Weniger ist oft mehr Hygiene im Haushalt: Wie viel Sauberkeit ist gesund?

Manchmal übertreiben wir es mit der Hygiene, anderswo sind wir oft zu sorglos. Wie wir uns am besten vor Krankheiten schützen.

Wie viel Hygiene ist zu Hause wirklich nötig?
Viel hilft viel? Wir erklären, wie Sie das richtige Maß an Hygiene walten lassen.
Inhalt
  1. Das richtige Maß: Ab wann putze ich zu viel?
  2. Kann übertriebene Hygiene gefährlich sein?
  3. Warum begünstigt zu viel Sauberkeit Allergien?
  4. Ist auch zu viel Waschpulver schädlich?
  5. Diese 5 Putzmittel reichen im Alltag aus

Hygiene schützt uns vor Krankheiten, doch das ständig wachsende Angebot an Reinigungsmitteln lässt viele glauben: Um gesund zu bleiben, müssen wir unsere Umgebung möglichst keimfrei halten. Doch damit irren sie sich. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Übertriebene Sauberkeit lässt uns schneller erkranken.

 

Das richtige Maß: Ab wann putze ich zu viel?

"Einmal pro Woche reicht eine Haushaltsreinigung vollkommen aus", erklärt der Hygiene-Experte Prof. Dr. Franz Daschner. Ausnahme: schmutzige Oberflächen sowie Arbeitsplatten in der Küche, nachdem sie mit Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind. Sie sind mit Keimen belastet und sollten mit einem Universalreiniger besonders gründlich gereinigt werden.

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Kann übertriebene Hygiene gefährlich sein?

Ja, denn Ihr Immunsystem kann dadurch geschwächt werden. Ähnlich wie Muskeln müssen unsere Abwehrkräfte arbeiten und regelmäßig herausgefordert werden, damit sie stark bleiben. Außerdem: Viele Reinigungsmittel können der Haut sowie den Nägeln schaden und Neurodermitis-Schübe oder auch Nagelbettentzündungen verursachen. Deshalb: Beim Putzen sollten Sie am besten stets Handschuhe tragen.

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Warum begünstigt zu viel Sauberkeit Allergien?

Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass das Immunsystem in einer zu reinlichen Umgebung nicht lernt, harmlose von krank machenden Erregern zu unterscheiden. Dadurch können sich die Abwehrkräfte nicht richtig ausbilden. Sie halten harmlose Stoffe für feindliche Eindringlinge und reagieren mit Allergien.

 

Ist auch zu viel Waschpulver schädlich?

Halten Sie sich an die Dosierungsvorgaben auf der Packung, denn ansonsten sammeln sich in der Waschmittel-Schublade Rückstände, auf denen sich Schimmelporen bilden können. Gelangen diese in die Wäsche, können sie zu Hautreizungen und -krankheiten führen. Daher sollten Sie die Schublade alle zwei Monate reinigen. Menschen mit empfindlicher Haut greifen am besten auf Waschmittel ohne Parfüm oder Duftstoffe zurück.

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Diese 5 Putzmittel reichen im Alltag aus

  1. Universalreiniger wird auf allen abwischbaren Oberflächen und Fußböden eingesetzt, um Schmutz und Fett zu entfernen. Für Parkett- oder Dielenböden ist zudem ein Holzreiniger ratsam.
  2. Essigreiniger ist eine der wirksamsten Waffen gegen Kalkflecken und ist dabei kostengünstig und umweltschonend.
  3. Geschirrspülmittel - am besten frei von Phosphaten - für das klassische Abspülen entfernt Speisereste effektiv.
  4. Scheuermittel enthalten Quarz- oder Marmormehl. Dadurch wirken sie wie ein Schleifstein und entfernen hartnäckigen Schmutz sowie Verkrustungen von Töpfen, Arbeitsplatten und anderen unempfindlichen Oberflächen.
  5. WC-Reiniger lösen hartnäckigen Kalk und Urinstein. Am besten 30 Minuten einwirken lassen. Dann mit einer Bürste mit kleiner Extra-Bürste die Toilette gründlich reinigen.

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