen kann.

Und so funktioniert's:

  • Geben Sie etwa einen Liter Wasser in eine Schüssel und fügen vier Teelöffel Zitronensäurepulver hinzu.

  • Nachdem das Ganze etwa eine Stunde eingewirkt ist, geben Sie das Textil in die Waschmaschine und waschen die Kleidung noch mal aus.

Soda hilft bei durch Schweiß müffelnder Wäsche
Soda - auch als Waschsoda oder reines Soda bekannt - vertreibt ebenfalls schlechte Gerüche. Foto: iStock/ DigitalXpress

Soda hilft bei durch Schweiß müffelnder Wäsche

Eine dritte Möglichkeit, um den hartnäckigen Schweißgeruch zu entfernen, ist Soda. Auch bekannt als Waschsoda oder reines Soda.

Doch genau wie Zitronensäure bleicht Soda Textilien aus – daher sollten Sie diese Variante nur bei heller Kleidung anwenden und bei farbiger und dunkler Wäsche Vorsicht walten lassen.

So gehen Sie dabei vor:

  • Geben Sie fünf Liter Wasser zusammen mit einem Esslöffel Soda in eine Schüssel.

  • Lassen Sie die Mischung rund 30 Minuten ziehen.

  • Geben Sie nun die verschwitzende und stinkende Kleidung hinzu.

  • Lassen Sie die Lösung einige Stunden einwirken, idealerweise sogar über Nacht.

  • Waschen Sie die Kleidung dann am nächsten Tag in der Maschine.

Auslüften kann helfen, um Schweißgeruch aus zu Kleidung entfernen
Eine einfache Variante: Stinkende Kleidung auslüften. Foto: iStock/ Kana Design Image

Gerüche entfernen ganz ohne Wäsche

Haben Sie keins der genannten Hausmittel zur Verfügung, können Sie unangenehmen Gerüchen auch auf andere Weise den Garaus zu machen. Dafür bedarf es nicht einmal zwingend einem Gang in der Waschmaschine.

Eine einfache, allerdings nicht ganz so effektive Option, um schlechte Gerüche aus der Kleidung zu entfernen, ist diese auszulüften. Hängen Sie Ihre Wäsche dafür einfach nach draußen.

Idealerweise sollte das Kleidungsstück kontaktlos und auf einem Bügel aufgehängt werden. So kann die klärende Luft am besten durchströmen. Für das beste Ergebnis eignet sich ein leicht windiger und sonniger Tag.

Tipp der Redaktion: Um die geruchsverursachenden Bakterien besser zu bekämpfen, können Sie vor dem Auslüften das Textil noch mit klarem Alkohol besprühen oder einreiben.

Mit heißem Dampf werden Bakterien aus stinkender Kleidung abgetötet
Nach Schweiß stinkender Kleidung Dampf machen. Foto: iStock/ izusek

Mit heißem Dampf Schweißgeruch aus Kleidern entfernen

Da Bakterien den Schweißgeruch verursachen, müssen diese abgetötet werden. Hierfür gibt es zwei Optionen: Stichwort Temperatur.

Möglichkeit 1: Sie töten sie mithilfe von Hitze ab.

Dafür nehmen Sie sich ein Dampfbügeleisen, einen Dampfreiniger oder einen Dampfglätter zur Hand und behandeln Ihr müffelndes Kleidungsstück mit dem heißen Dampf.

Doch Vorsicht: Vergewissern Sie sich zunächst, ob das Textil mit Hitze behandelt werden darf. Manche empfindliche Kleidung verträgt keinen heißen Dampf.

Nach Schweiß müffelnde Kleidung kann eingefroren werden.
Eiskalte Sache: Hartnäckige Schweißbakterien haben im Gefrierfach keine Chance. Foto: Liebenswert/ Sarah Wallner

Kleidung einfrieren gegen Schweißgeruch

Möglichkeit 2: Auch sehr niedrige Temperaturen töten Bakterien ab. Daher kann es bei verschwitzter und stinkender Kleidung helfen, diese einzufrieren.

Und so geht's:

  • Legen Sie das müffelnde Kleidungsstück dazu in einen verschließbaren Plastikbeutel.

  • Lassen Sie es nun mindestens über Nacht, am besten für 24 Stunden, im Gefrierschrank. So werden die geruchsverursachenden Bakterien abgetötet.

Häufig werden auch spezielle Hygienespüler empfohlen, um den Geruch aus der Kleidung zu entfernen. Diese versprechen schon bei nur 20 bis 30 Grad weniger Keime.

Diese können allerdings auch allergische Reaktionen auslösen und ihre Geruchs-entfernende Wirkung ist nicht eindeutig nachgewiesen.

Mehr zum Thema Wäsche waschen: Mit diesen Tipps machen Sie alles richtig

Wie Sie Schweißgeruch vorbeugen können

Ausreichende Körperhygiene

Wer viel schwitzt, sollte sich auch entsprechend häufig waschen: Diese Regel ist ebenso einfach wie einleuchtend.

Durch regelmäßige und ausreichende Körperhygiene kann die Bildung von Schweißgeruch im Zaum gehalten werden, weil der Schweiß abgewaschen wird, bevor dessen Bestandteile von Bakterien zersetzt werden und den Geruch freisetzen können.

Verwenden Sie dafür am besten milde Seifen und Reinigungslotions, um den natürlichen Säureschutzmantel Ihrer Haut nicht zu zerstören.

Mehr zum Thema: 5 Tipps zum richtigen Duschen

Darüber hinaus hilft es, regelmäßig die Achselhaare zu rasieren: So verringert sich die Gesamtoberfläche, an der sich Schweiß und Bakterien ausbreiten können und die Haut kann außerdem besser belüftet und abgekühlt werden.

Deos und Antitranspirante richtig anwenden

Wer schwitzt, greift schnellstmöglich zu Deo, um den unangenehmen Geruch aus der Kleidung zu entfernen.

Doch Deos tun meist eher das Gegenteil: Sie überdecken Schweißgeruch nur für kurze Zeit und können ihn sogar noch verstärken. Tragen Sie Deos deshalb nur auf frisch gewaschene Haut und damit vorbeugend auf.

Lesen Sie hier, wie Sie ein natürliches Deo einfach selbst herstellen können.

Wollen Sie Ihre Schweißproduktion verringern, helfen Deos allerdings nicht: Greifen Sie stattdessen zu Antitranspiranten, durch die Sie weniger schwitzen. Besonders effektiv wirken diese, wenn Sie sie über Nacht anwenden.

Auslöser für starkes Schwitzen reduzieren

Um übermäßigem Schwitzen und damit auch unangenehmen Gerüchen entgegenzuwirken, ist es außerdem hilfreich, auf luftdurchlässige Kleidung anstatt auf Kunstfasern wie Polyester zu setzen.

Denn letztere ist nicht atmungsaktiv, sie kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben und lässt zudem keine Luft hindurch.

In Kleidung aus Baumwolle schwitzt man weniger
Kleidung aus Baumwolle ist besonders im Sommer beliebt, da das Material, was aus Baumwollpflanzen gewonnen wird, Wärme gut nach außen abgeben kann. Foto: iStock/ brazzo

Setzen Sie stattdessen lieber auf Kleidung aus Baumwolle oder Leinen. Baumwolle ist nicht nur atmungsaktiv. Das Naturmaterial ist darüber hinaus kühlend und hilft gegen das Schwitzen.

Auch spannend: Tipps gegen starkes Schwitzen

Kleidung aus Leinen ist aufgrund seiner groben Fasern besonders leicht zu tragen. Leinenfasern sind ebenfalls sehr luftdurchlässig – perfekt für den Sommer. Zudem ist Leinen geruchs- und schmutzabweisend, reißfest und feuchtigkeitsregulierend.

Besonders im Sommer sollten Sie generell darauf achten, die Abkühlung Ihres Körpers mithilfe von Frischluft, Ventilatoren und Co. zu unterstützen.

Umso weniger Wärme muss der Körper in Form von verdunstendem Schweiß abgeben, um die Körpertemperatur zu senken und eine Überhitzung des Organismus zu verhindern.

Übermäßiges Schwitzen: Woher weiß ich ob ich Hyperhidrose habe?

In manchen Fällen kann übermäßiges Schwitzen auch ein Symptom der Krankheit Hyperhidrose (das heißt so viel wie übermäßig viel Wasser) sein. Unter der krankhaften Art zu schwitzen, leiden etwa ein bis zwei Prozent der Menschen in Deutschland.

Bei Betroffenen ist die Schweißauslöseschwelle niedriger als bei anderen – sie schwitzen sehr schnell und stark.

Sie schwitzen ohne erkennbaren Grund, möglicherweise sogar in der Nacht stark oder haben plötzlich auftretendes Fieber über 40 Grad? Dann ist es ratsam, einen Hautarzt aufzusuchen oder eine Hyperhidrose-Sprechstunde wahrzunehmen.

Auch die Ernährung spielt bei übermäßigem Schwitzen eine Rolle: Nicht nur Koffein, Alkohol und scharfe Gerichte können dies begünstigen, sondern auch Übergewicht. Ebenso kann starkes Rauchen zu vermehrtem Schwitzen führen.

Trainieren Sie am besten Ihre Ausdauer durch Laufen oder Radfahren, um besser mit Belastungen fertig zu werden und nicht so schnell in Schweiß auszubrechen.

Außerdem sollten Sie Stress bestmöglich vermeiden, beziehungsweise diesen mithilfe von Entspannungstechniken abbauen, um weniger Angstschweiß abzusondern.

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