Gartenschädling Wühlmäuse vertreiben: 7 wirksame Hausmittel gegen Schermäuse

Wühlmäuse, die den ganzen Garten umgraben und sich über die Wurzeln der Pflanzen hermachen sind lästige Zeitgenossen. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Gartenschädling wirksam vertreiben können. 

Wühlmaus im Garten
Wühlmäuse können Ihrem Garten in erheblichem Maße schaden, weil Sie mit Vorliebe Pflanzenwurzeln verspeisen.
Inhalt
  1. Woran erkenne ich Wühlmäuse im Garten
  2. Anzeichen für einen Wühlmaus-Befall
  3. Wühlmäuse bekämpfen mit diesen Hausmitteln 
  4. Mit Lärm gegen Schermäuse vorgehen
  5. Wühlmäuse mit unangenehmen Gerüchen vergrämen
  6. Mit Haaren gegen Wühlmäuse vorgehen
  7. Natürliche Schermausfeinde fördern
  8. Jungbäume mit Wurzelschutzkörben schützen
  9. Abwehrpflanzen zum Schutz vor Schermäusen
  10. Wühlmausfallen aufstellen
 

Woran erkenne ich Wühlmäuse im Garten

Braune Erdhaufen auf der Rasenfläche müssen nicht zwangsläufig auf einen Maulwurf hindeuten, denn auch Wühlmäuse (Arvicolinae) können Gartenliebhaber in den Wahnsinn treiben. Während der unter Artenschutz stehende Maulwurf lediglich den Garten mit den für ihn typischen Maulwurfshügeln verwüstet, richtet die Wühlmaus weitaus größere Schäden an. Die kleinen Nagetiere, die meist zur Art der Schermäuse gehören, fressen mit großer Vorliebe Pflanzenwurzeln aller Art. Ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen neben Kartoffel- und anderen Gemüsepflanzen auch Blumenzwiebeln, Knollen und Obstbaumwurzeln. 

Von einem Maulwurf unterscheiden kann man sie an ihren Bauten. Die Erdhaufen der Wühlmäuse haben das Loch in der Regel seitlich und nicht mittig. Mit der Verwühlprobe können Sie testen, ob der Gang noch bewohnt ist. Legen Sie ihn dafür an einigen Stellen frei und warten Sie ab. Wühlmäuse schließen ihn innerhalb weniger Stunden wieder, Maulwürfe untergraben den Bereich.  Lesen Sie hier weitere Unterschiede zwischen Maulwurf und Wühlmaus. 

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Anzeichen für einen Wühlmaus-Befall

Je nach Pflanzenbestand in Ihrem Garten, können sich die vegetarischen Nager bei Ihnen richtig wohlfühlen. Einen starken Befall merken Sie daran, dass Ihre Gemüseernte deutlich schlechter ausfällt, weil viele Knollen und Wurzeln bereits aufgefressen oder angenagt sind. Junge Obstbäume können so stark geschädigt werden, dass sie komplett absterben und auch Blumenzwiebeln fallen Wühlmäusen häufig zum Opfer, sodass die erwartete Blütenpracht leider ausbleibt. Und dann sind da ja auch noch die Erdhaufen, die die Rasenfläche verunstalten. Bei einem oder mehrerer dieser Anzeichen sollten Sie tätig werden, denn die Weibchen der Schermäuse bringen jedes Jahr bis zu 25 Junge zur Welt, sodass sich der Wühlmaus-Befall schnell zur Plage ausweiten kann. 

 

Wühlmäuse bekämpfen mit diesen Hausmitteln 

Um die Wühlmäuse möglichst nachhaltig aus dem Garten zu vertreiben gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hierbei können sowohl vorbeugende, als auch akute Maßnahmen sinnvoll sein. Ziel sollte es jedoch sein, die unliebsamen Lebewesen auf sanfte Art und Weise zu bekämpfen und es ihnen in Ihrem Garten zum Beispiel durch Lärm oder unliebsamen Geruch ungemütlich zu machen, denn dann verschwinden sie meist von ganz alleine! 

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Mit Lärm gegen Schermäuse vorgehen

Wühlmäuse haben ein ausgeprägtes Gehör und fühlen sich, ähnlich wie auch der Maulwurf, von Geräuschen gestört. Um die Tiere zu stören eignen sich zum Beispiel kleine Windräder, die durch Wind eine Schraubenmutter zum Rotieren bringen und so ein für den Nager unangenehmes Geräusch erzeugen. Auch Geräte, die Ultraschallwellen ausstoßen können sinnvoll sein. Die kleinen solarbetriebenen Geräte werden in die Erde gesteckt und sorgen dort für stetige Schallwellen, die die Tiere vertreiben sollen. Die wohl einfachste Alternative, die für jeden sofort umsetzbar ist, ist das Aufstellen von umgedrehten Glasflaschen. Stellen Sie die Flaschen dazu mit der Öffnung nach unten in die Eingänge. Bei Wind erzeugen Sie ein für die Wühlmaus abschreckendes Pfeifen. 
Als vorbeugende Maßnahme eignet sich zum Beispiel auch ein regelmäßiges Rasenmähen, sowie sportliche Aktivitäten auf dem Rasen, wie das Spielen und Rennen mit dem Hund. Die Bodenerschütterung stellt für die tag- und nachtaktive Maus ebenfalls eine Bedrohung dar, die sie im besten Fall zur Flucht veranlasst. 

 

Wühlmäuse mit unangenehmen Gerüchen vergrämen

Die lästigen Wurzelfresser sind außerdem sehr geruchsempfindlich. So haben sich unter Hobbygärtnern folgende Gerüche bewährt, die direkt in das Gangsystem der Wühlmäuse eingebracht werden sollten:

  • Thuja, Fichte oder Holunder in Form von Jauche
  • Thuja- oder Nussbaumzweige
  • Vergorene Buttermilch
  • Knoblauch
  • Hochprozentiger Alkohol/ Brennspiritus
  • Kräuteröle


Während Buttermilch und Jauche direkt in das Gangsystem gegossen werden können, reicht es bei den Kräuter- öder ätherischen Ölen, wenn ein paar Tropfen auf den Erdhaufen geträufelt werden oder ein Gemisch mit Öl und Wasser im Garten versprüht wird. 

 

Mit Haaren gegen Wühlmäuse vorgehen

Interessanterweise haben Gartenexperten festgestellt, dass auch Haare gegen einen Wühlmaus-Befall helfen sollen. Hier eignen sich sowohl menschliche, als auch Hunde- oder Katzenhaare. Es lohnt sich also, beim Friseur nach ein paar Haarresten zu fragen, die dann anschließen in die Löcher gesteckt werden können. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert! 

Schauen Sie im Video, womit Sie Mäuse im Haus am besten fangen können. (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

 
 

Natürliche Schermausfeinde fördern

Eine Katze im Haus vertreibt die Maus! Ähnlich verhält es sich auch mit der Wühlmaus, denn wenn Sie ihre natürlichen Feinde in Ihrem Garten willkommen heißen, wird die Wühlmaus recht schnell das Nachsehen haben. Bei folgenden Fressfeinden steht der Nager auf dem Speiseplan: 

  • Katze
  • Fuchs
  • Mauswiesel
  • Marder
  • Iltis
  • Eule 
  • Greifvögel


Eine Ecke mit Totholz oder Steinen für den Wiesel, sowie ein passierbarer Gartenzaun für den Fuchs und Sitzstangen für Greifvögel wie Mäusebussarde sind ein paar Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Der NABU schreibt außerdem, dass ein Garten mit Maulwurf meist wühlmausfrei ist, weil auch dieser einer ihrer natürlichen Feinde ist. Der Insektenfresser frisst nämlich gerne die Gelege der Wühlmaus. 

 

Jungbäume mit Wurzelschutzkörben schützen

Hatten Sie bereits mit Wühlmäusen in Ihrem Garten zu kämpfen, empfehlen sich weitere vorbeugende Maßnahmen, zu denen auch sogenannte Wurzelschutz- oder Wühlmauskörbe gehören. Diese bestehen aus einem engen Drahtgeflecht und werden beim Einpflanzen um die Wurzeln gelegt. Die Hauptwurzeln von jungen Bäumen können so effektiv geschützt werden, weil die Wühlmaus nicht durch den Draht an die Wurzeln gelangt.  

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Abwehrpflanzen zum Schutz vor Schermäusen

Auch der Einsatz von Abwehr- oder Lockpflanzen gegen Wühlmäuse hat sich in einigen Gärten bewährt. Sie sind jedoch längst nicht so zuverlässig wie andere Hausmittel. Ziel ist es dabei, Pflanzen wie Kaiserkrone, Wolfsmilch, Knoblauch oder Narzissen als Zwischenpflanzen zu kultivieren und das Nahrungsangebot der Schermaus so deutlich zu verkleinern. Um andere Pflanzen zu schützen können auch gezielt Lockpflanzen wie zum Beispiel Topinambur angepflanzt werden, um die Nager von den anderen Pflanzen abzulenken. Letztere Methode sorgt jedoch nicht dafür, die Wühlmaus ganzheitlich aus dem Garten zu vertreiben und ist daher eher ungeeignet. 

 

Wühlmausfallen aufstellen

Natürlich ist es auch möglich, den Gartenschädling gezielt mit einer Wühlmausfalle zu fangen. Um den kleinen Nagern einen schmerzvollen Tod zu ersparen, der auch aus tierschutzrechtlichen Gründen kritisch zu hinterfragen ist, verzichten wir auf Schlagfallen, bei denen der Wühlmaus das Genick gebrochen wird und setzen stattdessen auf Lebendfallen. Diese sind im Handel erhältlich und können mit Ködern bestückt werden. Möhren oder Selleriestücke haben sich hier bewährt. Tipp: Die schlauen, geruchsempfindlichen Tiere lassen sich nicht so leicht fangen. Die Falle sollten Sie daher nur mit Handschuhen anfassen und anschließend mit Erde einreiben, damit sie möglichst geruchsneutral sind. Gefangene Tiere sollten in weiter Entfernung in die Freiheit entlassen werden. 

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