Ganz schön spitz! Akupressurmatten im Test: Was bringen Yantramatten?

Rückenschmerzen? Kopfschmerzen? Sollen mit einer Akupressurmatte verschwinden. Wir haben den Test gemacht. 

Akupressurmatten im Test: Was bringen Yantramatten?
Eine Akupressurmatte ist mit hunderten Spitzen ausgestattet, die die Durchblutung fördern.

Akupressur wird seit Jahren immer wieder gegen unterschiedlichste Beschwerden empfohlen. Bei der Akupressur wird ein stumpfer Druck an bestimmten Stellen des Körpers angewandt. Dieses aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bekannte Verfahren soll Verspannungen lösen und den Energiefluss im Körper wieder zum Fließen bringen. Angeblich soll Akupressur sogar beim Abnehmen helfen.

 

Gegen welche Beschwerden hilft eine Akupressurmatte? 

Sogenannte Akupressurmatten versprechen dem Nutzer Linderungen bei typischen Alltagsbeschwerden, die besonders bei Menschen auftauchen, die viel sitzen: Rückenschmerzen und Verspannungen. Darüber hinaus sollen auch Schlafstörungen, Muskelverspannungen, Kieferverspannungen und mangelnde Durchblutung verbessert werden. Doch die Matten sind mit Vorsicht zu genießen. Für Menschen mit offenen Wunden, besonders sensibler Haut, starkem Übergewicht oder Schwangere ist dieses Verfahren nicht geeignet. Im Zweifel sollte man immer seinen Arzt oder Heilpraktiker um Rat bitten.  

Um die Wirkung von Akupressurmatten gegen Verspannungen und andere stressbedingte Leiden zu testen, haben wir verschiedene Produkte ausprobiert. Grundsätzlich legt man sich mit der nackten Haut auf die Matte. Anfängern oder besonders schmerzempfindlichen Personen wird das Tragen eines dünnen Shirts empfohlen. 

Erfahrungsbericht von Kerstin A. zum KayaZen-Akupressur-Set*, 36 Euro. Matte mit Nackenkissen und Tragetasche

 "Darauf soll ich mich ernsthaft mit nackter Haut hinlegen?", ist mein erster Gedanke als ich mit der Hand über die Plastiknägel streiche, das tut ja schon beim Zugucken weh. Und so ist es dann auch. Als ich mich abends das erste Mal auf die Matte lege, muss ich erst einmal die Zähne zusammenbeißen. Ich spüre direkt, wie die etwa 3.600 Spitzen sich in meine Haut drücken – und dann ist da nur noch Schmerz. Eine Nackenrolle macht die Liegeposition zwar angenehmen, doch nach vier Minuten muss ich meinen ersten Versuch abbrechen. Die Schmerzen sind einfach zu stark.

Am nächsten Abend probiere ich es wieder und siehe an, nach ein paar Minuten wird es erträglich. Nach zehn Minuten rolle ich mich vorsichtig herunter und spüre noch für einige Zeit die Nachwehen. Auch optisch hinterlässt die Akupressurmatte Spuren: Mein Rücken ist knallrot. Dennoch lege ich mich brav jeden Tag einmal auf die Matte und liege bis zu 20 Minuten lang so bewegungslos wie möglich, um am wenigsten Schmerzen zu verursachen. Wie in der Anleitung empfohlen, lege ich eine zusammengefaltete Decke unterhalb meiner Lendenwirbelsäule zwischen Matte und Boden, um den Effekt dort noch etwas zu verstärken. Außerdem lege ich manchmal die Beine auf einen nebenstehenden Stuhl hoch. Bereits nach ein paar Tagen merke ich, wie sich Verspannungen im Rückenbereich lösen und ich mich viel beweglicher fühle. Nach zwei Wochen habe ich weniger Kopfschmerzen und gar keine Rückenschmerzen mehr. Ich freue mich sogar auf meine Auszeit auf der Matte. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die Matte nicht isoliert benutzt habe. Ich treibe regelmäßig Sport, nutze Faszienrollen und nutze andere Form der Entspannungstechniken. Als Ergänzung finde ich die Akupressurmatte für mein Wohlbefinden allerdings gut.

Akupressurmatten im Test: Was bringen Yantramatten?Liebenswert

Erfahrungsbericht von Jessica zur Fakir-Matte von Belmalia*, 16 Euro. Matte ohne Zubehör 

Die Akupressurmatte wirkte zuerst abschreckend, weil sie bereits beim Berühren mit der Hand ziemlich unangenehm war. Der Test über  zehn Tage hat aber gezeigt, dass meine Rückenhaut - besser als ich dachte - mit der Matte zurechtkommt. Bereits nach der zweiten Anwendung war die Akupressurmatte sehr gut erträglich. Lediglich beim Verändern der Position wurde der Druck an den Schulterblättern etwas schmerzhafter. Zehn Minuten konnte ich nach ein paar Tagen problemlos aushalten, sobald es zu unangenehm wurde, bin ich vorsichtig aufgestanden. Leider war bei der von mir getesteten Matte keine Anleitung im Paket, weshalb ich erst später darauf gekommen bin, eine dünne Decke zwischen Boden und Matte zulegen, damit auch mein ‚Hohlkreuz‘ in den Genuss der Spitzen kommt. Auch eine Nackenrolle habe ich ergänzt. Diese hat jedoch dazu geführt, dass der obere Rückenbereich nicht gleichmäßig auf der Matte lag. Diesen Abstrich habe ich aber hingenommen. Relativ schnell ist es mir gelungen, mich auf der Matte zu entspannen, auch wenn die ersten Minuten bei mir immer ein enormes Kribbeln ausgelöst haben. Nach jeder Anwendung war mein Rücken sehr rot, das war aber nicht weiter schlimm und ist innerhalb kürzester Zeit verschwunden. Ob die Akupressurmatte meine Verspannungen aktiv gelöst hat, kann ich nur schwer beantworten, da ich im Vorwege keine konkreten Kopf-oder Rückenschmerzen hatte. Ich würde ihr aber dennoch eine positive Wirkung zusprechen, weil ich mich insgesamt erholter und freier in der Schulter gefühlt habe. Außerdem konnte ich keinerlei Nebenwirkungen beobachten. Es wäre interessant, die Matte über einen längeren Zeitraum zu testen, um genauere Aussagen treffen zu können. Insgesamt fällt mein Ergebnis aber sehr positiv aus.

Erfahrungsbericht von Kerstin O. zur Fußreflexzonenmassage-Matte von Generic*, ca. 5,50 Euro. Matte ohne Zubehör. 

Akupressurmatten im Test: Was bringen Yantramatten?

Die Akkupressurmatte für die Füße konnte mich nicht überzeugen. Die Verarbeitung der Matte wirkt minderwertig, ein starker, chemischer Geruch geht von dem Produkt aus. Nachdem ich mich auf die Matte gestellt habe, spürte ich den Druck der eingelassenen Kunstoffsteine in meinen Fußsohlen, doch auch nach mehrmaliger Anwendung konnte ich keine Verbesserung meines Wohlbefindens oder gesundheitliche Veränderungen feststellen.

Fazit: Die Matten mit Zubehör fanden wir etwas angenehmer in der Anwendung. Teilweise konnten wir positive Veränderungen ausmachen, teilweise allerdings auch nicht. Wer bereits starke Beschwerden hat und überlegt, eine Akupressurmatte auszuprobieren, sollte vorher auf jeden Fall mit seinem Hausarzt oder Orthopäden darüber sprechen, ob er die Anwendung für die Beschwerden empfiehlt. 

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