Blattlaus & Co. Pflanzenschädlinge: Erkennen und beseitigen

Pflanzenschädlinge: Erkennen und besitigen
Sie sind lästig und können großen Schaden anrichten: Pflanzenschädlinge. Wir zeigen Ihnen wie Sie die Plagegeister erkennen und wieder loswerden.
Inhalt
  1. Blattlaus: Der wohl bekannteste Pflanzenschädling 
  2. Wie Wollläuse Pflanzen schädigen
  3. Trauermücke: Der Schädling in der Blumenerde 
  4. So schädigen Spinnmilben Ihre Pflanzen
  5. Die neue Gefahr: Der Buchsbaumzünsler

Kennen Sie das auch: Auf einmal werden die Blätter Ihrer Pflanzen zu Hause oder im Garten welk und vertrocknen, es bilden sich Gespinste, die wie Spinnenweben aussehen, oder ein klebriger Film überzieht Ihre Gewächse? Dann leiden Ihre Blumen unter Pflanzenschädlingen. Vor allem Orchideen und Kakteen fallen Blattlaus und Co. zum Opfer. Doch das muss nicht so bleiben. Um welchen Schädling es sich bei Ihren Pflanzen handelt und wie Sie ihn wieder loswerden erklären wir Ihnen hier.

 

Blattlaus: Der wohl bekannteste Pflanzenschädling 

Blattläuse sind zwischen ein bis zehn Millimeter groß und von den Farben ist alles zwischen hellgrün und dunkelrot zu finden. Ihr Körper ist tropfenförmig und sie besitzen sechs Beine. Sie kommen entweder in großen Kolonien oder in kleineren Gruppen vor. Sie besitzen einen Saugrüssel, mit dem sie den Saft der Pflanze trinken. Dadurch geht die Pflanze ein und vertrocknet. Wenn sie die Pflanze aussaugen, scheiden sie ein klebriges, farbloses Sekret aus - den sogenannten Honigtau. Sie erkennen den Befall daran, dass die ganze Pflanze mit dem Honigtau überzogen ist. Diese Ablagerungen können dazu führen, dass sich der Rußtaupilz auf der Pflanze ansiedeln kann. Flugfähige Blattläuse tragen ein zusätzliches Problem mit sich: Da sie von Pflanze zu Pflanze fliegen können, tragen Sie dazu bei, dass sich Viruserkrankungen, vor allem bei Gartenpflanzen, besser ausbreiten können.

Was Sie gegen Blattläuse tun können

Ein bewährtes Hausmittel gegen Blattläuse ist die Seifenlauge. Um diese Lauge herzustellen benötigen Sie 20 Gramm Kali-Seife und einen Liter lauwarmes Wasser. Geben Sie die Seife in das Wasser und warten Sie, bis sie sich aufgelöst hat. Füllen Sie die Lösung dann in eine Sprühflasche und spritzen Sie die betroffene Pflanze von allen Seiten tropfnass ein. Gut zu wissen: Das Seifenwasser greift nur kleine Insekten wie Blattläuse an. Marienkäffer und Co. bleiben davon unberührt.

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Wie Wollläuse Pflanzen schädigen

Die kleinen weißen, hellbraunen oder rosafarbenen Wollläuse werden auch Schmierläuse genannt und gehören zur Gattung der Schildläuse. Ihr Körper ist mit einer schmierigen Behaarung bedeckt und sie umgeben sich mit einer Wattebausch-ähnlichen Schutzhülle. Dieser Schädling schadet befallenen Pflanzen gleich auf dreifache Weise: Sie saugen den Pflanzensaft aus den Blättern, Stängeln und Wurzeln, dabei geben sie ein Gift und zudem Honigtau ab. Der ruft in der Folge Rußtaupilz hervor. Kleine braune Höcker auf Stängeln und Blättern von Pflanzen sind ein Zeichen für Schildläuse.

Was Sie gegen Wollläuse tun können

Sie sollten die betroffene Pflanze von den anderen isolieren. Dann schneiden Sie die mit Wollläusen besetzten Blätter ab und entsorgen diese im Hausmüll. Danach wird die Pflanze im Waschbecken oder in der Dusche mit einer Duschbrause vorsichtig abgespült, bis keine Lausnester mehr zu sehen sind. Tipp: Geben Sie vorher eine Plastiktüte um die Wurzeln, damit diese bei dem Vorgehen nicht ertränkt werden. Wiederholen Sie diese Prozedur so oft, bis alle Plagegeister verschwunden sind.

Video: Tipps für einen schönen Garten (Text geht unter dem Video weiter):

 
 

Trauermücke: Der Schädling in der Blumenerde 

Die Trauermücke kann eine Körperlänge von bis zu sieben Millimetern erreichen. Ihr schlanker Körper ist dunkel gefärbt. Gut zu wissen: Sie kommt vor allem in größeren Schwärmen vor, die sich von einer feuchten Umgebung angezogen fühlen. Staunässe in den Blumentöpfen sollten Sie daher unbedingt vermeiden. Wenn Ihnen beim Gießen der Pflanzen ein Schwarm von kleinen Fliegen entgegen kommt, dann sind das meistens Trauermücken. Diese nisten sich nämlich in der Blumenerde ein. Bei ausgewachsenen, großen Pflanzen können Sie eigentlich so gut wie keinen Schaden anrichten. Aber vor allem junge Pflanzen können unter dem Schädling leiden. Denn die Larven der Mücke ernähren sich von organischem Material. Im Blumentopf können das auch die Wurzeln sein. Die Verletzungen, die durch den Fraß entstehen, können dann die Angriffsfläche für beispielsweise schädliche Pilze bilden.

Was Sie gegen Trauermücken tun können

Schädlinge wie Trauermücken können mit Gelbpapier bekämpft werden.
Das sogenannte Gelbpapier lockt Trauermücken an. Durch die klebrige Oberfläche bleiben die Schädlinge daran haften - und befallen so nicht Ihre Pflanze.

Trauermücken lieben die Farbe Gelb. Deswegen können Sie Gelbtafeln in den Blumentöpfen aufstellen. Auf beiden Seiten der Tafel befindet sich ein Klebemittel. Wenn die Mücken von der gelben Farbe angelockt werden und die Gelbtafel anfliegen, bleiben Sie daran kleben. Gelbtafeln gibt es in Gartengeschäften und in manchen Drogerien. Eine andere simple Methode: Streichhölzer, mit dem Kopf nach unten, in die Blumenerde stecken. Die Schwefelbestandteile werden durch das Gießwasser gelöst, verteilen sich im Topf und töten die Larven.

 

So schädigen Spinnmilben Ihre Pflanzen

Es gibt circa 1.200 verschiedene Spinnmilben-Arten. Die gemeine Spinnmilbe ist hierzulande am häufigsten anzutreffen. Zu erkennen ist sie an ihren acht Beinen und einem hellgelb-rötlichen, ovalen Körper, der keine Gliederung aufweist. Wie bei den Wollläusen handelt es sich bei der Spinnmilbe um ein saugendes Insekt. Sie saugt der Pflanze im wahrsten Sinne des Wortes das Leben aus. Das führt unweigerlich dazu, dass die Pflanze ausgetrocknet wird und eingeht. Den Schädlingsbefall mit der Spinnmilbe erkennt man an feinen Gespinsten, die an Spinnweben erinnern. Wer genau hinschaut erkennt in den Gespinsten die winzigen Milben. Wenn nichts gegen den Befall getan wird, nehmen die Blätter eine graubraune Färbung an und sterben schließlich ab.

Was Sie gegen Spinnmilben tun können

Spinnmilben lieben das trockene Klima. Durch starken Sonneneinfall am Fenster und durch Heizungsluft, wird das Milieu für Spinnmilben noch verbessert. Deswegen gibt es einen einfachen Weg um die Tierchen loszuwerden: Wässern Sie die befallene Pflanze und besprühen Sie auch die Blätter. Stülpen Sie danach für ein bis zwei Tage einen Kunststoffbeutel über die Pflanze. So entsteht ein feuchtes Klima und die Milben verschwinden.

 

Die neue Gefahr: Der Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler ist ein Pflanzenschädling, der Buchsbäume befällt und diese sogar vollständig zerstören kann. Es handelt sich dabei um einen Falter, der seine Eier hauptsächlich in den Blättern von Buchsbäumen ablegt. Die Raupen die daraus schlüpfen fressen sowohl die Blätter als auch die Rinde der Äste. Die befallenen Pflanzen erkennt man daran, dass sie beige-gelblich aussehen, kaum noch Blätter haben und von den Raupen eingespinnt werden. Die Raupen sind circa fünf Zentimeter lang, grün und schwarz gepunktet. Der Buchsbaumzünsler wurde vermutlich über Containerschiffe aus Ostasien nach Deutschland eingeschleppt.

Was Sie gegen den Buchsbaumzünsler tun können

Zuerst sollten Sie versuchen die Schädlinge mit der Hand ab zu sammeln. Ist der Befall zu groß, dann spritzen Sie den Buchsbaum mit einem Hochdruckreiniger ab. Dann können Sie die heruntergefallenen Raupen aufsammeln. Falls diese Methode auch nichts gegen den Buchsbaumzünsler ausrichten kann, dann sollten Sie zu Insektiziden greifen. Eine Bekämpfung mit Bacillus thuringiensis hat sich dabei als besonders wirksam erwiesen. 

Autor: Karin Eckhold

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