Unliebsamer Schädling Thripse bekämpfen: Das hilft gegen Gewittertierchen

Sie möchten eine von Thripsen befallene Pflanze von diesen Schädlingen befreien und auch selbst Ruhe vor den Insekten haben? Wir verraten, wie Sie sie bekämpfen können und was Sie noch über die Tierchen wissen sollten.

Thripse: Das können Sie gegen den Schädling tun
Haben sich Thripse auf Ihren Pflanzen niedergelassen, sollten Sie auf jeden Fall handeln.
Inhalt
  1. Wie sehen Thripse eigentlich aus?
  2. Wie äußert sich ein Thripse-Befall bei Pflanzen?
  3. Warum sind Thripse schädlich für Pflanzen?
  4. Welche Hausmittel helfen gegen Thripse?
  5. Welche natürlichen Feinde haben diese Insekten?
  6. Sind Gewittertierchen gefährlich für den Menschen?
  7. Was tun gegen Thripse im Haus und auf der Kleidung?

Thripse sind unter vielen Namen bekannt: Gewitterwürmer, Gewittertierchen, Gewitterfliegen, Fransenflügler oder auch Blasenfüße. In Deutschland gibt es circa 200 verschiedene Arten des Schädlings, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie sind sehr lästig. Und das nicht nur für Ihre Pflanzen, sondern auch für den Menschen. Wenn sie bei schwül-warmem Wetter in Scharen auftreten, kann es sogar mal vorkommen, dass sie zustechen. Für alle, die sich gegen diesen Pflanzenschädling wehren wollen, beantworten wir hier die wichtigsten Fragen rund um Thripse.

 

Wie sehen Thripse eigentlich aus?

Die ein bis drei Millimeter kleinen Thripse sind dunkelbraun bis braunschwarz gefärbt. Die schmalen, langen Flügel weisen schwarz-weiße Querstreifen auf. Die Larven der Gewittertierchen besitzen keine Flügel und sind gelblich bis weißlich gefärbt. Die Flügel der Thripse sind außen ausgefranst, was ihnen auch den Namen Fransenflügler einbrachte. Besonders gut können sie damit nicht fliegen, deswegen lassen sie sich oft einfach vom Wind treiben oder sie bewegen sich krabbelnd fort.

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Wie äußert sich ein Thripse-Befall bei Pflanzen?

Thripse saugen mit ihrem Stechrüssel die äußeren Zellen der Blätter aus. Die ausgesogenen Zellen verfärben sich am Anfang gelblich und werden später, durch das Eindringen von Luft, silbrig-weiß. Ist der Befall mit Gewitterfliegen bereits weit fortgeschritten, sehen die Blätter durch die Vielzahl von ausgesogenen Zellen gesprenkelt und fleckig aus. Wenn man genau hinschaut, kann man auch kleine, schwarze Punkte auf den Blättern erkennen - dabei handelt es sich um den Kot des Parasiten.

 

Warum sind Thripse schädlich für Pflanzen?

Mit ihren Mundwerkzeugen stechen die Thripse in die einzelnen Zellen der befallenen Pflanze und saugen den Pflanzensaft heraus. Mit der eindringenden Luft in die Zelle gelangen auch Pilzsporen hinein, die die Pflanze zusätzlich schädigen. Die Auswirkungen ähneln denen bei einem Befall durch Spinnmilben.

Wenn Sie nebem Thripsen auch noch mit Blattläusen zu kämpfen haben, dann helfen Ihnen diese Tipps weiter (Text geht unter dem Video weiter): 

 

Haben sich sehr viele Gewittertierchen auf Ihrer Pflanze niedergelassen, vertrocknen deren Blätter und werden abgeworfen. Außerdem können Sie zur Verbreitung von Pflanzenviren beitragen. Bei einem größeren Befall ist es daher notwendig, Pflanzenschutz-Maßnahmen in die Wege zu leiten.

 

Welche Hausmittel helfen gegen Thripse?

Als ein effektives Hausmittel gegen Thripse hat sich die Seifenlauge bewährt. Und so einfach geht's: Einen Liter Wasser mit zwei Esslöffeln Olivenöl und einem guten Spritzer Spülmittel vermischen. Geben Sie das Ganze in einen Zerstäuber und sprühen Sie das Mittel auf die betroffene Pflanze. Da Thripse vor allem an der Blattunterseite zu finden sind, dürfen Sie diese nicht vernachlässigen.

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Welche natürlichen Feinde haben diese Insekten?

Wer im Gewächshaus Probleme mit Thripsen hat und auch dort nicht auf chemische Mittel zurückgreifen will, kann seine Pflanzen mithilfe von natürlichen Fressfeinden dieser Schädlinge bekämpfen. Bei Thripsen sind das vor allem Raubmilben. Diese können Sie im Fachhandel erhalten.  Die Nützlinge werden gezielt auf die Pflanzen gesetzt, wodurch Sie Ihre Pflanzen von dem Schädling befreien, ohne dass diese dabei geschädigt werden.

 

Sind Gewittertierchen gefährlich für den Menschen?

Da Thripse besonders bei schwül-warmem Wetter, kurz vor einem Gewitter, vermehrt auftreten, hören sie auch auf die Namen Gewittertierchen oder Gewitterfliege. Bei solch einer Witterung kann es auch vorkommen, dass die Thripse Menschen stechen - das ist lästig, aber nicht gefährlicher als ein Stich ähnlicher Insekten.

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Die Tierchen fühlen sich von unserem Schweißgeruch angezogen und versuchen, mit ihren Mundwerkzeugen die Haut zu durchstechen. Gelingt ihnen das, geben sie dabei noch etwas Speichel ab. Die Folge ist eine rote, entzündliche Schwellung - ähnlich wie bei einem Mückenstich. Auf Blut sind sie allerdings nicht aus: Man nimmt an, dass die Thripse durch unsere Hautausdünstungen fehlgeleitet werden oder dass sie versuchen, Feuchtigkeit aufzunehmen.

 

Was tun gegen Thripse im Haus und auf der Kleidung?

Da Thripse von hellen, leuchtenden Farben angezogen werden, sollten Sie bei der nächsten Gartenparty lieber auf ein dunkleres Outfit setzen, wenn Sie nicht zur Zielscheibe für die Fransenflügler werden wollen. Haben sie sich trotzdem nicht von Ihnen abhalten lassen, können Sie sie einfach abschütteln oder mit einer Fusselrolle abrollen. Die Tierchen bleiben daran haften und lassen Sie in Ruhe.

In der Wohnung hilft es, wenn man die Gewittertierchen einfach mit dem Staubsauer aufsaugt oder mit einem Besen aufkehrt und nach draußen wirft. Da auch oft Jogger unter den Gewitterfliegen leiden, sollten diese am besten eine Schutzbrille beim Laufen tragen. Das verhindert, dass die Tiere ins Auge fliegen und dort Entzündungen auslösen können.

Autor: Karin Eckhold 

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