Effektive Gartenpflege Vertikutieren oder nicht? Moos und Unkraut im Rasen richtig entfernen

Wer einen schönen Garten haben will, sagt Moos und Unkraut im Rasen den Kampf an. Doch wie geht man dabei am besten vor? Warum das Vertikutieren nicht immer sinnvoll ist und wie Sie Ihren Rasen stattdessen pflegen können.

Wie Sie Moos und Unkraut im Rasen bekämpfen, verraten wir hier.
Moos und Unkraut im Rasen sind ziemlich lästig. Doch ist das Vertikutieren immer die beste Methode zur Bekämpfung?
Inhalt
  1. Was spricht gegen das Vertikutieren?
  2. Moos und Rasenfilz aus Rasenflächen entfernen
  3. Wie Sie Moos im Rasen vorbeugen können

Ein ansehnlicher Rasen ist für den heimischen Garten das A und O, doch diesen zu bekommen und zu erhalten ist durchaus eine Herausforderung. Hobbygärtner ärgern sich vor allem über Moos und Unkraut und fragen sich, wie sie diesen Störenfrieden beikommen können. Häufig wird in diesen Fällen zum Vertikutieren der Rasenfläche geraten, doch diese Methode ist nicht unumstritten.

 

Was spricht gegen das Vertikutieren?

Dieser Begriff beschreibt das Einritzen der Grasnarbe mithilfe eines speziellen Geräts (dem Vertikutierer), was der Beseitigung von Moos und Filz (einer Schicht abgestorbener, nicht verrotteter Pflanzenfasern) dienen soll. Die Wurzeln der Gräser sollen dadurch besser belüftet und das Rasenwachstum gefördert werden, wodurch dieser dichter und strapazierfähiger werden soll. Als geeigneter Zeitpunkt dafür wird das Frühjahr zwischen April und Mai empfohlen, aber auch im Herbst ist es noch möglich. Vorher sollte der Rasen gemäht, anschließend gewässert und gedüngt werden.

Viele Gartenexperten sehen diese Methode aber durchaus kritisch, denn das Vertikutieren strapaziert den Rasen und kann ihm sehr schaden - zum Beispiel, wenn dabei nicht vorsichtig vorgegangen wird und die Graswurzeln beschädigt werden. Auch der Sinn dieser Rasenbehandlung für den Privatgebrauch ist umstritten: Anders als beispielsweise im Fußballstadion, wo der Rasen viel bespielt und betreten wird (was Verfilzungen begünstigt) und sich Rasenfilz durch fehlende Bodenorganismen nicht selbst abbaut, ist das Vertikutieren zu Hause eigentlich nicht sinnvoll.

Übrigens: Eine schonende Alternative zum Einsatz des Vertikutierers ist es, den Rasen zu lüften.

Die zwischen Gras und Boden sitzende, dünne Filzschicht zersetzt sich im heimischen Garten meist von allein und dient sogar als wichtige Nahrung für den Boden. Erst, wenn die Mikroorganismen mit dem Abbau nicht mehr hinterherkommen und die Schicht immer dicker wird, kann Ihr Rasen - und auf lange Sicht auch der Erdboden - Schaden nehmen.

 

Moos und Rasenfilz aus Rasenflächen entfernen

Hat sich bereits ein dicht verwobener Rasenfilz gebildet, der sich nicht schnell genug selbst zersetzt, sollte die Verfilzungsschicht unbedingt entfernt werden, da sie Luft, Wasser und Düngemittel nicht mehr durchlässt und so das Rasenwachstum stört. Statt zum Vertikutierer zu greifen, sollten Sie den Filz manuell mit einem Rechen entfernen.

Sehen Sie hier weitere Tipps für einen schönen Garten (Artikel geht unten weiter):

 

Moos verschwindet, sobald Stickstoff aufgetragen wird - düngen Sie Ihren Rasen deshalb mit einem entsprechenden Mittel aus dem Fachhandel oder aber ganz natürlich mit einer selbst hergestellten Brennnesseljauche, die Ihren Rasen ohne chemische Bestandteile mit wichtigen Nährstoffen wie eben Stickstoff versorgt. Auch ein selbst angelegter Kompost eignet sich hervorragend als pflegendes Düngemittel Ihres Rasens. Führen Sie diesem Stickstoff zu, vergilben bemooste Stellen innerhalb einer Woche. Danach können Sie das Moos einfach ausharken und eventuell (nach einer Ruhephase) Rasen nachsäen.

Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie Ihren Rasen mit natürlichen Mitteln düngen.

Häufig wird bei der Bekämpfung von Moos auch zu Eisendünger, beziehungsweise Moosvernichter mit Eisensulfat geraten, was allerdings ebenfalls umstritten ist. Dieser kann für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein und er macht den Boden sauer, was dem Gras, aber nicht dem Moos schadet - sicher nicht das, was Sie wollen! Setzen Sie diese Mittel ein und bekämpfen nicht die Ursache des Mooswuchses, kehrt dieses außerdem immer wieder zurück.

Generell sollten Sie sich bei starkem Moos- und Unkrautwuchs oder dichtem Rasenfilz am besten genau mit den Bedingungen des Bodens in Ihrem Garten beschäftigen und einen Experten zurate ziehen.

 

Wie Sie Moos im Rasen vorbeugen können

Statt zu vertikutieren muss in erster Linie dafür gesorgt werden, die Ursachen der Verfilzung zu bekämpfen. Generell taucht er nur dann in größeren Mengen auf, wenn der Boden im Garten nicht wasserdurchlässig und locker genug ist, woraus ein Nährstoffmangel resultiert. Auch mangelndes Düngen begünstigt das Wachstum von Rasenfilz und Moos (besonders unter Hecken und rings um Bäume), was ebenfalls nicht durch das Vertikutieren entschärft werden kann. Im Gegenteil: Die Situation verschlimmert sich, da dem bereits beanspruchten Rasen noch mehr geschadet wird. Vertikutierer schaffen außerdem freie Flächen für Unkrautsamen, die sich hier festsetzen und anwachsen. Je häufiger vertikutiert wird, desto mehr Unkraut kann sich unter Umständen bilden.

Dieses können Sie bei angefeuchteter Erde mit einem Unkrautstecher beseitigen - alternativ erklären wir Ihnen hier, mit welchen natürlichen Mitteln Sie Unkraut entfernen können.

Sorgen Sie vorbeugend dafür, Ihren Rasen am besten dreimal im Jahr zu düngen (unter Bäumen und Sträuchern besonders großzügig), um das Wachstum von Unkraut und Moos in Schach zu halten. Für einen moosfreien Rasen sollten Sie diesen außerdem während seiner Wachstumsphase zwischen März und November einmal die Woche mähen - aber stutzen Sie ihn nur auf eine Höhe von vier bis fünf Zentimetern. Unterstützend hilft es (sofern Sie wirklich regelmäßig mähen) den Rasenschnitt nicht sofort zu entfernen, sondern noch eine gewisse Zeit liegen zu lassen, um das Bilden natürlicher Bodenorganismen zu fördern.

Im Sommer sollten Sie außerdem besonders aufmerksam wässern: Wird das Wasser knapp, verdorren die Gräser und Unkraut kann sich umso besser ausbreiten. Dieses ist strapazierfähiger und besser an nährstoffarme Gebiete angepasst. Auch eine zu hohe Feuchtigkeit begünstigt allerdings das Mooswachstum, weshalb Sie schattige Rasenflächen sowie Staunässe vermeiden sollten. Herbstlaub sollten Sie außerdem immer zeitig entfernen, um für eine bessere Belüftung zu sorgen und dem Gras kein Licht zu rauben.

Weitere interessante Themen:

Kategorien:
Komm in unsere Community!
Ihr Jahreshoroskop 2019
Verraten Sie uns Ihre besten Haustiertipps
Jetzt mitmachen! Verraten Sie uns Ihre Tipps für Haustiere
Abonnieren Sie jetzt unsere Newsletter!
Kaffee trinken
6 Anzeichen, dass Sie zu viel Kaffee trinken
Acaraa Creme Serum
Natürliche Hautpflege Schöne Haut mit Naturkosmetik
Sturm der Liebe
Hier gibt's alle Infos zu 'Sturm der Liebe'
Haustiere - Hund und Katze
Wir lieben unsere Haustiere
Hufeisen mit Kleeblatt
Unsere Gewinnspiele - viel Glück!
So bereiten Sie Lachs im Backofen zu.
So lecker! Unsere Lieblings-Rezepte
Beliebte Themen
Copyright 2019 liebenswert-magazin.de. All rights reserved.