Neue Studie legt nahe Parodontitis kann das Krebsrisiko bei älteren Frauen erhöhen

Forschern zufolge gibt es einen Zusammenhang zwischen einer Parodontitis und dem Risiko, an Krebs zu erkranken.
Offenbar besteht insbesondere bei älteren Frauen nach der Menopause eine erhöhte Gefahr, an Krebs zu erkranken, wenn Sie zuvor unter einer Parodontitis gelitten haben.

Eine Entzündung des Zahnbettes, Parodontitis genannt, kann offenbar langfristig schwerwiegende Folgen haben: Wie Forscher der Universität Buffalo in einer Studie herausfanden, könne sie besonders bei älteren Frauen in Zusammenhang mit einer möglichen Krebserkrankung stehen.

Häufig bemerken Betroffene jahrelang nicht, dass Sie an Parodontitis leiden, da diese dauerhafte Entzündung, bei der das Zahnfleisch langsam zurückgeht, meist keine Schmerzen verursacht. Wenn beim Putzen der Zähne Blutungen auftreten, wird das meist auch nicht als etwas Ernstes angesehen - dabei ist dies, wenn es regelmäßig auftritt, ein deutliches Warnsignal dafür, dass etwas nicht stimmt.

 

Schwerwiegende Folgen von Parodontitis

Doch die Entzündung, die ohne richtige Behandlung im weiteren Verlauf zu Zahnausfall führen und Brücken und Zahnersatz lockern kann, richtet nicht nur im Mundraum Schaden an. Wie eine Studie der Universität Buffalo nahelegt, kann eine Parodontitis auch das Krebsrisiko bei Frauen erhöhen. Das gilt insbesondere für Gallenblasenkrebs und Speiseröhrenkrebs.

Sehen Sie hier, welches natürliche Mittel bei leichten Zahnfleischentzündungen hilft (Artikel geht unter dem Video weiter):

 

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Um 14 Prozent höheres Krebsrisiko festgestellt

Im Zuge dieser Untersuchungsreihe wurden 65.869 US-amerikanische Frauen beobachtet, die im Durchschnitt 68 Jahre alt waren und ihre Menopause hinter sich hatten. Diese mussten zunächst einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, in dem sie unter anderem erklären sollten, ob bei ihnen in der Vergangenheit eine Parodontitis festgestellt worden war. Im Laufe der Studienzeit erkrankten dann 7.149 Frauen an Krebs. Jene Teilnehmerinnen, die bereits unter einer Parodontitis gelitten hatten, wiesen ein um 14 Prozent höheres Krebsrisiko auf.

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Dieser Zusammenhang müsse den Forschern zufolge noch näher untersucht werden. Jean Wactawski-Wende, Mitautorin der Studie, stellt jedoch bereits erste Erklärungsversuche dazu an, weshalb eine Zahnbettentzündung vor allem Speiseröhrenkrebs begünstigen könnte: "Die Speiseröhre befindet sich in direkter Nähe zur Mundhöhle, weshalb parodontale Krankheitserreger möglicherweise einfacher zur Schleimhaut der Speiseröhre gelangen und diese infizieren können, was eine Krebserkrankung in diesem Bereich fördern kann."

 

Ein Ergebnis, das weitere Forschungen antreibt

Für die Wissenschaftler sind die Studienergebnisse vor allem deshalb so bedeutsam, weil Speiseröhrenkrebs zu den tödlichsten Krebsformen gehöre und seine Ursachen bisher noch nicht ausreichend geklärt seien. Nun könnten weitere, auf dieser Studie aufbauende Forschungen folgen, die krebsvorbeugende Maßnahmen fördern können.

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In ihrer Untersuchung hatten die Forscher gezielt ältere Frauen beobachtet, da diese deutlich stärker von Zahnbettentzündungen betroffen seien und sich eine Krebserkrankung meist über mehrere Jahre hin entwickelt - die möglichen Auswirkungen einer Parodontitis seien bei älteren Menschen deshalb besser festzustellen.

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