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Er will immer bei ihr sein

Dr. Johannes Wimmer: todkranke Tochter ist "wie ein Magnet"

Mediziner und TV-Star Dr. Johannes Wimmer (37) sprach jetzt über die intensive Zeit mit seiner krebskranken Tochter.

Dr. Johannes Wimmer teilt mit der Öffentlichkeit das tragische Schicksal seiner kleinen Tochter.
Dr. Johannes Wimmer teilt mit der Öffentlichkeit das tragische Schicksal seiner kleinen Tochter. Foto: imago images / Future Image

Bereits zum zweiten Mal hat Zuschauerliebling Dr. Johannes Wimmer nun in der 'NDR Talk Show' über den wohl schlimmsten Schicksalsschlag gesprochen, der einen Vater treffen kann: die schwere Krebserkrankung seiner Tochter Maximilia, für die es leider keine Hoffnung mehr gibt. Im Gespräch mit Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt (64) erzählte er jetzt davon, wie sich der Alltag für seine Familie anfühlt, seit das Kind zu Hause und nicht mehr im Krankenhaus versorgt wird.

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Dr. Johannes Wimmer: "Sich von dem Kind zu lösen, ist unglaublich schwer"

Deutlich gefasster als noch beim vergangenen Besuch in der Sendung erklärt Wimmer, dass das circa sieben Monate alte Mädchen "hochgradig pflegeintensiv" sei: die erste von insgesamt 15 Medikamentengaben pro Tag sei um 7:30 Uhr fällig, die letzte dann um 3 Uhr nachts. Unterstützt werden er und seine Partnerin Clara, Mutter des gemeinsamen Kindes, von einem Team (zum Teil auf ehrenamtlicher Basis) aus etwa sechs bis sieben HelferInnen.

Es sei nun auch enorm wichtig, sich innerhalb der Familie die Kräfte aufzuteilen und dafür zu sorgen, ab und zu den Kopf freizubekommen - was ihm allerdings nicht leichtfalle. "Mit jeder Faser möchte man eigentlich bei diesem Kind sein", so Dr. Johannes Wimmer. "Sie ist wie ein Magnet", sagt er über seine Tochter. "Sich überhaupt mal von dem Kind lösen zu können, ist unglaublich schwer." Einen Großteil seiner Arbeit (zum Beispiel das Einsprechen seines aktuellen Hörbuchs) verrichtet er nun auch daheim, um in Reichweite seiner Kleinen sein zu können.

Für Dr. Wimmer ist nicht klar, wie viel Zeit ihm noch mit Maximilia bleibt

Gerade aufgrund der traurigen Gewissheit, "dass dieses Leben ein viel zu frühes Ende finden wird", wache er permanent über seine Maximilia und überprüft, wie es ihr geht. Es sei nicht absehbar, ob seiner Tochter noch ein paar Monate bleiben werden oder vielleicht sogar ein Jahr, doch eine Rettung wird es für sie leider nicht mehr geben. "Es ist absolut sicher, dass wir in der Medizin nicht das leisten können, was sie bräuchte", so der Familienvater tapfer. "Wir haben eine geliehene Zeit, die uns bleibt mit ihr."

Erfahren Sie in diesem Video von einem weiteren, traurigen Schicksal (Artikel geht unten weiter):

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Um etwas mehr Kontrolle über dieses Schicksal zu erlangen und anderen Menschen vielleicht in einer ähnlichen Situation zu helfen, sei es ihm wichtig, darüber zu sprechen. Gleichzeitig will er sich als Mediziner für Hilfsorganisationen zu engagieren. Er habe schon von seiner Mutter gelernt: "Wenn man etwas gut kann, hat man auch die Verantwortung, das in die Gesellschaft einzubringen."

Bereits als Kind erlebte Dr. Johannes Wimmer einen Schicksalsschlag

Für den Mediziner, Autor und Moderator ist die Erkrankung seiner Tochter übrigens leider nicht der erste schwere Schicksalsschlag innerhalb der Familie: Sein Vater starb vor seinen Augen an einem Herzinfarkt, als er fünf Jahre alt war. Dieses Erlebnis hatte einen großen Einfluss auf seinen späteren Berufswunsch des Arztes.

Wir wünschen Dr. Johannes Wimmer sowie seiner Partnerin weiterhin ganz viel Kraft für die kommenden Wochen und Monate.