Befreiende Spülung Nasendusche: Was Sie bei der Anwendung beachten sollten

Eine Nasenspülung kann bei Nasennebenhöhlenentzündung, Erkältungen oder Heuschnupfen hilfreich sein. Lesen Sie hier, wie Sie eine Nasendusche korrekt benutzen und wann Sie besser darauf verzichten.

Wie funktioniert eine Nasendusche?
Mit diesen Tipps befüllen Sie Ihre Nasendusche richtig und setzen sie korrekt an.
Inhalt
  1. Wie funktioniert eine Spülung mit der Nasendusche?
  2. Mit wie viel Salz kann ich die Lösung selbst machen?
  3. Anleitung: So wenden Sie die Nasendusche richtig an
  4. Wie oft kann ich die Nasendusche maximal anwenden?
  5. Wann ist eine Spülung nicht sinnvoll oder sogar schädlich?
  6. Kann ich Nasenspülungen auch vorbeugend anwenden?

Es ist ein mehr als unangenehmes Gefühl, wenn die Nase zu sitzt und das Atmen schwer fällt. In dieser Not kann ein Nasenspray helfen, dass sich sogar selbst herstellen lässt (so bereiten Sie ein sanftes Nasenspray auf Salzbasis zu). Alternativ haben sich aber auch Nasenspülungen bewährt, die vor allem bei einer (chronischen) Nasennebenhöhlenentzündung oder Pollenallergie helfen. Doch worauf muss man bei der Anwendung achten?

 

Wie funktioniert eine Spülung mit der Nasendusche?

Die in Apotheken und Drogerien erhältlichen Nasenduschen sehen meist aus wie kleine Kanister oder Kannen. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Nasenschleimhaut befeuchten und gleichzeitig die Nebenhöhlen mit Wasser spülen, wodurch Bakterien, Viren sowie Pollen und Schleim beseitigt werden. Eine isotonische Kochsalzlösung wird mithilfe der Dusche abwechselnd in beide Nasenlöcher gepumpt und diese läuft dann aus dem jeweils anderen Loch wieder heraus.

Häufig werden die Behälter zusammen mit vorportionierten Salztütchen oder konzentrierten Salzlösungen verkauft - sie können diese aber auch selbst herstellen.

 

Mit wie viel Salz kann ich die Lösung selbst machen?

Wenn Sie Ihre Spülflüssigkeit selbst anmischen möchten, sollten Sie auf die richtige Salzkonzentration achten. Zu viel oder zu wenig davon würde die Nasenschleimhaut stark schädigen und Schmerzen verursachen. Darüber hinaus sollten Sie kein Salz verwenden, das Jod, Fluorid oder Trenn- und Rieselhilfsmittel enthält, da diese ebenfalls für Reizungen sorgen würden. Am besten eignet sich Meersalz für Ihre Spülung.

So stellen Sie Ihre Spüllösung richtig her: Geben Sie auf einen halben Liter lauwarmes Leitungswasser (im besten Fall sogar destilliertes oder sterilisiertes Wasser) exakt 4,5 Gramm Salz (etwa einen Teelöffel). Dies entspricht dem empfohlenen Wert von 0,9 Gramm pro 100 Milliliter Wasser, der dem Salzgehalt menschlicher Körperflüssigkeiten (zum Beispiel der Tränenflüssigkeit) gleicht. Checken Sie Ihre Küchenwaage zu Hause, ob sie bis auf Nachkommastellen abwiegen kann. Das Salz sollte sich komplett im Wasser aufgelöst haben, bevor Sie die Spülung machen.

Wichtig: Die Spülflüssigkeit sollte immer wieder frisch hergestellt werden.

Sehen Sie hier wertvolle Tipps für den Umgang mit einer Nasennebenhöhlenentzündung (Artikel geht unten weiter):

 
 

Anleitung: So wenden Sie die Nasendusche richtig an

Generell ist es wichtig, bei Nasenspülungen besonders auf die Hygiene zu achten: Waschen Sie sich vor jeder Anwendung die Hände und teilen Sie sich einen Behälter nicht mit anderen Familienmitgliedern. Reinigen Sie ihn außerdem regelmäßig. Benutzen Sie einen mehrfach verwendbaren Behälter, sollten Sie diesen vor und nach dem nächsten Gebrauch gründlich auswaschen und kopfüber an der Luft trocknen lassen. Manche Geräte lassen sich sogar in der Spülmaschine reinigen. Einige Hersteller raten dazu, die Nasenduschen nach etwa einem Jahr auszutauschen.

Der korrekte Ablauf einer Nasenspülung

1. Befüllen Sie zur Benutzung Ihrer Nasendusche diese mit Ihrer lauwarmen Kochsalzlösung - orientieren Sie sich für die richtige Menge am meist vorgezeichneten Messstrich Ihres Behälters. Gießen Sie die überschüssige Menge weg und verwenden Sie diese nicht weiter.

2. Beugen Sie sich nach vorne über das Waschbecken und legen Sie Ihren Kopf zur Seite. Am besten halten Sie ihn in einem 45-Grad-Winkel, damit das Wasser optimal abfließen kann.

Sehen Sie in dieser Grafik, wie Sie Ihren Kopf während der Anwendung richtig halten (Abbildung rechts):

So wenden Sie eine Nasendusche richtig an.
Links im Bild sehen Sie, wie Sie besser nicht vorgehen sollten.

3. Führen Sie die Tülle Ihrer Nasendusche vorsichtig zunächst in das obere, zur Decke zeigende Nasenloch. Achten Sie dabei darauf, diese nicht zu weit in die Nase oder an die Nasenscheidewand hineinzuschieben.

4. Öffnen Sie den Mund leicht, da sonst Flüssigkeit in den Rachen laufen kann, und spritzen Sie mit der Dusche etwas Flüssigkeit ins Nasenloch. Sollte doch einmal etwas von der Lösung in den Mund gelangen, können Sie diese ausspucken oder auch herunterschlucken.

Tipp: Während der Nasenspülung immer durch den Mund atmen und nur sanft spülen! Sollte die Flüssigkeit nicht richtig durchkommen, können Sie versuchen, Sie zunächst durch das andere Nasenloch zu spülen. Sonst am nächsten Tag noch einmal versuchen oder Ihren Arzt um Rat fragen. Übrigens: Nach dem Spülen dürfen Sie auch leicht ausschnäuzen, allerdings immer nur durch ein Nasenloch.

5. Haben Sie das erste Nasenloch mit etwa der Hälfte der Flüssigkeit gespült, legen Sie Ihren Kopf zur anderen Seite und wiederholen Sie den Vorgang mit dem anderen, nun zur Decke zeigenden Nasenloch. Atmen Sie anschließend durch beide Nasenlöcher aus, bevor Sie wieder durch die Nase einatmen.

Lesen Sie auch: Wie Sie Ihre Nase wirklich richtig putzen

 

Wie oft kann ich die Nasendusche maximal anwenden?

Machen Sie am besten nur im akuten Krankheitsfall, beziehungsweise bei starkem Heuschnupfen, eine Nasendusche. Dann können Sie Ihre Nase täglich für nicht länger als eine Woche damit reinigen, um Beschwerden kurzfristig zu lindern. Machen Sie die Nasenspülung in dieser Zeit ein- bis zweimal am Tag.

Stellt sich allerdings keine Besserung ein, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Treten im Zuge einer Nasenspülung Kopfschmerzen auf, sollte sich das auf jeden Fall auch ein (Hals-Nasen-Ohren-)Arzt anschauen.

 

Wann ist eine Spülung nicht sinnvoll oder sogar schädlich?

Die Anwendung einer Nasendusche hilft nur bedingt bei besonders starkem Schnupfen, wenn die Schleimhaut besonders angeschwollen ist und die Spülflüssigkeit nicht richtig ablaufen kann. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, etwa zehn Minuten vorher zusätzlich ein Nasenspray (ohne Kortison) anzuwenden.

Auf eine Spülung verzichten sollten Sie, sofern Ihre Nase blutet oder die Nebenhöhlenwände verletzt oder stark entzündet und vereitert sind.

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Kann ich Nasenspülungen auch vorbeugend anwenden?

Zwar gibt es Studien (aus Deutschland und Tschechien), die eine vorbeugende Wirkung von Nasenspülungen nahelegen, beziehungsweise die davon ausgehen, dass auftretende Beschwerden dadurch schwächer ausfallen, doch es gibt auch Hinweise auf gegenteilige Effekte. Laut der American Academy of Allergy, Asthma and Immunology ist eine dauerhafte, vermeintlich zur Vorbeugung eingesetzte Nasenspülung nicht sinnvoll: In einer Studie fand sie heraus, dass Probanden, die keine Nasendusche mehr verwendeten, zu 63 Prozent seltener an wiederkehrenden Entzündungen der Nasennebenhöhlen erkrankten.

Setzen Sie eine Nasendusche deshalb am besten nur im Akutfall ein. Dazu rät auch die Deutsche Lungenstiftung e.V. (DLS), die sogar eine Warnung ausspricht: "Die regelmäßige Nasendusche beim sonst Gesunden erhöht nach einer groß angelegten neueren Studie (Anmerkung der Redaktion: die oben genannte Studie der AAAAI) die Infektionsgefahr der oberen Atemwege." Diese Reinigung der Nase führe auf Dauer zur Schädigung der Schleimhaut und einem geringeren Immunschutz. Selbst wenn die Nasendusche nicht bei jedem gesunden Menschen zu gehäuften Erkrankungen führe, sei eine vorsorglich eingesetzte Spülung "nach allen Studiendaten, die wissenschaftlich begründete Ergebnisse beisteuern" zumindest nicht nützlich. "Lediglich im Rahmen der akuten Nasennebenhöhleninfektion" helfe eine Nasendusche dabei, Beschwerden und Krankheitsdauer zu reduzieren.

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