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Spinnmilben: 6 Fragen zum Pflanzenschädling

Neben Blattläusen und Wolläusen sind Spinnmilben häufig bei Garten- und Zimmerpflanzen anzutreffen. Es gibt von ihnen mehr als 1.000 Unterarten. Und obwohl die Tiere sehr klein sind, können Sie großen Schaden anrichten. Wie Sie den Pflanzenschädling wieder loswerden erfahren Sie hier.

Spinnmilben: 6 Fragen zum Pflanzenschädling
Wenn Ihre Pflanze so aussieht, dann können Sie sicher sein, dass sie von Spinnmilben befallen ist. Was Sie gegen den Pflanzenschädling tun können erfahren Sie hier. Foto: BobYue/ iStock
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Was sind Spinnmilben?

Bei Spinnmilben handelt es sich um kleine, meist nicht größer als 0,5 Millimeter große Milben, die je nach Jahreszeit gelbgrün, rot oder braun gefärbt sind. Vor allem die Weibchen nehmen im Winter eine auffällige rote Farbe an. Sie leben an der Unterseite von Pflanzenblättern. Dort spinnen Sie feine Netze zu ihrem Schutz. Den Befall erkennen Sie auch am besten an diesen Gespinsten, da die Tiere meist zu klein sind, um sie mit dem bloßen Auge zu sehen.

Warum sind Spinnmilben gefährlich für Pflanzen?

Die Milben leben bevorzug an der Unterseite der Pflanzen. Dort stechen sie mit ihren Mundwerkzeugen das Gewebe der Pflanze an und saugen den Pflanzensaft aus. Die angestochenen Zellen füllen sich mit Luft und werden als helle Flecken an der Blattoberseite sichtbar. Bei einem größeren Befall können sich die Sprenkel vergrößern und zu einer Fläche zusammenschließen. Am Ende vertrocknen die Blätter, verfärben sich braun oder gelb und werden abgeworfen. Wenn nichts gegen den Milbenbefall getan wird, stirbt die Pflanze ab.

Wie kann man Spinnmilben vorbeugen?

Damit es erst gar nicht zu einem Befall kommt gibt es verschiedene Dinge, die Sie beachten sollten. Zuerst könnten Sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen, denn die kleinen Tierchen fühlen sich vor allem in trockener Umgebung wohl. Deswegen werden Pflanzen vor allem in den Sommermonaten befallen. Es genügt meist schon mit Wasser gefüllte Schalen auf die Heizkörper zu stellen. Sie können Ihre Pflanzen auch regelmäßig abduschen. Milben, die sich zu diesem Zeitpunkt schon auf der Pflanze befinden werden dabei auch abgewaschen. Außerdem sollten Sie die Pflanzen nicht ins direkte Sonnenlicht stellen. Da die Spinnmilben vor allem geschwächte Pflanzen befallen, ist die richtige Düngung entscheidend. Achten Sie auf eine kaliumbetonte Düngung, denn diese festigt das Gewebe und erhöht die Widerstandskraft gegenüber den Schädlingen. Vermeiden Sie dagegen eine stickstoffbetonte Düngung, diese macht das Gewebe weich und anfällig für die Schädlinge.

Welche Hausmittel gibt es gegen Spinnmilben?

Sofern der Befall mit den Spinnmilben noch nicht all zu groß ist können Sie auf die Kaliseifenlösung zurückgreifen. Dafür brauchen Sie Folgendes: einen Liter Wasser, 15 Milliliter flüssige Kaliseife und 15 Milliliter Spiritus. Mischen Sie alle Zutaten zusammen und besprühen Sie die betroffene Pflanze damit. Da eine Anwendung meist nicht ausreicht, wiederholen Sie die Anwendung nach vier bis fünf Tagen noch einmal, solange bis sich keine Spinnmilben mehr sehen lassen.

Video: Damit Sie Ihre Pflanzen auch stilvoll unterbringen können, zeigt das Video wie Sie Pflanzenkübel ganz einfach selbst bauen können (Artikel geht unter dem Video weiter):

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Wie kann man Spinnmilben biologisch bekämpfen?

Eine Möglichkeit die Spinnmilben mit biologischen Mitteln zu bekämpfen sind Raubmilben. Diese können sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus eingesetzt werden. Der Vorteil von Raubmilben ist, dass sie Spinnmilben in jedem Wachstumsstadium fressen. Egal ob als Ei, Larve oder erwachsenen Tier. Einer Massenvermehrung wird so entgegen gewirkt. Versteckt lebende Spinnmilben werden so auch auf aufgespürt und bekämpft. Damit Sie auch Erfolg haben, bei dem Einsatz von Raubmilben müssen Sie folgende Voraussetzungen schaffen: Ideal sind Temperaturen um die 25 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 75 Prozent. Denn dann entwickeln sich die Nützlinge doppelt so schnell wie die Schädlinge.

Wie überwintern Spinnmilben?

Die Spinnmilbe überwintert in Form ihrer roten Winterweibchen. Dabei bevorzugen sie es als Kolonie in abgefallenen und abgestorbenen Blättern, am Boden in Erdlöchern oder in Rindenschuppen zu leben. Eine spezielle Art der Spinnmilbe, die vor allem Gärtnern das Leben schwer macht, die Obstbaumspinnmilbe überwintert in Form ihrer roten Wintereier. Diese werden im Herbst zwischen September und Oktober auf befallene Triebe abgelegt. Diese Eier kommen manchmal so zahlreich vor, das sie an der befallenen Stelle einen rötlichen Schimmer zeigen.

Autor: Karin Eckhold

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