Reiterhosensyndrom Lipödem: Symptome, Diagnose und Behandlung

Lipödem: Symptome, Diagnose und Behandlung.
Bei einem Lipödem ist das Gewebe sehr druckempfindlich.
Inhalt
  1. Ab wann spricht man von einem Lipödem?
  2. Ist es immer mit Schmerzen verbunden?
  3. Ist ein Lipödem ansteckend?
  4. Ist es heilbar?
  5. Welche Behandlungen gibt es?
  6. Was darf ich bei einem Lipödem essen?
  7. Ab wann wird ein Lipödem operiert?

Die Beine werden immer dicker und kein Sport und keine Ernährung helfen: Darunter leiden Menschen mit Lipödem. Wir erklären die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. 

Bei einem Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung. Diese tritt vor allem an Ober-und Unterschenkeln auf und wird daher oft auch als Reiterhosensyndrom bezeichnet. Fettansammlungen sind aber auch um die Hüften und an den Armen möglich. Auffällig bei einem Lipödem ist, dass die Proportionen des Körpers durch die Flüssigkeitsansammlung im Gewebe nicht mehr stimmen. Der Rumpf ist beispielsweise sehr dünn, während die Beine stark an Umfang gewinnen. Bei schwereren Fällen sind auch Fettwülste, beispielsweise über den Kniescheiben, möglich.

 

Ab wann spricht man von einem Lipödem?

Zu den Symptomen gehören immer größer werdende starke Schwellungen in den oben genannten Bereichen. Ernährungsumstellungen und Sport ändern nichts an den Fettansammlungen.  

Die betroffenen Stellen haben eine extreme Druckempfindlichkeit und schmerzen, wenn Druck ausgeübt wird. Grundsätzlich lässt sich das Gewebe schwer eindrücken.

Außerdem berichten Patientinnen immer wieder, dass sie an den Beinen zu blauen Flecken neigen. Die Haut ist zusätzlich von Dellen gekennzeichnet und fühlt sich oft kühl an.

An einem Lipödem leiden zu einem Großteil Frauen. Die wenigen betroffenen Männer leiden vielfach an hormonellen Störungen, die die Fettverteilungsstörung entstehen lassen.

Aber: Nur ein Arzt kann diagnostizieren, ob Sie an einem Lipödem leiden. Erster Ansprechpartner sollte ein Lymphologe oder Phlebologe sein.

 

Ist es immer mit Schmerzen verbunden?

Im ersten Stadium sind oft wenige Schmerzen zu spüren. Je stärker das Lipödem allerdings ausgeprägt ist, desto häufiger treten sie auf. Vor allem bei großer Belastung leiden die Betroffenen beispielsweise unter schweren Beinen, Druck oder anderen Schmerzen.

Nicht zu unterschätzen ist auch das psychische Leid der Patienten. Da Diäten und Sport nichts ausrichten, leiden Patienten oft unter ihrem Aussehen - oder auch unter den fiesen Kommentaren unsensibler Mitmenschen.

In diesem Video erfahren Sie die Warnsignale einer Thrombose (Artikel geht unter dem Video weiter):

 
 

Ist ein Lipödem ansteckend?

Möglicherweise ist die Veranlagung dafür vererbbar. Generell wird noch erforscht, welche Einflüsse für ein Lipödem verantwortlich sind. Meistens entwickeln sich Lipödeme in Zeiten hormoneller Umstellung: Pubertät, Schwangerschaft und während der Wechseljahre.

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Ist es heilbar?

Es gibt keine Behandlung, die die Krankheit direkt bekämpfen kann. Daher gilt ein Lipödem als unheilbar. Allerdings können verschiedene Therapiemöglichkeiten die Beschwerden  lindern. Hiermit beginnt man meist im zweiten Stadium. Das heißt, wenn das Lipödem schon gut sichtbar ist.

 

Welche Behandlungen gibt es?

Ärzte empfehlen eine Entstauungs-und Kompressionstherapie. In welcher Intensität die Behandlung vollzogen wird, entscheidet der Arzt von Fall zu Fall. Neben Kompressionsstrümpfen helfen Lymphdrainage und Beinbandagen. Die Haut sollte außerdem täglich mit ph-neutralen Cremes gepflegt werden.

 

Was darf ich bei einem Lipödem essen?

Grundsätzlich sollten sich Betroffene gesund und ausgewogen ernähren, um so ein grundsätzliches Übergewicht zu vermeiden. Zusätzlich sind Sportarten, die im Wasser stattfinden, wie Aqua-Aerobic, zu empfehlen. Diese schonen die Gelenke. Beim Sport sollten immer Kompressionsstrümpfe getragen werden.

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Ab wann wird ein Lipödem operiert?

In späteren Stadien ist eine Fettabsaugung (Liposuktion) für viele Menschen eine Hilfe. Diese entfernt das kranke Fettgewebe. Dauerhaft ist diese Lösung allerdings nicht immer, da die kranken Fettzellen nachwachsen können. Auf die Patienten kommen mit einer Operation hohe Kosten zu. Bislang wird nur in Einzelfällen eine Operation von der Krankenkasse bezahlt.

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