Zur kalten Jahreszeit

Grabbepflanzung: Letzte Ruhestätten auf den Winter vorbereiten

Um aus der Grabstätte eines geliebten Menschen einen Ort zu machen, an dem wir uns ihm nahe fühlen können, sollte dieser ansprechend sein. Doch welche Grabbepflanzung ist die richtige für Herbst und Winter?

Worauf Sie bei der Grabbepflanzung zum Winter hin achten sollten.
Heidekraut ist ein farbenfroher Grabschmuck für Herbst und Winter. Welche Gewächse sich noch für die Grabbepflanzung in der kalten Jahreszeit eignen. Foto: firina / iStock
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Zwar werden an Feiertagen wie Allerheiligen, Allerseelen (1. und 2. November) oder Totensonntag, die letzten Ruhestätten unserer Lieben besonders schön geschmückt - doch die gepflegte Bepflanzung eines Grabes ist für Angehörige das ganze Jahr über wichtig. Da dieser Pflege zum Winter hin besondere Beachtung geschenkt werden sollte, lesen Sie hier hier einige Tipps.

Tipp: Grabgesteck selber machen: So einfach gehts

Sehen Sie hier eine Auswahl besonders schöner Bodendecker (Artikel geht unter dem Video weiter):

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Grabbepflanzung: Welche Vorarbeit ist für die kalte Jahreszeit nötig?

Nehmen Sie sich zunächst die Zeit, vorhandene Pflanzen zu stutzen und abgestorbene Blätter und Blüten zu entfernen. Dabei können Sie generell alles entfernen, was nicht mehr ansehnlich ist - bei Rosen allerdings sollten Sie lediglich die Spitzen kürzen.

Bei Gräbern, die unter einem Baum liegen, sollten Sie außerdem regelmäßig das herabgefallene Laub beseitigen. Darüber hinaus muss zwischen den Pflanzen sprießendes Unkraut gezupft werden.

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Grabbepflanzung: Kann ich jetzt noch neue Pflanzen setzen?

Möchten Sie außerdem das Beet mit frischen Blumen aufhübschen, sollten Sie davor nicht zurückscheuen: Solange noch kein Bodenfrost eingesetzt hat, können Sie ohne Bedenken neue Pflanzen setzen. Dafür einfach den Boden etwa spatentief auflockern und das Gewächs ordentlich gewässert werden (bei Frost allerdings nicht mehr gießen).

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Um Ihre Pflanzen anschließend vor Frost zu schützen, genügt es in der Regel, empfindliche Wurzeln mit einer Schicht Torf rund um den Stamm zu bedecken.

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Welche Grabbepflanzung eignet sich für den Winter?

Damit die Grabstätte auch in der dunklen Jahreszeit nicht trostlos aussieht, sollten Sie bei ihrer Bepflanzung auf farbenfrohe Akzente mit immergrünen Gewächsen setzen, die zudem winterfest sind. Heidekraut, auch Erika (Erica) genannt, eignen sich beispielsweise sehr gut als Hingucker: Seine Farbpalette reicht von Weiß über Gelb und Rosa bis hin zu Purpur, die Blüten können entweder zierlich oder opulenter ausfallen.

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Ebenfalls schmückend sind Herbst-Alpenveilchen, Purpurglöckchen oder auch Scheinbeeren, die im Winter weiße oder rote Früchte bilden. Auch Christrosen, die sich gut mit Heidepflanzen kombinieren lassen, eignen sich für die Grabgestaltung und können im besten Fall von Oktober bis Ende März blühen. Abgerundet wird diese Beetgestaltung mit einer Randbepflanzung aus immergrünen Bodendeckern wie Dickmännchen, Efeu oder Teppich-Zwergmispel und mit immergrünen Gräsern, die schöne Akzente setzen.

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Mit Steinen und Kies besondere Akzente bei der Grabbepflanzung setzen

Zusätzlich können Sie die Grabbepflanzung im Winter noch mit schmückendem Kies ergänzen. Ein großer Vorteil dieser Steinbeete ist, dass sie das Unkrautwachstum auf dem Grab hemmen. Verlegen Sie dafür unter dem Kies ein Vlies, das die Schädlinge nicht durchdringen können. Darüber hinaus können Sie außerdem Trittsteine als Gesaltungselement miteinbeziehen.

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Grabbepflanzung: Worauf Sie bei frischen Gräbern achten sollten

Vermeiden Sie es, neu ausgehobene Gräber in den ersten sechs Monaten zu bepflanzen - das gilt zumindest für eine dauerhafte Bepflanzung, weil die Erde in der ersten Zeit noch absackt. Weichen Sie deshalb am Anfang besser auf Gewächse wie Efeu oder Farne aus, die im ersten Herbst und Winter ein schönes Bild abgeben.

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