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Zum Schutz Ihrer Pflanzen

Maulwurfsgrillen im Garten bekämpfen: So werden Sie sie los

Wie Sie Maulwurfsgrillen effektiv bekämpfen können, um Schäden an Rasen und Gemüsebeet vorzubeugen oder zu mindern, lesen Sie hier.

Europäische Maulwurfsgrille.
Maulwurfsgrillen leben wie ihre Namensvettern, die Maulwürfe, in unterirdischen Höhlen und besitzen ähnliche Grabschaufeln. Foto: CreativeNature_nl / iStock

Die bei uns beheimatete Europäische Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa), auch als Gemeine Maulwurfsgrille oder Werre bekannt, lässt Hobbygärtner verzweifeln: Dieses Insekt zerstört durch unterirdisch gegrabene, fingerdicke Gänge das Wurzelwerk ihrer Pflanzen und kann auch Rasenflächen großen Schaden zufügen. Teilweise, sollte keine andere Nahrung verfügbar sein, ernährt sie sich auch von den Wurzeln junger Pflanzen, wie zum Beispiel Salat oder Kohlrabi im Gemüsebeet.

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Achtung: Die Maulwurfsgrille ist ein gefährdetes Tier

Bevor Sie allerdings vor lauter Ärger über Ihren in Mitleidenschaft gezogenen Garten sofort schwere Geschütze auffahren, um diesen vermeintlichen Schädling zu bekämpfen, sollte Sie sich dies noch einmal gut überlegen. Die Maulwurfsgrille, die zur Ordnung der Heuschrecken zählt, ist keine generelle Plage. Erst dann, wenn sie in Massen auftreten und Sie einem starkem Befall ausgesetzt sind, sollten Sie sich gegen sie zur Wehr setzen.

Da dieses Insekt unter anderem Schneckeneier, Engerlinge und Drahtwürmer frisst, können Werren auch als Nützlinge verstanden werden. Außerdem ist die Gemeine Maulwurfsgrille zwar nicht geschützt, doch laut NABU wird sie bundesweit in der Roten Liste als "stark gefährdet" geführt - von einer vorschnellen Bekämpfung sollten Sie deshalb lieber absehen.

Woran Sie Maulwurfsgrillen erkennen können

Dieses nachtaktive Insekt verbringt zunächst circa zwei Jahre im Larvenstudium, beziehungsweise in verschiedenen Stadien einer Larve. Anschließend lassen sich die nun erwachsenen Tiere besonders gut an ihren Grabschaufeln erkennen, die denen eines Maulwurfs ähneln. Die Körperlänge einer Maulwurfsgrille beträgt etwa vier bis zehn Zentimeter, ihr Körper weist eine rotbräunliche bis schwarze Färbung auf und ist mit samtigen Härchen bedeckt. Deutlich ausgeprägt sind außerdem die kräftigen Vorderbeine. Bemerkenswert ist auch, dass die ausgewachsenen Tiere fliegen können (wenn auch eher unbeholfen) und sie grillentypische Laute ausstoßen können.

Sehen Sie hier, was Sie gegen einen weiteren Schädling im Garten, die Weiße Fliege, tun können (Artikel geht unter dem Video weiter):

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Natürliche Feinde der Maulwurfsgrille als Gegenspieler

Unter der Erde ist es vor allem der Maulwurf, Namensvetter dieser Grille, der ihr gefährlich werden kann. Doch auch einen Maulwurf wollen die wenigsten Gartenfreunde in ihrer grünen Oase dulden - aus diesem Grund ist es keine besonders sinnvolle Idee, das Vorkommen dieses Tieres zu fördern. Überirdisch werden sie Opfer von Igeln und Krähen, die natürliche Gegenspieler von ihnen sind - doch bei der Bekämpfung von Maulwurfsgrillen können Sie nicht allein auf deren "Hilfe" bauen.

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Wie lassen sich die Heuschrecken einfangen?

Wenn Sie die Werren als generell nützliche Insekten schätzen und Sie ihnen nichts antun möchten, stellen Sie einfach Fallen für sie auf. Graben Sie ebenerdig mehrere große Einmachgläser oder Dosen ein (etwa 10 Zentimeter Tiefe), sodass die Maulwurfsgrillen reinfallen und an den glatten Wänden der Behältnisse abrutschen. Am besten, Sie setzen zusätzlich noch dünne Bretter hochkant auf die Mitte der Öffnungen: So werden die Grillen direkt in die Lebendfallen geleitet, da sie sich gern an Hindernissen entlang hangeln. Kontrollieren Sie Ihre Gläser täglich und haben Sie tatsächlich eine Werre gefangen, tragen Sie sie im verschlossenen Gefäß auf eine entfernte Wiese.

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Mit Nematoden die Maulwurfsgrille bekämpfen

Besonders wirkungsvoll, allerdings auch tödlich für ausgewachsene Grillen, ist eine Behandlung der befallen Erde mit SC-Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer, die Sie im (Internet-)Fachhandel bestellen können, sollten Sie am besten noch vor der Eiablage der Maulwurfsgrillen einsetzen (etwa von April bis Juni).

Mischen Sie dafür die Nematoden mit abgestandenem, lauwarmem Wasser und gießen Sie morgens oder abends die von der Grille befallenen Stellen in Ihrem Garten. Ein Liter dieser Lösung reicht etwa für einen Quadratmeter Boden aus. Haben Sie die Würmer zur biologischen Schädlingsbekämpfung auf die Reise geschickt, dringen die in der Erde angekommenen Nematoden in die Atemöffnungen der Maulwurfsgrillen ein, sodass diese verenden.

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Worauf Sie bei der Bekämpfung verzichten sollten

Häufig wird auch empfohlen, gegen Maulwurfsgrillen sowie deren Larven und Eier mit verschiedenen (Speise-)Ölen anzugehen, die in die Gänge der Insekten gegossen werden. Davon ist allerdings strengstens abzuraten, weil sich diese Öle nicht wieder abbauen und sie im schlimmsten Fall ins Grundwasser gelangen können. Auch der Boden erholt sich von einer solchen Kur nur schlecht.