Mundgesundheit Zahnfleischentzündung erkennen und richtig behandeln

Zahnfleischbluten beim Zähneputzen ist ein Anzeichen für eine Gingivitis - besser bekannt als Zahnfleischentzündung. Wir zeigen, welche Symptome es noch gibt und wie man sie selbst behandeln kann.

Zahnfleischentzündung erkennen und richtig behandeln
Wodurch entstehen Zahnfleischentzündungen und was kann ich dagegen tun?
Inhalt
  1. Woran erkenne ich eine Zahnfleischentzündung?
  2. Was können Auslöser einer Gingivitis sein?
  3. Wie kann ich die Zahnfleischentzündung selber behandeln?
  4. Gibt es auch homöopathische Mittel gegen Zahnfleischentzündungen?
  5. Wie kann man einer Zahnfleischentzündung vorbeugen?
  6. Was können die Folgen einer Zahnfleischentzündung sein?
  7. Wann sollte ich wegen einer Zahnfleischentzündung zum Zahnarzt gehen?

Eine Gingivitis bleibt meist unerkannt - bis Zahnarzt oder Prophylaxehelfer die weitestgehend schmerzfreie Zahnfleischentzündung feststellen. Das geschieht in der Regel, wenn bei der Untersuchung des Zahnfleisches oder der Reinigung mit Zwischenraumbürstchen und Co. Blut austritt. Anders als bei Wunden am restlichen Körper sollten Sie diese blutenden Stellen jetzt aber nicht in Ruhe lassen - sondern ihnen besonders viel Aufmerksamkeit schenken, um die Zahnfleischentzündung zu kurieren und weiteren Entzündungen vorzubeugen.

Wir erklären, wie Sie eine Entzündung des Zahnfleisches noch vor Ihrem Zahnarzttermin feststellen und was Sie dagegen tun können.

Lesen Sie auch: Was Zahnprobleme alles auslösen können

 

Woran erkenne ich eine Zahnfleischentzündung?

Nicht jede Zahnfleischentzündung ist schmerzhaft - in den meisten Fällen bemerken Betroffene nicht, dass das Zahnfleisch entzündet ist. Bei den meisten tritt aber ein Spannungsgefühl und ein gelegentliches Pochen an den betroffenen Stellen auf. 

Erkennen können Sie entzündetes Zahnfleisch auch an seiner Farbe: Gesundes Zahnfleisch ist blass rosa, entzündetes hingegen eher rot. Außerdem sind die entzündeten Stellen meist angeschwollen - die Haut wirkt gespannt und aufgepolstert:

Der Unterschied zwischen gesundem und entzündetem Zahnfleisch.
Links: gesundes Zahnfleisch. Rechts: gerötetes und angeschwollenes Zahnfleisch.

Ein eindeutiges Zeichen für eine Zahnfleischentzündung sind Blutungen beim Zähneputzen. Diese treten besonders dann auf, wenn Zahnseide und Zwischenraumbürstchen zum Einsatz kommen. Aber auch die normale Zahnbürste kann Blutungen hervorrufen.

 

Was können Auslöser einer Gingivitis sein?

Wenn sich Bakterien auf den Zähnen festsetzen und nicht gründlich entfernt werden, bilden sie dort Säuren, die das Zahnfleisch angreifen. Dadurch entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen, worin sich die Giftstoffe festsetzen und Bakterien vermehren. Infolgedessen entzündet sich das Zahnbett.

Weitere Faktoren, die Entzündung des Zahnfleischs begünstigen, sind:

 

Wie kann ich die Zahnfleischentzündung selber behandeln?

Wichtig ist, dass Sie die entzündeten Stellen jetzt nicht in Ruhe lassen - sondern aktiv gegen die Entzündung vorgehen. Dafür sollten Sie einmal täglich Zwischenraumbürstchen verwenden und jeden zweiten Tag die Kontaktstellen der Zähne mit Zahnseide säubern

Zahnzwischenraumbürstchen können Zahnfleischentzündungen in den Zwischenräumen vorbeugen.
Zahnzwischenraumbürstchen helfen in der täglichen Zahnpflege, Entzündungen des Zahnfleisches im Zwischenraum vorzubeugen.

Zahnzwischenraumbürstchen gibt es in verschiedenen Größen. Wichtig ist, dass das Bürstchen straff sitzt, wenn man es in den Zwischenraum einführt - damit der Reinigungseffekt möglichst groß ist. Mit Gewalt sollten Sie das Bürstchen dennoch nicht zwischen Ihre Zähne bringen (Tipp: Set mit allen Größen von TePe, inklusive Reiseetui und Badständer für 13,89 Euro, hier zu kaufen). Für sehr kleine Zwischenräume sind Stocher aus weichem Silikon hilfreich: Sie verletzen das Zahnfleisch nicht und reinigen kleine Zwischenräume, die mit Bürstchen nicht erreicht werden können (zum Beispiel von TePe, Größe XS/S, um 5 Euro, hier zu kaufen). Bei der Auswahl der richtigen Größe von Zwischenraumbürstchen oder Stocher kann auch Zahnarzt helfen. 

 

Unterstützend kann mit einer Chlorhexidin-Mundspülung gegurgelt werden (zum Beispiel Chlorhexamed Forte, 600 Milliliter um 14,50 Euro, hier zu kaufen)

Ein gutes Hausmittel für die ergänzende Behandlung einer Zahnfleischentzündung ist ein grüner Saft aus Rucola und Spinat. Wie Sie diesen herstellen, zeigen wir im folgenden Video (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 
 

Gibt es auch homöopathische Mittel gegen Zahnfleischentzündungen?

Gegen entzündetes Zahnfleisch helfen zum Beispiel die Globuli Mercurius solubilis in der Potenz D12 (10 Gramm um 6,50 Euro, hier zu kaufen), von denen Sie dreimal täglich fünf Stück einnehmen. Auch diese Schüßler-Salze können helfen, die Entzündung zu lindern:

  • Nr. 3 Ferrum Phosporicum
  • Nr. 4 Kalium Chloratum
  • Nr. 5 Kalium Phosphoricum


Davon nehmen Sie je eine Tablette drei- bis sechsmal täglich nacheinander, indem Sie sie langsam im Mund zergehen lassen.

 

Wie kann man einer Zahnfleischentzündung vorbeugen?

Die beste Vorsorge ist eine gründliche, regelmäßige Pflege mit Zahnzwischenraumbürstchen (siehe oben) und Zahnseide. Beim Zähneputzen sollten Sie darauf achten, dass Sie auch die Zahnhälse ausreichend erwischen. Dafür halten Sie die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel zum Zahn - und erreichen somit mit den Borsten auch den Rand des Zahnes.

Auch interessant: Handzahnbürste oder elektrische Zahnbürste - Welche putzt besser?

 

Was können die Folgen einer Zahnfleischentzündung sein?

Eine Folge kann die Entstehung einer Parodontitis sein - die Entzündung des Zahnbetts. Diese kann dazu führen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und die Zähne locker werden oder sogar ausfallen. Außerdem schwächt eine dauerhafte Entzündung im Mund das Immunsystem und steigert das Risiko von Gefäßerkrankungen.

 

Wann sollte ich wegen einer Zahnfleischentzündung zum Zahnarzt gehen?

Neben den regulären Kontrollbesuchen sollten Sie alle sechs Monate eine professionelle Zahnreinigung (Prophylaxe) durchführen lassen. Dies verringert das Risiko, dass sich das Zahnfleisch entzündet oder dass eine Entzündung lange Zeit unentdeckt bleibt. Darüber hinaus sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen, wenn Sie eine Entzündung vermuten und diese mit den oben genannten Tipps nicht nach spätestens 14 Tagen abgeklungen ist. Sollten Sie starke Blutungen oder Schmerzen haben, ist ebenfalls der Gang zum Zahnarzt empfehlenswert.

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