Infarkt im Bein Arteriosklerose: Arterienverkalkung rechtzeitig erkennen

Unter Arteriosklerose versteht man eine Arterienverkalkung. Wie Sie die Krankheit rechtzeitig erkennen, erfahren Sie hier.

Arteriosklerose: Der Infarkt im Bein
Arteriosklerose: Der Infarkt im Bein
Inhalt
  1. Arteriosklerose erkennen
  2. Wie viele sind davon betroffen?
  3. Wer gehört zur Risikogruppe?
  4. Wie wird Arteriosklerose behandelt?
  5. Wie kann ich mich vor Arteriosklerose schützen?
  6. Wie entsteht die Verkalkung?

 

 

Arteriosklerose erkennen

Es beginnt meist ganz harmlos: Beim Gehen verkrampft sich die Wade, der Oberschenkel schmerzt oder es sticht im Knöchel. Spätestens, wenn diese Beschwerden immer öfter auftreten, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Denn hinter den Beschwerden verbergen sich oft Durchblutungsstörungen, die unbehandelt einen Infarkt im Bein verursachen können. Dabei verstopft ein Pfropf eine verkalkte bzw. verengte Schlagader – das Blut kann nicht mehr fließen. Ein weiteres Indiz für die sogenannte Arteriosklerose, also einen Arterienverschluss: Sobald man stehenbleibt, werden die Schmerzen besser. Unbehandelt verschlechtert sich die Durchblutung so sehr, dass Gewebeteile absterben können. Im schlimmsten Fall muss das Bein amputiert werden.

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Wie viele sind davon betroffen?

Rund sechs Millionen Gefäßkranke leben in Deutschland. Dr. Holger Lawall, Chefarzt des Hamburger Asklepios Westklinikums, Abteilung für Gefäßmedizin, schätzt, dass jeder Fünfte über 65-Jährige betroffen ist. Viele sind zugleich zuckerkrank oder haben verengte Herzkranzgefäße. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Betroffene deshalb unbedingt einen Experten für Gefäßerkrankungen (Angiologe) aufsuchen. Liegt eine Durchblutungsstörung vor, wird die Gliedmaße nicht mehr ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt. Dadurch verkrampft der Muskel, das Bein schmerzt.

 

Wer gehört zur Risikogruppe?

Treffen kann ein Beininfarkt jeden – doch besonders Ältere sollten auf Warnsignale achten. Erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und erbliche Vorbelastungen spielen eine große Rolle. Deswegen ist eine jährliche Untersuchung vom Arzt ratsam. Der größte Risikofaktor ist jedoch das Rauchen.

 

Wie wird Arteriosklerose behandelt?

Im Anfangsstadium können bestimmte Medikamente die Fließeigenschaft der roten Blutkörperchen verbessern. Lässt sich die Durchblutung des Beins jedoch so nicht wiederherstellen, kann eine sogenannte Stent-Implantation helfen. Diese wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Hierbei wird in die verengte Ader ein circa ein bis zwei Zentimeter langes Metallgeflecht eingeführt. Dieses wird dann geweitet und hält so die Ader offen – das Blut kann wieder ungehindert fließen. Danach verordnet der Arzt meist Medikamente, die die Bildung von Blutgerinnseln im Bereich des eingesetzten Stents vermeiden sollen. Außerdem wird einige Monate nach dem Eingriff noch eine Kontrolle durchgeführt. Seit neuestem ist es sogar möglich, mit hochmodernen Computertomografen das Innere des Stents darzustellen. Grundsätzlich können Patienten schon eine Woche nach dem Eingriff wieder ihren alltäglichen Tätigkeiten nachgehen.

 

Wie kann ich mich vor Arteriosklerose schützen?

Die wichtigste Maßnahme ist in jedem Fall eine gesunde Lebensweise. Regelmäßige und ausdauernde Bewegung, viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, Alkohol nur in Maßen und der völlige Verzicht auf Zigaretten sind der beste Schutz vor Durchblutungsstörungen.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

 
 

Wie entsteht die Verkalkung?

Eine Arterienverkalkung äußert sich meist in Durchblutungsstörungen. Die zunächst gesunde Arterie (1) wird in einem schleichenden Prozess immer weiter durch Fette und Kalk verstopft. Dabei wird die Gefäßwand immer starrer und dicker (2), bis sie schließlich ganz verschließt. Nun besteht ein erhöhtes Risiko, dass selbst kleine Blutgerinnsel einen Gefäßverschluss hervorrufen können. Dieser hat meist schlimme Folgen: Unter anderem kann es zu Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall oder sogar einem Herzinfarkt führen. Doch es gibt wirksame Maßnahmen, um vorzubeugen.

Quelle : Mach mal Pause

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