Schädlingsbekämpfung

Brotkäfer bekämpfen – Tipps und Methoden, um die Schädlinge sofort loszuwerden

Ihre Küche ist von Brotkäfern befallen? Wir verraten, wie Sie die Schädlinge effektiv bekämpfen.

Traditional fresh bread
Brotkäfer bekämpfen - mit diesen Tipps geht es ganz einfach Foto: Kollage durch Liebenswert.de/ iStock/ peterschreiber.media / macida
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Der Alptraum schlechthin: Sie möchten sich eine schöne Stulle zum Frühstück zubereiten, doch irgendetwas krabbelt am Essen. 

Ungeziefer ist generell nicht schön anzusehen, es kann tatsächlich auch Ihrer Gesundheit schaden. Und haben Sie ein Krabbeltier wie Brotkäfer oder ihre Larven erstmals bemerkt, können Sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass Sie es mit einem Befall zutun haben und sich irgendwo noch zahlreiche weitere Artgenossen tummeln. Erfahren Sie, wie Sie unliebsame Brotkäfer loswerden.

Unsere Empfehlung: Soforthilfe gegen Brotkäfer

Favorit der Redaktion: Giftfrei Brotkäfer mit Schlupfwespen von Panteer bekämpfen

Eine komplett ungiftige Methode, Brotkäfer zu bekämpfen, ist der Einsatz von Nützlingen wie Schlupfwespen oder Lagererwespen. Hersteller Panteer stellt auf Amazon kleine Kärtchen mit Schlupfwespen-Eiern bereit, die bei Zimmertemperatur schlüpfen. Diese legen dann ihre Eier direkt neben die der Brotkäfer. Nach ein bis zwei Tagen schlüpfen die Larven der Lagererwespen, fressen daraufhin die Brotkäferlarven und stoppen so den Befall effektiv.

Das Gute: Der Einsatz der Nützlinge ist völlig ungiftig, die 0,3 Millimeter großen Wespen stechen Menschen und Haustiere nicht und sterben, sobald sie keine Nahrung in Form von Larven der Brotkäfer mehr finden. Innerhalb kürzester Zeit sollten Sie damit alle Brotkäfer zuhause bekämpft haben.

Ursachen für Schädlingsbefall: Wo kommen die Brotkäfer her?

Brotkäfer (Stegobium paniceum) werden entweder mit bereits befallenen Lebensmitteln wie Brot, Nudeln, Tee und Gewürzen hineingetragen oder kommen von außen. Auch ein unentdeckter Nagerbefall, etwa in den Zwischendecken Ihrer Wohnung, kann der Ursprung des Befalls sein.

Zu allem Unglück haben Brotkäfer auch Flügel, sodass sie sich unwahrscheinlich schnell im gesamten Haushalt verteilen und vermehren können. Aufgrund des großen Angebots an Nahrung fühlen sie sich vor allem in der Küche, wo viele trockene Lebensmittel lagern, richtig wohl.

Die besten Mittel gegen Brotkäfer

Haben Sie Anzeichen von Brotkäfern entdeckt, ist schnelles Handeln gefragt! Wir haben einige Mittel zur Bekämpfung von Brotkäfern für Sie zusammengestellt.

Pheromonfalle: Brotkäfer bekämpfen

Die Pheromonfalle von Mr. Insektenfrei ist eigens zur Befall-Überwachung von Insekten gedacht. Der kleine Käfer wird mittels Sexuallockstoff und Fraßlockstoff in die Klebefall gelockt und bleibt daran haften. Bei den Klebefallen handelt es sich um eine Methode, um festzustellen, ob ein Befall von Brotkäfern besteht. Zur tatsächlichen Bekämpfung sind zusätzliche Mittel gegen Brotkäfer vonnöten, die den Befall endgültig stoppen.

Ungiftige Falle für Brotkäfer: insektizidfreie Gelbkarten

Auch Gelbsticker oder Leimtafeln wie die von Neudorff sind ein ungiftiges Bekämpfungsmittel gegen Brotkäfer. Sie werden in die Nähe der trockenen Lebensmittel platziert und ziehen mit ihrem Duft die Schädlinge an. Bei Kontakt bleiben die kleinen Käfer an der klebenden Fläche der Insektenfallen haften. Die Klebefallen stellen ein gutes Mittel gegen ausgewachsene Brotkäfer dar, sie sind jedoch nicht effektiv bei Eiern und Larven.

Biologisches Insekten-Spray mit Kieselerde gegen Brotkäfer

Dieses Spray von Ardap wirkt mit natürlichen Wirkstoffen gegen alle kriechenden Insekten. Das Ardap Milbenspray mit Kieselerde hat eine austrocknende Wirkung auf die Brotkäfer, wodurch sie nach kürzester Zeit absterben. Hinweis: Das Spray hinterlässt aufgrund der natürlichen Kieselerde einen weißen Film, der sich jedoch einfach abwaschen lässt.

Brotkäfer-Befall erkennen

Brotkäfer bekämpfen
Brotkäfer lieben trockene Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Tee und Gewürze Foto: iStock/ Cavan Images

Ob auch Sie von einem Brotkäferbefall betroffen sind, erkennen Sie so:

  • Verdorbene Lebensmittel

  • Krabbelnde braune Käfer an Lebensmitteln, Büchern und Pappe

  • Runde, kleine Löcher im Brot

  • Krabbelnde oder tote Larven

  • Kot von Larven

  • Spinnweben

Was tun gegen Brotkäfer? Tipps gegen Insekten

Wir haben sechs Tipps, um Brotkäfer zu bekämpfen:

  • Tipp 1: Befallene Lebensmittel entsorgen. Die erste Maßnahme zur Brotkäferbekämpfung ist, kontaminierte Lebensmittel im und um den betroffenen Bereich möglichst vollständig zu entsorgen. Die Brotkäfer könnten bereits auf andere Lebensmittel wie Nudeln oder Reis übergegangen sein. Deshalb ist es ratsam, nicht nur das, was offensichtlich befallen ist, wegzuschmeißen, sondern die gesamte Küche großflächig leerzuräumen.

  • Tipp 2: Alles absuchen. Auch vor Bücherregalen macht der Käfer keinen Halt. Saugen Sie also möglichst alle Ecken und Oberflächen in Ihrem Zuhause ab und leeren Sie sofort den Staubsauger bzw. Staubsaugerbeutel. Auch ein Milbensauger bewahrt Schädlinge zuverlässig.

  • Tipp 3: Säubern. Wischen Sie sämtliche Oberflächen wie Arbeitsplatten, Schubladen sowie Schränke, Fensterbänke und selbst Lampenschirme ab. Ein altbewährtes, natürliches Hausmittel, um Schädlinge zu bekämpfen, ist Essig.

  • Tipp 4: Hitze. Auch die Ritzen, Nischen und Fugen in der Küche können Lebensraum für Brotkäfer, Larven und Eier sein. Ein Tipp, um diese darin zu bekämpfen, ist, mit einem Föhn auf heißer Stufe zwischen Schränke und in Lücken zu blasen. Die Hitze tötet die Schädlinge ab.

  • Tipp 5: Mittel zur Insektenbekämpfung anwenden. Wählen Sie ein ungiftiges Insektizid Ihrer Wahl und verzichten Sie Ihrer Familie zuliebe auf chemische Mittel. Schlupfwespen sind eine schonende Methode, um Ihr Zuhause von Brotkäfern und Motten zuverlässig zu befreien.

  • Tipp 6: Trockene Lebensmittel richtig lagern. Um eine Verbreitung von Schädlingen in Zukunft zu vermeiden, sollten Sie Trockennahrung entweder in Schraubgläsern oder luftundurchlässigen Plastikdosen aufbewahren.

Wenn alle Maßnahmen nicht helfen, sollten Sie den Rat eines professionellen Schädlingsbekämpfers hinzuziehen.

Wie sehen Brotkäfer aus?

Der Stegobium paniceum, gemeinhin bekannt als Brotkäfer, ist ein kleiner roter oder brauner Käfer. Mit einer Größe von zwei bis drei Millimetern ist er mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Er hat einen behaarten Chitin-Panzer und Flügel; auch der Kopf ist von einem Halsschild bedeckt. Der fliegende Brotkäfer gehört zu der Familie der Nagekäfer, ist äußerst anpassungsfähig und erträgt selbst Kälte. Am wohlsten fühlt er sich jedoch bei einem feucht-warmen Klima und einer Temperatur von bis zu 34 Grad.

Die erwachsenen Käfer können in ihrer kurzen Lebenszeit von etwa drei Wochen bis zu einhundert weiße Eier in trockene Lebensmittel legen. Die daraus schlüpfenden gelblich-weißen Larven sind behaart und haben einen braunen Kopf. Sie werden bis zu 5 Millimeter lang und sind gekrümmt. Lagererwespen gehören zu den natürlichen Feinden des Brotkäfers.

Brotkäfer bekämpfen
Brotkäfer sind rötlich-braun, behaart, haben einen Panzer und können fliegen Foto: iStock/ Tomasz Klejdysz

Wie lange lebt ein Brotkäfer?

Gerade einmal drei Wochen lebt ein Brotkäfer. Zeit genug aber, um bis zu 100 Eier in Ihre Lebensmittel zu legen. Von der Larve bis zum ausgewachsenen Käfer dauert es jedoch stolze drei Monate. Laut Bundesumweltamt braucht es vom Ei bis zur vollständigen Entwicklung eines Brotkäfers zwischen 40 und 200 Tage. Somit müssen Sie also gute drei, vier Monate lang immer wieder nach erneutem Befall Ausschau der "Nachzügler" halten.

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Sind Brotkäfer schädlich für Menschen?

Nein, Brotkäfer, ihre Larven und Eier sind ungiftig und nicht schädlich für Mensch und Tier. Jedoch lässt ein Befall die Lebensmittel schneller verderben und macht sie ungenießbar für den Menschen.

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Video: Glutamat

Brotkäfer Befall vorbeugen: Tipps und Vorkehrungen

Vorbeugende Maßnahmen gegen Brotkäfer und anderes Ungeziefer:

  • Lage beobachten und Fallen aufstellen: Aufgrund der langen Entwicklungszeit vom Ei zum fertigen Käfer sollten sie auch nach der Bekämpfung achtsam bleiben und das Thema Brotkäfer nicht frühzeitig abhaken. Es ist keine Seltenheit, dass unentdeckte Eier in dunklen Ecken der Küche einen erneuten Befall hervorrufen. Legen Sie also weiterhin Fallen wie Biolock-Klebefallen aus und säubern Sie die Schränke regelmäßig mit Spray gegen Ungeziefer oder Essig.

  • Licht aus! Wie viele andere Schädlinge werden Brotkäfer von Licht angezogen und gelangen über offene Fenster ins Innere. Löschen Sie also gerade abends im Sommer das Licht, wenn Sie durchlüften. So vermeiden Sie, dass die Brotkäfer in Ihr Zuhause hineinfliegen können.

  • Lebensmittel sicher lagern. Stärkehaltige Lebensmittel und Trockennahrung wie Nudeln und Reis sollten in verschließbaren Behältern wie Glasdosen und Schraubgläsern aufbewahrt werden. Auch eine luftdichte Brotbox verhindert zumindest, dass sich die Käfer weiter verbreiten.