7 Fragen Thripse: Das können Sie gegen den Schädling tun

Thripse: Das können Sie gegen den Schädling tun
Bei dem Befall mit Thripsen sollten Sie auf jeden Fall handeln, sonst kann Ihre Pflanze absterben.
Inhalt
  1. Wie sehen Thripse aus?
  2. Sind sie gefährlich für den Menschen?
  3. Wie sieht Thripse-Befall bei Pflanzen aus?
  4. Warum sind Thripse schädlich für Pflanzen?
  5. Welches Hausmittel hilft gegen Thripse?
  6. Welche natürlichen Feinde gibt es?
  7. Was tun gegen Thripse im Haus und auf der Kleidung?

Thripse sind unter vielen Namen bekannt: Gewitterwürmer, Gewittertierchen, Gewitterfliegen, Fransenflügler oder Blasenfüße. In Deutschland gibt es circa 200 verschiedene Arten des Schädlings. Aber eines haben sie alle gemeinsam: sie sind lästig.

Und das nicht nur für die Pflanzen sondern auch für den Menschen. Denn wenn sie bei schwülwarmen Wetter in Scharen auftreten kann es schon mal vorkommen, dass sie auch Menschen stechen. Kurios: Selbst in die Musik hat es der Fransenflügler geschafft. Im Titel 'Gewittertierchen' besingt Jasper März den Plagegeist. Für alle die den Pflanzenschädling aber loswerden wollen, anstatt ihn zu besingen, beantworten wir hier die wichtigsten Fragen rund um den Schädling.

 

Wie sehen Thripse aus?

Die ein bis drei Millimeter kleinen Thripse sind dunkelbraun bis braunschwarz gefärbt. Die schmalen, langen Flügel weisen schwarz-weiße Querstreifen auf. Die Larven der Gewittertierchen besitzen keine Flügel und sind gelblich bis weißlich gefärbt. Die Flügel der Thripse sind außen ausgefranst, was Ihnen auch den Namen Fransenflügler einbrachte. Besonders gut können sie damit nicht fliegen, deswegen lassen sie sich oft einfach vom Wind treiben oder bewegen sich krabbelnd fort.

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Sind sie gefährlich für den Menschen?

Besonders bei schwül-warmen Wetter, kurz vor einem Gewitter, treten Thripse vermehrt auf. Das brachte ihnen auch den Namen Gewittertierchen oder Gewitterfliege ein. Bei solch einer Witterung kann es auch vorkommen, dass die Thripse Menschen stechen. Sie fühlen sich von dem Schweißgeruch angezogen und versuchen mit ihren Mundwerkzeugen die Haut zu durchstechen. Wenn es gelingt geben sie noch etwas Speichel ab. Die Folge daraus ist eine rote, entzündliche Schwellung, ähnlich wie bei einem Mückenstich. Dabei ist egal ob es sich um räuberische Arten handelt oder um Pflanzenfresser. Auf Blut sind sie allerdings nicht aus. Man nimmt an, dass die Tierchen durch menschliche Hautausdünstungen fehlgeleitet werden oder das sie versuchen Feuchtigkeit aufzunehmen.

 

Wie sieht Thripse-Befall bei Pflanzen aus?

Thripse saugen mit ihrem Stechrüssel die äußeren Zellen der Blätter aus. Die ausgesogenen Zellen verfärben sich am Anfang gelblich und werden später, durch das Eindringen von Luft silbrig weiß. Ist der Befall mit Thripsen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, dann sehen die Blätter durch die Vielzahl von ausgesogenen Zellen gesprenkelt und fleckig aus. Wenn man genau hinschaut, kann man auch kleine schwarze Punkte auf den Blättern erkennen, dabei handelt es sich um den Kot des Parasiten.

 

Warum sind Thripse schädlich für Pflanzen?

Mit ihren Mundwerkzeugen stechen die Thripse in die einzelnen Zellen der befallenen Pflanze und saugen den Pflanzensaft heraus. Mit der eindringenden Luft in die Zelle, gelangen auch Pilzsporen hinein, die die Pflanze zusätzlich schädigen. Die Auswirkungen ähneln dem Befall durch Spinnmilben. Bei sehr starkem Befall durch Thripse vertrocknen die Blätter und werden abgeworfen. Außerdem können Sie zur Verbreitung von Pflanzenviren beitragen. Ab einem größeren Befall ist es daher notwendig Pflanzenschutz-Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Video: Wenn Sie nebem Thripsen auch noch mit der Weißen Fliege zu kämpfen haben, dann sollten Sie unbedingt das Video schauen. Dort verraten wir Ihnen drei  Hausmittel gegen die Weiße Fliege (Text geht unter dem Video weiter): 

 
 

Welches Hausmittel hilft gegen Thripse?

Als ein effektives Hausmittel gegen Thripse hat sich die Seifenlauge bewährt. Und so einfach geht’s: Einen Liter Wasser mit zwei Esslöffeln Olivenöl und einem guten Spritzer Spülmittel vermischen. Geben Sie das Ganze in einen Zerstäuber und sprühen Sie das Mittel auf die betroffene Pflanze. Da Thripse vor allem an der Blattunterseite zu finden sind, dürfen Sie diese nicht vernachlässigen.

 

Welche natürlichen Feinde gibt es?

Wer nicht auf chemische Mittel zurückgreifen will, kann seine Pflanzen im Gewächshaus auch mit natürlichen Feinden der Thripse behandeln. Diese Nützlinge werden gezielt auf die Pflanzen gesetzt. Dadurch können Sie Ihre Pflanzen von dem Schädling befreien, ohne dass diese dabei geschädigt wird. Fressfeinde der Thripse sind vor allem Raubmilben. Diese können Sie im Fachhandel erhalten.

 

Was tun gegen Thripse im Haus und auf der Kleidung?

Ein richtiges Rezept um Gewittertierchen loszuwerden gibt es leider nicht. Es gibt aber ein paar Tipps, wie man die kleinen Tierchen verjagen kann, wenn sie doch zu lästig werden. Thripse werden von hellen, leuchtenden Farben angezogen. Setzen Sie bei der nächsten Gartenparty also lieber auf ein dunkleres Outfit, wenn Sie nicht Zielscheibe für die Fransenflügler werden wollen. Haben sie es aber doch geschafft, dann können Sie sie einfach abschütteln oder mit einer Fusselrolle abrollen. Die Tierchen bleiben daran haften und lassen Sie in Ruhe. In der Wohnung hilft es, wenn man sie einfach mit dem Staubsauer aufsaugt oder mit einem Besen aufkehrt und nach draußen wirft. Da auch oft Jogger unter den Gewitterfliegen leiden sollten diese am besten eine Schutzbrille beim Laufen tragen. Das verhindert, dass die Tiere ins Auge fliegen und dort Entzündungen auslösen können.

Autor: Karin Eckhold 

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