Pflegeleichte Zimmerpflanze

Glücksfeder pflegen: Alles zu Standort, Gießen und Düngen der Zamie

Wer die Glücksfeder richtig pflegt, hat lange Freude an ihr. Dabei verzeiht die Zamioculcas zamiifolia viele Fehler – aber nicht alle.

Glücksfeder auf der Fensterbank
An einem Nordfenster gedeiht die Glücksfeder besonders gut. Ist es hell ohne direktes Sonnenlicht, wächst die Zamioculcas zamiifolia schnell und bekommt relativ helle Blätter. Foto: iStock/Nataliia Tymofieieva
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Die Glücksfeder ist eine beliebte Zimmerpflanze. Kein Wunder: Sie ist äußert pflegeleicht und verzeiht viele Fehler. Auch für Pflanzenfreund*innen ohne grünen Daumen ist sie deshalb gut geeignet. Wer ihr ein besonders schönes Zuhause schenken will, sollte sich dennoch an einige Pflegehinweise halten.

Unsere Kollegen und Kolleginnen von Selbst stellen im Video weitere pflegeleichte Zimmerpflanzen vor. Der Artikel geht darunter weiter.

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Video: Xcel Produktion

Der richtige Standort für die Glücksfeder

Die Glücksfeder stammt aus tiefen Wäldern und ist entsprechend anpassungsfähig. Solange pralle Sonne gemieden wird, ist die Pflanze zufrieden. Es gilt: Je mehr Licht, desto heller sind die Blätter und schneller wächst die Zamioculcas zamiifolia. Aber auch in dunklen Zimmerecken gedeiht die Pflanze. Wenn das Licht hauptsächlich aus einer Richtung kommt, sollte der Blumentopf regelmäßig gedreht werden. Die Blätter neigen sich nämlich in Richtung des Lichts – so kann die Pflanze in Schieflage geraten.

Auch bei der Temperatur ist die Glücksfeder tolerant. Am liebsten hat sie es bei 18 bis 25 Grad. Sogar mäßige Zugluft verträgt das Aronstabgewächs, sofern die Temperatur dadurch nicht unter 16 Grad fällt. Im Sommer darf die Zamioculcas also auch gern einen schattigen Balkon verschönern.

Wie oft sollte man die Glücksfeder umtopfen und welches Substrat eignet sich?

Die Zamie, wie die Glücksfeder im Volksmund auch genannt wird, ist auch beim Umtopfen sehr anfänger*innenfreundlich: Schauen die Wurzeln unten aus den Löchern des Topfes heraus, ist es Zeit für ein neues Zuhause. Bei Jungpflanzen ist das etwa einmal im Jahr der Fall, bei älteren meist alle zwei Jahre. Der neue Topf sollte im Durchmesser etwa 4 cm größer sein und mehrere Löcher haben, um Staunässe zu vermeiden. Alternativ füllen Sie unten eine Drainageschicht aus Kies ein oder verwenden ein spezielles Drainagekissen.  

Beim Umtopfen wird zuerst der Wurzelballen der Zamioculcas begutachtet. Sind die Wurzeln unten bereits im Kreis gewachsen? Dann mit einer scharfen, sauberen Pflanzenschere zurückschneiden bis sie wieder gerade nach unten wachsen. Gesunde Wurzeln sind sehr hell und fest. Braune oder matschige Wurzeln auch zurückschneiden, damit sich von ihnen keine Krankheiten ausbreiten.

Palmenerde ist das ideale Substrat. Sie könnten aber auch Blumenerde mit Sand oder Tongranulat. Denn zu feucht hat es die afrikanische Pflanze gar nicht gern. Schnell bildet sich sonst Wurzelfäule und Schimmel in der Erde. Etwas von dem Substrat unten in den Topf füllen, die Glücksfeder mittig daraufstellen und mit Erde auffüllen. Nach dem Umtopfen geben Sie der Pflanze eine Woche Zeit, sich an ihr neues Zuhause zu gewöhnen und gießen erst dann an.

Tipp: Wäre der nächstgrößere Topf zu wuchtig für Ihre Fensterbank? Dann können Sie den Wurzelballen vorsichtig teilen und so aus einer Pflanze zwei machen. Da die Wurzel der Glücksfeder aus einzelnen kartoffelähnlichen Knollen besteht, ist das Teilen sehr einfach. Vielleicht freut sich ja eine Freundin oder Nachbarin über die zweite pflegeleichte Zimmerpflanze?

Ist die Glücksfeder giftig?

Die Zamioculcas ist leicht giftig für Katzen, Hunde und Menschen. Sie kann beim Verzehr zu Magenproblemen führen. Eigentlich schreckt ihr bitterer Geschmack Tiere und Kleinkinder bereits ab – ganz sicher sein kann man aber nie. Sie kennen Ihre Schützlinge am besten. Wenn diese öfter mal etwas im Mund haben, was da eigentlich nicht hingehört, stellen Sie die Glücksfeder bitte außer Reichweite.

Wie bringe ich die Zamioculcas zamiifolia zum Blühen?

Ein dicker Kolben und ein einzelnes hellgrünes Kelchblatt machen die Blüte der Zamioculcas zamiifolia aus
Die Blüte der Zamioculcas zamiifolia ist eher unspektakulär – stellt allerdings einen Orden an den Gärtner oder die Gärtnerin dar. Denn nur unter exzellenter Pflege blüht die Glücksfeder. Foto: iStock/Nemer-T

Die Glücksfeder blüht als Zimmerpflanze nur äußerst selten. Die besten Chancen haben Sie, wenn die Pflanze wie zu Hause im afrikanischen Wald fühlt. Besonders auf die ideale Temperatur um die 25 Grad und das richtige Gießen kommt es an (s. kommender Abschnitt). Stimmt alles, könnte sich im Spätsommer die Blüte des Aronstabgewächses zeigen. Diese erinnert mit ihrem langen Kolben etwas an das Einblatt, ist jedoch zart grün und befindet sich direkt an der Erde. So kann die Blüte der Zamioculcas auch leicht übersehen werden, obwohl sie bis zu 30 cm hoch werden kann.

So wird die Glücksfeder richtig gegossen

Bei der Wassergabe ist für die Glücksfeder nur eines wichtig: Bitte nicht zu viel. Die Sukkulente speichert in ihren Federblättchen und dem verdickten Mittelteil Wasser ein und übersteht so auch längere Trockenheit. Gießen Sie frühestens, wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter des Substrats bröselig trocken sind. Sie können sogar warten, bis die komplette Erde trocken ist. Dafür eignen sich spezielle Feuchtigkeitsmessgeräte. In die Erde stecken und erst gießen, wenn die Nadel auf „Trocken“ zeigt. Als Faustregel gilt: In der Wachtumsphase von März bis Oktober etwa alle zwei Wochen gießen, im Winter alle vier Wochen. Nach dem Gießen gut abtropfen lassen.

Muss die Zamioculcas besprüht werden?

Eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit braucht die Zimmerpflanze nicht. Sie muss also nicht zwingend besprüht werden. Im Winter, bei besonders trockener Heizungsluft, kann es ihr allerdings gut tun. Und es hilft, Staub von den Blättern zu waschen. So glänzen sie besonders schön.

Welcher Dünger eignet sich für die Zamie?

Von März bis Oktober unterstützt eine mäßige Düngung den Wachstum der Zimmerpflanze. Trockener Langzeitdünger für Palmen* stellt sicher, dass die Zamioculcas keinen Nährstoffüberschuss hat. Je nach Packungsanweisung dosieren.

Kann ich die Glücksfeder mit Hausmitteln düngen?

Hausmittel haben weniger Nährstoffe als ein Flüssigdünger. Deshalb können Sie zum Beispiel abgestandenen Tee, Gemüsewasser vom Kochen oder Kaffeereste zum Gießen verwenden ohne eine Überdüngung zu befürchten.  

Gelbe Blätter bei der Glücksfeder und andere Warnsignale

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Zamioculcas zamiifolia mit gleichmäßig ergelbenden Blättern
Foto: iStock/Dragonite_East

Brrr, ist das kalt! Unter 15 Grad fühlt sich die Zimmerpflanze gar nicht wohl. Das sieht man ihr an: Ihre Blätter werden gleichmäßig gelb. Was Sie dagegen tun können: Überprüfen Sie den Standort. Steht die Zamioculcas in der Nähe einer Tür, einer Lüftung oder eines Fensters? Hier kann Zugluft für kältere Temperaturen sorgen. Gerade im Winter sollten Sie beim Lüften den Topf vom Fenster wegstellen.

Wenn ein alternativer Standort mit ganzjährig ähnlichen Temperaturen zur Verfügung steht, ist er eine gute Wahl. Denn so extreme Jahreszeiten wie hier gibt es in der afrikanischen Heimat der Zamioculcas zamiifolia nicht.

Zamioculcas zamiifolia mit schrumpeligen Blättern
Foto: iStock/Hari Sucahyo

Lässt die Glücksfeder die Triebe hängen und schrumpelige Blätter sind eine Begleiterscheinung? Dann hat die Pflanze zu wenig Wasser bekommen. Einmal gießen sollte der Zamioculcas zamiifolia helfen, sich wieder aufzurichten. Ist die letzte Wassergabe bereits so lange her, dass die Erde keine Feuchtigkeit aufnimmt, gönnen Sie der Glücksfeder ein Wasserbad. Sobald keine Blasen mehr aufsteigen, ist die Erde vollgesogen. Danach mindestens 45 Minuten abtropfen lassen, ehe es für die Zimmerpflanze zurück in den Übertopf geht.

Zamioculcas zamiifolia mit einem gelben Trieb
Foto: iStock/Bhupinder Bagga; Bearbeitung: Liebenswert

Zeigen sich nach dem Umtopfen gelbe Blätter an der Zamioculcas? Dann wurden wahrscheinlich einige Wurzeln verletzt. Beobachten Sie die Pflanze über die nächste Zeit. Bei einem Wurzelschaden sollten sich nur die Blätter des betroffenen Triebs verfärben. Diesen können Sie einfach direkt über dem Boden kappen. Wenn sich überall an der Pflanze der Herbst einstellt, hilft Ihnen vielleicht der nächste Tipp.

Blatt, am Ansatz noch grün, dann wird es langsam gelb und an der Spitze braun
Foto: iStock/OlegMalyshev

Auch Schädlinge können der Grund für gelbe Blätter sein. Besonders, wenn vor kurzem eine neue Pflanze eingezogen ist, ist ein Schädlingsbefall ein Risiko. Auch in Blumenerde – besonders wenn es sich um Bio-Substrat handelt – nistet manchmal der ein oder andere Schädling. Die recht robuste Pflanze wird im Normalfall nur selten von Spinnmilben heimgesucht. Diese bohren winzig kleine Löcher in den Blattansatz, sodass die Blätter nicht mehr mit Wasser versorgt werden. Eine Verfärbung wie auf dem Bild ist die Folge. Eventuell sind auch kleine Flecken zu erkennen, bei stärkerem Befall auch Löcher oder Spinnennetze. Spezielle Pflanzenschutzmittel helfen, die Milbe wieder loszuwerden.

Glücksfeder fällt auseinander, wird mit einem Band zusammengehalten und hat gelbe Blätter
Foto: iStock/OlegMalyshev

Fällt die Zamioculcas zamiifolia auseinander, kann das verschiedene Ursachen haben. Vielleicht steht die Pflanze doch etwas zu dunkel? Sind die Blätter sehr dunkelgrün, ist das ein Hinweis darauf. Rücken Sie sie näher an ein Fenster.

Werden, wie auf dem Bild, zusätzlich die Blätter der Zamie gelb? Dann hat vermutlich ein zu nasses Substrat zu Wurzelfäule geführt. Ein weiterer Hinweis darauf ist muffig riechende Erde. Jetzt müssen Sie schnell handeln: Die Glücksfeder muss umgetopft werden. Dabei von der alten Erde befreien, die betroffenen Wurzeln und Triebe kappen und im neuen Zuhause für eine Woche nicht wässern.

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