Ausgemistet - und nun? Altkleider spenden oder verkaufen? So helfen Sie Bedürftigen

Altkleidercontainer sind eine bequeme Möglichkeit, um alte Klamotten zu recyceln. Aber hilft diese Spende Bedürftigen wirklich? Wie Sie alte Kleidung stattdessen weitergeben können.

Altkleider spenden oder verkaufen? So können Sie wirklich helfen
Viele Altkleider landen im Container. Doch es lohnt sich, sich über Alternativen zu informieren.
Inhalt
  1. Mehr Transparenz bei Kleiderspenden an das DRK
  2. Altkleider spenden: Hier kommen sie in gute Hände
  3. Passt oder gefällt nicht mehr? Kleidung weiterverkaufen!
  4. Wo entsorge ich kaputte und verwaschene Kleidung?

Ausmisten tut gut - dem Stauraum in den eigenen vier Wänden und auch man selbst fühlt sich von überflüssigem Ballast befreit. Beim Ausmustern des Kleiderschranks fällt nicht selten ein großer Berg Hosen, Blusen und Kleider an, Relikte aus Zeiten anderen Modegeschmacks oder Kleidergrößen. Ganz der wohlwollenden Recycel-Manier wandern die Altkleider nicht in den Restmüll, sondern zum Beispiel in einen Altkleidercontainer des Deutschen Roten Kreuzes. Im Jahr spenden die Deutschen rund 100.000 Tonnen Altkleider an das DRK, wie das Portal transparenz.net im Jahr 2015 berichtete. 

Von diesen Kleiderspenden sei jedoch circa die Hälfte nicht mehr tragbar und würde an Recyclingfirmen verkauft, die aus den Altkleidern zum Beispiel Putzlappen oder Dämmmaterial herstellen. 40 Prozent der Kleiderspenden werden laut transparenz.net an Verwertungsunternehmen verkauft, die die Kleidung nach Osteuropa und Afrika weiterverkaufen. Rund zehn Prozent der Kleiderspenden an das DRK werden in Deutschland über Kleiderkammern und Co. an Bedürftige verteilt. 

Auch wenn zehn Prozent nur ein kleiner Teil der gesamten Kleiderspenden zu sein scheint, würde damit der Bedarf der deutschen Kleiderkammern des Roten Kreuzes mehr als gedeckt. Dies sei unter anderem auch der Grund, weshalb ein relativ großer Teil der Kleidung verkauft und in andere Länder gebracht würde. Was viele jedoch nicht wissen: Dort wird die Kleidung nicht an Bedürftige verschenkt - sondern verkauft. Eine Reportage des NDR aus dem Jahr 2011 mit dem Namen "Die Altkleider-Lüge - Wie Spenden zum Geschäft werden" zeigt, wie mit Kleiderspenden seit Jahrzehnten bereits verfahren wird - und welche Auswirkungen das auf die Ökonomie anderer Länder haben kann. Die ganze Reportage (29 Minuten) sehen Sie hier:

 

Mehr Transparenz bei Kleiderspenden an das DRK

Seitdem hat sich in Sachen Transparenz einiges beim DRK geändert: Auf den Altkleidercontainern sind Schilder angebracht, die den Spender darüber aufklären, was mit seinen alten Klamotten passiert. Außerdem können beim jeweilig zuständigen DRK-Regionalverband weitere Informationen zur Weiterverwendung der Kleiderspenden eingeholt werden. Fragen und Antworten dazu finden Sie auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes.

 

Altkleider spenden: Hier kommen sie in gute Hände

Anstatt den Umweg über die Kleidersammlung des Deutschen Roten Kreuzes zu gehen, können Sie Ihre alte Kleidung direkt zu einer Kleiderkammer bringen. Dafür kommt - wie für jede andere Kleiderspende - schadenfreie Kleidung infrage. Auch Tischdecken, Bettbezüge, Taschen und Schuhe können Sie dort abgeben. Es kann allerdings passieren, dass man Sie samt Ihrer Altkleider wieder nach Hause schickt, da Kleiderkammern häufig bereits gut gefüllt sind. 

Auch Secondhand-Shops oder Sozialkaufhäuser sind eine gute Anlaufstelle für Kleiderspenden. Der Dachverband FairWertung, der sich für das korrekte Recyceln von Kleidung engagiert, hat auf seiner Website eine Suche eingerichtet, mit der Sie Spendenstandorte in Ihrer Nähe finden können. Mehr dazu hier: www.fairwertung.de

 

Passt oder gefällt nicht mehr? Kleidung weiterverkaufen!

Auch wenn Sie hierbei etwas Geld für Ihre Altkleider bekommen: Meist tun Sie Menschen mit geringem Einkommen einen großen Gefallen, wenn Sie gut erhaltene Kleidung zum Beispiel auf dem Flohmarkt weiterverkaufen. Denn nicht jeder, der wenig Geld zur Verfügung hat, möchte das Angebot von Kleiderkammern und Co. nutzen. Ob oder wieviel Geld Sie für Ihre Altkleider verlangen, bleibt dann Ihnen überlassen. 

Eine weitere Möglichkeit, um alte Kleidung, Taschen, Bettwäsche, Tischdecken und Co. weiterzuverkaufen, sind Kleinanzeigen-Portale im Internet, wie www.ebay-kleinanzeigen.de oder www.kleiderkreisel.de. Dort können Sie Ihre alte Kleidung entweder zum Verkauf, zum Tausch oder als kostenlose Gabe einstellen. Sicherheits-Tipp: Sollten Käufer oder Tauscher zusagen, treffen Sie sich mit Ihnen nicht bei Ihnen zu Hause, sondern lieber anonym und in Begleitung an einem öffentlichen Ort. 

 

Wo entsorge ich kaputte und verwaschene Kleidung?

Wer seine Altkleider nicht mehr weitergeben kann, weil sie kaputt oder einfach untragbar sind, der kann sie laut des Dachverbands FairWertung über den Hausmüll oder Wertstoffhöfe entsorgen.

Auch interessant: Was darf ins Altpapier - und was nicht? Die überraschenden Antworten im Video:

 

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