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Endlich aufgeräumt

Wohnung selber entrümpeln: So geht's

Die Wohung entrümpeln fällt wenigen leicht, erleichtert aber ungemein. Mit diesen Tipps geht es ganz leicht von der Hand.

 Wohnung selber entrümpeln.
Entrümpeln will gelernt sein, mit unseren Tipps geht es ganz leicht von der Hand. Foto: Animaflora / iStock

Das Haus oder eine Wohung zu Entrümpeln schafft nicht nur Platz für neue schöne Dinge, sondern tut auch der Seele gut, weil es dabei hilft, auch emotionalen Ballast loszuwerden. Mit diesen praktischen Tipps gelingt Ihnen das in Zukunft im Handumdrehen.

Lesen Sie hier: Haushaltsauflösung: Das sollten Sie beachten

Sehen Sie hier mehr Tipps zum Ausmisten (Der Artikel geht unter dem Video weiter):

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Darum fällt uns Entrümpeln so schwer

Warum fällt es uns also so schwer, uns von Dingen zu trennen? Bei den meisten lässt sich das auf drei Probleme herunterbrechen:

1. Man hat Angst, den Gegenstand doch zu vermissen

Für Punkt 1 gibt es eine perfekte Lösung: den Vielleichtordner, -karton oder (bei Anziehsachen) die Vielleichtkiste. Packen Sie Dinge, die Ihnen vielleicht fehlen könnten, dort hinein und achten Sie darauf, ob Sie sie in den nächsten drei Monaten benutzen. Nein? Dann werden Sie sie wohl auch in Zukunft nicht vermissen und können sie aussortieren.

2. Man möchte niemanden kränken

Punkt 2 ist schon schwieriger, denn schließlich möchte man niemandem auf die Füße treten, der ein Geschenk möglicherweise mit Liebe ausgesucht, nur leider völlig danebengegriffen hat. Wie geht man hier am besten vor? Auf keinen Fall sollte man sich die eigene Wohnung vor lauter Höflichkeit mit Dingen voll stellen, die man eigentlich furchtbar findet. Dann lieber in eine Kiste damit und auf dem Dachboden oder im Keller verstauen. Versehen mit kleinen Zetteln kann man so Oma Inges Häschenvase sogar noch einmal hervorkramen, wenn der nächste Familienbesuch ansteht.

3. Man verbindet schöne Erinnerungen mit dem Gegenstand

Bei Punkt 3 ist die Entscheidungslage wieder einfacher. Denn Entrümpeln heißt natürlich nicht, dass Sie sich von Dingen trennen sollen, bei denen der Abschied schwer fällt. Die Gegenstände, an denen Sie hängen, haben lebenslanges Bleiberecht. Seien Sie aber ehrlich zu sich: Hängen Sie wirklich an dem Gegenstand oder haben Sie nur Angst vor der Endgültigkeit der Entsorgung? In dem Fall wäre die Sache eine für die Vielleichtkiste.

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Praktische Tipps fürs Entrümpeln:

Wichtig ist, nicht in einem Anfall von "Jetzt. Sofort. Alles." die komplette Wohnung oder das Haus auf den Kopf zu stellen. Das endet in Chaos und Frust, weil Sie garantiert mitten in Ihrem Unterfangen aufgeben müssen.

Mehr zu dem Thema: Die besten Mittel gegen Stress im Alltag

Schritt für Schritt zu einer bestimmten Uhrzeit entrümpeln

Die bessere Strategie ist es Schritt für Schritt vorzugehen. Setzen Sie sich ein klares Zeitfenster und einen definierten Bereich. Am kommenden Sonntagnachmittag von 15 bis 17 Uhr widmen Sie sich beispielsweise dem Schreibtisch oder der Küche.

Auch wenn Sie einen Kleiderschrank ausmisten, sollten Sie gruppeweise arbeiten: Gehen Sie zum Beispiel zunächst die Oberteile durch, widmen Sie sich den Hosen, Strümpfen oder Trainingskleidung zu einem späteren Zeitpunkt.

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Mit System entrümpeln

Abgesehen von dem klar abgestecktem Arbeitsrahmen sollte auch die Arbeitsweise Ihr Entrümpelungsvorhaben unterstützen. Die bereits angesprochene Vielleichtkiste hilft Ihnen, Gegenständen noch einen Aufschub zu geben, aber Sie sollten definitiv noch weitere Ablage-Möglichkeiten schaffen.

Zum einen eine Müllkiste für Dinge, von denen Sie sich ohne Probleme trennen können (Sie werden feststellen, dass sich diese Kiste viel schneller füllt, je weiter Sie mit der Entrümpelung kommen) und eine Umziehkiste. In diese wandern Dinge, die einen anderen Ort umziehen und dort dann ihren festen Platz finden sollen.

Tipp: Richtig aufräumen: Die 10 besten Aufräumtipps

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Am Anfang beim Entrümpeln Gefühlsinseln vermeiden

Generell ist es ratsam, mit einem Bereich der Wohnung oder Haus anzufangen, in dem möglichst wenige emotionale Fallen lauern. Wenn Sie sich direkt den Kleiderschrank, das Bücherregal oder Schmuckkästchen vornehmen, könnte Sie das Entrümpeln schnell an Ihre Grenzen bringen.

Deswegen bieten sich Räume wie Arbeitszimmer oder die Küche an, um sich warm zu entrümpeln, bevor man sich schließlich den einstigen Lieblingsklamotten, Fotos oder Porzellan widmet, die Erinnerungen wecken.

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Was soll mit den entrümpelten Dingen geschehen?

Weiter kann es hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass Sie Dinge, die Ihnen ans Herz gewachsen sind, nicht unbedingt wegschmeißen müssen. Vieles können Sie verkaufen: Für Bücher, Filme und CDs bietet sich beispielsweise der Online-Ankaufservice Momox an. Hier können Sie per ISBN-Nummer vorab erfahren, was Ihr Werk wert ist und können die Pakete schließlich kostenfrei zu Hause abholen lassen – einfacher geht’s kaum. Andere Möglichkeiten sind eBay oder eBay Kleinanzeigen, hier kann jeder alles, wofür er keine Verwendung mehr hat, verkaufen oder verschenken.

Abgesehen davon gibt es etliche karitative Einrichtungen, die Sie mit Ihren alten Sachen noch eine echte Freude machen können. Oxfam-Shops gibt es in vielen deutschen Großstädten, aber auch die Altkleidersammlung freut sich immer über Spenden. Und vielleicht fällt Ihnen das Ausmisten leichter, wenn Sie wissen, dass Sie damit sogar noch ein gutes Werk tun.

Lesen Sie hier: Porzellan und Glas entsorgen: Was darf in den Container, was nicht?

Müllcontainer für die Entrümpelung mieten

Für die Gegenstände, die Sie bei der Entrümpelung des Hauses oder Wohung nicht behalten möchten, lohnt es sich einen Müllcontainer zu bestellen. Dieser kostet etwa zwischen 270 Euro und 1800 Euro, je nachdem in welcher Region und in welcher Größe Sie den Container benötigen. Im Preis enthalten sind in der Regel:

  • die Miete für 7 Tage

  • Lieferung

  • Abholung

  • Entsorgung