Mit Hausmitteln Mehltau an Rosen natürlich bekämpfen und vorbeugen

Sie ärgern sich über Mehltau an Ihren Rosen? So bekämpfen Sie ihn mithilfe weniger Hausmittel und beugen neuem vor.

Wie Sie Mehltau an Rosen bekämpfen können, lesen Sie hier.
Echter Mehltau ist vor allem bei Rosen ein echtes Problem für Hobbygärtner.
Inhalt
  1. Unterschiede von Echtem Mehltau und Falschem Mehltau
  2. Echter Mehltau an Rosen: Diese Hausmittel helfen
  3. Wie Sie dem Pilzbefall auf Dauer vorbeugen können

Den Pflänzchen im Garten beim Wachsen zuzusehen kann so schön sein - doch werden diese von Krankheiten befallen, ist es leider schnell vorbei mit der Blumenfreude. Ein besonders verbreiteter Störenfried ist Mehltau, eine durch Pilze hervorgerufene Erkrankung. Wir verraten, woran Sie einen Befall Ihrer Rosen erkennen, wie Sie ihn bekämpfen und ihm vorbeugen können.

Mehr zum Thema Pflanzenschädlinge: 5 Störenfriede erkennen und beseitigen

So sieht Echter Mehltau an Rosen aus.
Echter Mehltau an Rosenblättern.
 

Unterschiede von Echtem Mehltau und Falschem Mehltau

Zunächst einmal gilt es, den Befund an Ihren Rosen richtig einzuordnen, denn Mehltau tritt in zwei verschiedenen Ausprägungen auf. Beide Varianten weisen jeweils andere Symptome auf.

Daran erkennen Sie Echten Mehltau (Schönwetterpilz):

  • bildet sich in (schwül-)warmen, trockenen Perioden (Frühjahr/Spätsommer)
  • weißer, mehliger Belag an der Oberfläche, der sich leicht abwischen lässt
  • Pilzbefall beginnt meist an den Spitzen der Triebe, wandert dann zu den Blättern
  • nach und nach verkümmern die Triebe; braun werdende Blätter
     

Daran erkennen Sie Falschen Mehltau (Schlechtwetterpilz):

  • tritt im kühleren Frühjahr und Herbst bei hoher Luftfeuchtigkeit auf
  • dringt tiefer ins Gewebe der Pflanzen ein und ist nicht nur äußerlich
  • Belag an der Unterseite der Blätter, weißlich-grau bis bräunlich
  • Oberseite der Blätter: braun-gelbe Flecken (auch an Stängeln / Blüten)
     

Beide Sorten des Mehltaus können ähnlich bekämpft werden, wobei sich einige als wirksamer beim Echten Mehltau herausgestellt haben.

Sehen Sie hier (zur Verdeutlichung der Unterschiede) mit Falschem Mehltau befallene Weinblätter:

Falscher Mehltau auf einem Weinblatt.
Weinblatt mit Falschem Mehltau (Oberseite).
Weinblatt mit Falschem Mehltau von unten betrachtet.
Von unten betrachtetes Weinblatt mit Falschem Mehltau.
 

Echter Mehltau an Rosen: Diese Hausmittel helfen

Mehltau mit einer Milch-Wasser-Mischung bekämpfen

Ein einfaches, aber effektives Hausmittel ist Milch. Stellen Sie eine Mischung aus acht Teilen Wasser und einem Teil unbehandelter, frischer Vollmilch her und besprühen Sie die betroffenen Stellen Ihrer Pflanzen mindestens zweimal wöchentlich damit - so kämpfen die Bakterien wirksam gegen den Befall. Wichtig: Mit H-Milch würde das nicht funktionieren. Diese Methode kann auch vorbeugend wöchentlich angewendet werden und hilft besonders gegen Echten Mehltau.

Mit Knoblauch und Acker-Schachthalm gegen Mehltau

Auch ein Acker-Schachtelhalm-Sud aus bekämpft den Pilzbefall: Dafür etwa ein Kilogramm dieses frischen, grob zerkleinerten Krauts einen Tag lang zugedeckt in zehn Litern Wasser ziehen lassen. Dann das Ganze eine halbe Stunde lang köcheln lassen, nach dem Abkühlen abseihen und im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen. Die Blätter der Rosen damit besprühen, innerhalb von zwei Wochen mehrfach wiederholen. Kann auch vorbeugend angewendet werden.

Noch ein wirksames Mittel: So setzen Sie eine Brennnesseljauche an

Insbesondere bei Echtem Mehltau hilft ebenfalls ein Knoblauch-Sud. Schälen und zerkleinern Sie fünf Zehen und übergießen Sie diese mit einem Liter kochendem Wasser. Abgedeckt zehn Minuten ziehen und abkühlen lassen, dann abseihen und die Rosen damit besprühen.

Sehen Sie hier außerdem, welche Hausmittel gegen Blattläuse helfen (Artikel geht unten weiter):

 

Natron als wirksames Mittel gegen Echten Mehltau

Sind Ihre Rosen leicht von Echtem Mehltau befallen, hilft außerdem ein Kur mit Natron: Mischen Sie ein Päckchen davon mit zwei Litern Wasser und zwanzig Millilitern Rapsöl. Diese Mixtur dann regelmäßig auf Ihre Rosen sprühen - gerne auch schon vorbeugend ab dem Frühjahr.

Mehr zum Thema Natron im Garten: Natürliche Alternativen zum Unkrautvernichter

Betroffene Pflanzen schneiden und Reste entsorgen

Generell sollten Sie sehr stark befallene Rosen großzügig zurückschneiden, beziehungsweise die ganze Pflanze entfernen. Da Mehltau höchst ansteckend ist, sollten Sie befallene Pflanzenreste nicht über den Kompost, sondern in der Restmülltonne entsorgen. Achten Sie darauf, Ihr Gartenwerkzeug gut (mit Alkohol) zu reinigen und tragen Sie Handschuhe, da die Pilze allergische Reaktionen auslösen können.

Kehrt der Mehltau trotz der vorgeschlagenen Behandlungsmöglichkeiten regelmäßig zurück, sollten Sie auf jeden Fall den Standort Ihrer Rosen überdenken. In vielen Fällen kommt es zu Pilzerkrankungen, weil die Pflanzen einen zu feuchten Platz haben.

Lesen Sie auch: 7 Duftrosen, die Ihren Balkon oder Garten verzaubern

 

Wie Sie dem Pilzbefall auf Dauer vorbeugen können

  1. Setzen Sie Rosen nicht zu dicht an ihre Artgenossen: Sie können so die Feuchtigkeit des Bodens (durch Gießwasser und Co.) nicht richtig abziehen.
  2. Am Standort sollten keine zu großen Temperaturschwankungen vorherrschen.
  3. Wichtig ist ein heller, luftiger Ort, damit Blätter und Triebe nach Regenfällen ausreichend trocknen können.
  4. Hilfreich kann das Anlegen einer Mischkultur sein: Setzen Sie zwischen die Rosen stark riechende Gewächse wie Kerbel, Basilikum, Dill oder Zwiebeln.
  5. Die Rosen am besten morgens (und von unten) gießen, damit das Wasser besser verdunsten kann und sich nicht auf den Blättern sammelt.
  6. Beim Düngen sollten Sie einen Stickstoffüberschuss vermeiden, weil das Gewebe der Pflanze sonst zu weich und anfällig wird.
  7. Abgefallene Pflanzenteile immer möglichst zeitnah aufsammeln, weil sich über abgestorbene Reste sonst Pilze weiterverbreiten können.
  8. Eine Mulchschicht auf dem Boden kann ebenfalls das Mehltau-Risiko senken.
  9. Fördern Sie das Ansiedeln von Nützlingen wie Marienkäfern in Ihrem Garten, da sie sich an dem Pilzbefall laben.

Insgesamt sollten Sie versuchen, Mehltau besser vorzubeugen und es gar nicht erst zum Ernstfall kommen zu lassen, da es häufig schwierig ist, Rosen und andere Gewächse vollständig von Pilzerkrankungen zu heilen.

Weitere interessante Themen:

Kategorien:
Komm in unsere Community!
Ihr Jahreshoroskop 2019
Abonnieren Sie jetzt unsere Newsletter!
Gesundes Wechselduschen
Acaraa Creme Serum
Natürliche Hautpflege Schöne Haut mit Naturkosmetik
Sturm der Liebe
Hier gibt's alle Infos zu 'Sturm der Liebe'
Haustiere - Hund und Katze
Wir lieben unsere Haustiere
Hufeisen mit Kleeblatt
Unsere Gewinnspiele - viel Glück!
So bereiten Sie Lachs im Backofen zu.
So lecker! Unsere Lieblings-Rezepte
Beliebte Themen
Copyright 2019 liebenswert-magazin.de. All rights reserved.