Neue, einfache Formel Idealgewicht berechnen: Wie viel sollte ich wirklich wiegen?

Um sein Idealgewicht herauszufinden, gibt es nun eine Formel, die mehr über unsere Gesundheit aussagt als der Body-Mass-Index (BMI). Wie Sie Ihr ideales Körpergewicht berechnen und warum ein paar Zusatzkilos nicht schlimm sind.

Mithilfe einer neuen Formel lässt sich das Idealgewicht besser berechnen.
Für Ihr Idealgewicht ist die Zahl auf der Waage gar nicht so entscheidend - sie verrät uns wenig darüber, ob wir zu dick sind. Es kommt vielmehr darauf an, wo unsere Pölsterchen sitzen.
Inhalt
  1. Wovor ein paar Extrapfunde schützen können
  2. Verschiedene Ansätze, um Idealgewicht zu berechnen
  3. Neue Formel: Das Taille-Hüft-Verhältnis (THV)
  4. Vorsicht bei Fettpölsterchen am Bauch
  5. Generell gilt: Birnenform ist besser als Apfel

Aktuell haben sich mehr als 2.000 Ärzte zusammengeschlossen und eine Petition gegen Fehlernährung unterschrieben, denn: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist übergewichtig. Das kann zum Problem werden, weil zu viele Extrapfunde das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen können. Doch keine Sorge, Sie müssen ab jetzt keine strenge Diät halten - ein paar Pölsterchen sind unproblematisch, solange sie an den richtigen Stellen sitzen.

 

Wovor ein paar Extrapfunde schützen können

Die Auswertung von mehr als 40 internationalen Studien zeigt Überraschendes: Ein paar Kilogramm mehr können Osteoporose, Diabetes und sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern.

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Eine mögliche Erklärung stammt ebenfalls aus der neueren Forschung: Das an Hüfte, Po und an den Oberschenkeln sitzende Fett produziert hilfreiche Hormone, die etwa unsere Arterien vor Verkalkung schützen und den Blutzuckerspiegel kontrollieren. Auch bei schweren Erkrankungen wie Rheuma, Krebs oder Nierenleiden haben etwas fülligere Menschen gegenüber den ganz schlanken einen Vorteil.

 

Verschiedene Ansätze, um Idealgewicht zu berechnen

Doch wo liegt die Grenze zwischen etwas mehr und zu viel? Lange Zeit haben Ärzte das Über- beziehungsweise Idealgewicht mit einer einfachen Formel berechnet: Körpergröße minus 100 für Männer, Körpergröße minus 110 für Frauen. Ist eine Frau 165 Zentimeter groß, liegt ihr Idealgewicht laut dieser Formel bei 55 Kilogramm.

Sehen Sie hier, wie Sie ungesundes Bauchfett loswerden können (Artikel geht unten weiter):

 

Body-Mass-Index (BMI) ist nicht mehr gefragt

Danach kam der Body-Mass-Index (BMI). Man teilt das Körpergewicht (in Kilogramm) durch die Körpergröße (in Metern zum Quadrat). Bei zu hohen Werten - Männer über 25, Frauen über 24 - hat man Übergewicht. Inzwischen gilt der BMI als nicht mehr aussagekräftig genug. Denn er berücksichtigt weder Fett- noch Muskelmasse. Muskeln sind schwerer als Fett - das heißt, ein Leistungssportler darf relativ viel wiegen. Sein BMI wäre hoch, er selbst aber alles andere als zum Beispiel diabetesgefährdet. So kommt der Boxer Wladimir Klitschko wegen seiner Muskelmasse auf einen BMI von 28 – laut Tabelle wäre er damit fast schon krankhaft übergewichtig.

 

Neue Formel: Das Taille-Hüft-Verhältnis (THV)

Der BMI spielt keine Rolle etwa für das Schlaganfall- oder Infarktrisiko. Denn: Wo sitzt das Fett am Körper? Wie muskulös, wie schmal oder stämmig ist jemand? All diese unberücksichtigten Faktoren sind jedoch wichtig, um bedenkliches Übergewicht sicher zu erkennen. Deshalb ist jetzt das Taille-Hüft-Verhältnis, kurz THV, gefragt: Es gibt einen Hinweis darauf, ob die Fettverteilung unseres Körpers günstig ist.

Dafür wird die Taille am Bauchnabel, die Hüfte an der dicksten Stelle des Pos gemessen. Dann wird der Wert des Taillenumfangs durch den Wert des Hüftumfangs geteilt. Als gesundheitlich ideal gilt bei Männern ein Ergebnis bis 1, bei Frauen ein Ergebnis bis 0,85. Also zum Beispiel: Den Taillenumfang von 75 Zentimetern durch den Hüftumfang von 110 Zentimetern teilen. Das Ergebnis ist 0,68 und damit ideal.

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Vorsicht bei Fettpölsterchen am Bauch

Gefährlich wird es, wenn die oben genannten Werte deutlich überschritten werden. Dann sammelt sich das Fett größtenteils am Bauch an und sitzt auch unter der Muskelmasse. Dieses sogenannte viszerale Fett wirkt wie ein Beschleuniger bei zahlreichen schweren Krankheiten, denn das Fettgewebe produziert Signalstoffe und setzt schlechte Fettsäuren frei, die Entzündungen im Körper fördern und sogar Blutgefäße schädigen.

 

Generell gilt: Birnenform ist besser als Apfel

Beim Apfeltyp (vor allem Männer) speichert der Körper viel Fett am Bauch. Zu viel davon schüttet Fettsäuren aus, die Entzündungen auslösen. Beim Birnentyp (vor allem Frauen) wird das Fett vor allem unter der Haut gelagert. Es fängt schädliche Fettsäuren ein und schützt so vor Erkrankungen.

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