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Abschied nehmen

Trauerfeier planen: Das ist zu berücksichten

Eine Trauerfeier zu planen kann sehr viel Kraft kosten. Welche Schritte eine würdevolle Beerdigung ermöglichen und was dabei zu berücksichten ist, lesen Sie hier.

Eine Trauerfeier planen.
Um bei der Planung einer Trauerfeier nicht den Überblick zu verlieren, können Ihnen diese zehn Punkte helfen. RealPeopleGroup / iStock

Verlieren wir einen geliebten Menschen, ist es oft nicht so einfach, die Trauer zu bewältigen. Der Verlust kann eine strake emotionale Belastung sein, obwohl es kurz nach dem Tod viele wichtige Dinge rund um die Beerdigung zu entscheiden und zu organisieren gibt. Wir haben für Sie zehn Punkte zusammengefasst, die Ihnen das Planen einer Trauerfeier erleichtern sollen.

Sehen Sie hier, die vier Trauerphasen (Der Artikel geht unter dem Video weiter):

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1. Die Beerdigungskosten kalkulieren

Beerdigungskosten werden schnell unterschätzt. Im Durchschnitt können sie sich auf rund 5.000 Euro belaufen, das hängt allerdings häufig von der jeweiligen Region ab. Denn je nach Umfang der Beisetzung können die Kosten für eine Beerdigung auch schnell bis zu 10.000 Euro betragen. Folgende Kostenpunkte sind möglich:

  • Gebühren für die Friedhofsnutzung

  • Kosten für Dienstleister wie zum Beispiel Bestatter oder Floristen

  • Ausgaben für den Leichenschmaus

  • Kosten für den Sarg oder die Urne

  • Grabstein Kosten

Um nicht den Überblick zu verlieren und am Ende vor einer überraschend hohen Rechnung zu stehen, ist es wichtig, dass Sie den Bestatter vorab um einen Kostenvoranschlag bitten. Auf diesen können Sie sich bei Vertragsabschluss berufen. Hilfreich ist es, auch die Preise der einzelnen Dienstleister zu überprüfen, weil häufig nicht alle Leistungen in einem vorab genannten Pauschalbeitrag aufgeführt sind. Manchmal sind die Angaben auch irreführen zum Beispiel bei 'Sarg mit Innenauskleidung', obwohl es keine Särge ohne Innenauskleidung gibt.

Haben Sie sich vorab für eine Sterbegeldversicherung entschieden, können Sie mit der eingezahlten Summe kalkulieren.

Auch sehr hilfreich: Todesfall in der Familie: Was tun, wenn ein Angehöriger stirbt?

2. Eine Bestattungsart auswählen

Die Bestattungsart auszuwählen ist etwas sehr Persönliches. Häufig haben die Verstorbenen bereits zu Lebzeiten in einem Testament oder im Gespräch mit Angehörigen einen Wunsch über die Art der Bestattung geäußert. In Deutschland gibt es zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

Erdbestattung

Die traditionelle Bestattung in einem Sarg auf einem Friedhof.

Feuerbestattung

Der Verstorbene wird in einem Krematorium eingeäschert und anschließend auf einem Friedhof beigesetzt.

Baumbestattung

Nach dem Einäschern in einem Krematorium wird die Asche in einer biologisch abbaubaren Aschekapsel an den Bestattungswald oder an den Friedhof überführt, der für die Beisetzung an einem Baum ausgesucht wurde.

Seebestattung

Bei dieser Bestattungsart wird die Urne nach seemännischem Brauch dem Meer übergeben. Die Seebestattung kann im Beisein der Angehörigen oder ohne die Angehörigen in der Nord- oder Ostsee erfolgen.

Ascheverstreuung

Die Asche von Verstorbenen wird dabei auf speziell ausgewiesenen Aschestreufeldern verstreut. Im Bundesland Bremen ist auch die Ascheverstreuung im eigenen Garten erlaubt.

Anonyme Bestattung

Dabei wird die Bestattung ohne Trauergäste vorgenommen und auf einen Grabstein verzichtet.

Welche Bestattungsart zulässig ist, regeln die jeweiligen Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer.

Lesen Sie hier: Wie die Asche von Verstorbenen zu Glaskunst wird

3. Einen Sarg oder eine Urne kaufen

Die Entscheidung, ob Sie einen Sarg oder eine Urne kaufen, hängt von der ausgewählten Bestattungsart ab. Wenn Sie einen Sarg kaufen möchten, können Sie zwischen verschiedenen Modellen wählen. Für schlichte Särge wird häufig Kiefern- oder Fichtenholz verwendet. Etwas hochwertiger sind dagegen Eichen-, Pappel- oder Lindenholz. Zum Einäschern werden in der Regel günstige Särge ausgesucht. Diese gibt es in einigen Städten bereits unter 1.000 Euro zu kaufen.

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Wenn Sie eine Urne kaufen möchten, dann gibt es diese in verschiedenen Materialien. Zum Beispiel aus Holz, Granulat oder Keramik. In der Regel werden biologisch abbaubare Stoffe zur Herstellung einer Urne verwendet. Der Durchschnittspreis einer Urne beträgt etwa 250 Euro je nach Anbieter. Eine Urnenüberführung vom Krematorium bis zur Grabstätte kostet innerhalb Deutschlands ca. 35 bis 95 Euro. Die Überführung der Urne kann laut Gesetz in der Regel nicht von den Angehörigen übernommen werden.

4. Einen Termin für die Trauerfeier festlegen

Im nächsten Schritt ist es sinnvoll, einen Termin für die Trauerfeier festzulegen. Bedenken Sie dabei, dass das Bestattungsgesetz vorschreibt, dass Beerdigungen in Deutschland innerhalb einer bestimmten Frist stattfinden müssen. Demnach können Verstorbene frühestens nach 48 Stunden und müssen mindestens innerhalb von acht Tagen beigesetzt werden. Deswegen ist es hilfreich, frühzeitig einen Termin zu finden, um die Einladungen mit dem Datum, Uhrzeit, Bestattungsort und dem Ort für einen eventuellen Leichenschmaus zur Trauerfeier ebenfalls zeitlich passend zu versenden.

Lesen Sie hier: Sprüche für Trauerkarten: Anteilnahme bekunden

Schöne Trauerkarten als Einladungen finden Sie zum Beispiel hier:

5. Beisetzung mit einem Pfarrer oder Trauerredner besprechen

Je nach Bestattungsart, Religion und dem eventuellen Wunsch der oder des Verstorbenen können Sie Details der Trauerfeier mit einem Pfarrer oder Trauerredner*in besprechen. Dabei ist es häufig möglich, persönliche Geschichten, Wünsche oder Charaktereigenschaften mit in die Reden einfließen zu lassen. Sowohl Pfarrer als auch Trauerredner sind nicht kostenlos. Im Durchschnitt wird bei einem Pfarrer etwa 20 Prozent Umsatzsteuer zu den Gesamtkosten einer Beerdigung fällig. Trauerredner*innen fangen preislich im Durchschnitt etwa bei 190 Euro pro Rede an.

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6. Beerdigungsblumen auswählen und Lieder für die Beerdigung aussuchen

Zu den Klassikern unter den Beerdigunsgblumen gehören Blumenkränze und Gestecke mit einer Trauerschleife. Dafür wählen die Floristen und Friedhofsgärtnereien in der Regel Rosen, Lilien, Callas, Nelken und Chrysanthemen. Denn in der Trauerfloristik sind die Blumen in hellen Farben ein Symbol für Liebe und Hoffnung, die über den Tod hinaus gehen und die Verstorbenen begleiten sollen. So stehen weiße Rosen zum Beispiel für ewige Treue, Unschuld, Reinheit und Entsagung. Rote Rosen symbolisieren Liebe und Verbundenheit.

Tipp: Grabgesteck selber machen: So einfach gehts

Die wohl am häufigsten ausgewählten Lieder für eine Beerdigung oder Trauerfeier sind beispielsweise 'Amazing Grace' oder 'Hallelujah' (die jeweiligen Interperten variieren). Je nachdem, ob die Trauerfeier in einem kirchlichen oder freien Rahmen stattfindet, können Sie selbstverständlich persönliche Lieblingslieder der oder des Verstorbenen auswählen oder gemeinsam mit dem Pfarrer, Pastor*in oder Trauerredner*in ausgesucht werden.

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Liebevolle Grabdekoration wie zum Beispiel einen kleinen Schutzengel aus Stein, können Sie beispielsweise hier kaufen:

7. Überführung und Abholung des Verstrobenen organisieren

Wenn Sie eine Überführung außerorts veranlassen möchten, fallen in der Regel Kosten an. Auch die hygienische Versorgung des Leichnams kostet je nach Bestattungsunternehmen ab ca. 75 Euro. Die Überführung eines oder einer Verstorbenen aus dem Ausland ist etwas komplizierter. Dafür wird ein Leichenpass in mehrsprachiger Form benötigt, der von dem zuständigen Standesamt auf Antrag ausgestellt wird. Je nach Gemeinde belaufen sich die Kosten dafür zwischen 20 und 120 Euro. Etwas anders ist es bei einer Rückholung aus dem Ausland. Da kann es mehrere Tage dauern, bis die ausländischen Behörden Überführungsdokumente ausgestellt haben. Dazu gehören beispielsweise die Sterbeurkunde oder der Leichenpass. Häufig tragen bei einem Tod im Ausland z. B. während eines Urlaubs auch die Auslandskrankenversicherungen die Überführung zurück zum Wohnsitz der oder des Verstorbenen. Möchten Sie den oder die Angehörige vor Ort begraben, kommt die Auslandskrankenversicherung in der Regel auch für die Bestattung auf.

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Verstirbt der oder die Angehörige in einem Krankenhaus, muss nach der Feststellung des Todes durch einen Arzt die Überführung des oder der Verstorbenen in einem Zeitraum von 24 bis 48 Stunden innerhalb Deutschlands erfolgen. Die Fristen werden dabei individuell durch die jeweiligen Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer geregelt.

8. Ort für den Leichenschmaus wählen

Traditionell findet im Anschluss an die Beerdigung ein Trauermahl, Leichenschmaus oder Trauerkaffee für Familie und enge Freunde statt. Häufig wird dabei Kaffee und Kuchen gereicht oder ein kleines Mittagessen wie zum Beispiel eine Suppe oder belegte Brote. Wie viele Gäste Sie einladen, ist Ihnen überlassen und hängt oft davon ab, wie viel Geld Sie dafür ausgeben möchten und können. Meistens wird als Ort ein Restaurant oder Café in der Nähe des Friedhofs oder des Ortes der Beisetzung gewählt. Wenn Sie etwas Geld sparen möchten oder an diesem Tag lieber in einer gewohnten Umgebung seien wollen, können Sie auch zu sich nach Hause einladen. Die Einladung erfolgt oft mündlich im Anschluss an die Trauerfeier, kann aber auch bereits vorher auf einer Einladungskarte schriftlich angekündigt werden.

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9. Eventuelle Sonderurlaub für die Beerdigung beantragen

Laut 'Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB § 616)' darf der Arbeitgeber*in die Bezahlung nicht einstellen, wenn der oder die Arbeitnehmer durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Das kann zum Beispiel eine Hochzeit, die Pflege von Kindern oder Eltern sein oder ein Todesfall eines nahe liegenden Verwandten. Dazu gehören nach dem Gesetz Tod des Ehegatten*in, Lebenspartner*in im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes, eines Kindes oder Elternteils. Der Anspruch beläuft sich je nach Tarifregelung auf zwei Arbeitstage.

10. Kleidung für die Beerdigung bereitlegen

Der Tag der Trauerfeier kann eine emotionale Belastung sein, deswegen ist es hilfreich, sich vorab zu entscheiden, was Sie an diesem Tag anziehen möchten. In der Regel werden auf Beerdigungen gedeckte und dunkle Farben getragen. Sie können aber auch etwas Helles tragen, denn nicht in jeder Kultur sind Trauerfarben dunkel. Wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen und das Kleidungsstück für eine Trauerfeier angemessen ist. Auch die Wetterlage spielt bei der Kleidungswahl ein entscheidende Rolle. Im Notfall können Sie einen Schirm mitnehmen oder eine dickere Jacke. Taschentücher und eventuell etwas Kleingeld für die Kollekte oder andere kleine Helfer, die Ihnen im Laufe des Tages zur Seite stehen, können Sie in einer Jacken- oder Handtasche unterbringen.

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