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Gaby Köster: "Heute bin ich glücklicher als vor dem Schlaganfall"

Nach ihrem Schlaganfall war für Komikerin Gaby Köster (59) klar: Aufgeben ist keine Option.

Gaby Köster.
Gaby Köster hat nach ihrem Schlaganfall zurück ins Leben gefunden. Foto: IMAGO / Lumma Foto

Es ist der 9. Januar 2008. Gaby Köster steht im Gäste-WC ihrer Wohnung in Köln. Plötzlich wird ihr schwindelig, sie fällt, schlägt mit dem Kopf auf die Heizung und verletzt sich die Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Ein Schlaganfall! Nur eine Notoperation kann ihr Leben retten.

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TV-Star Gaby Köster: Sie versteckt sich nicht vor der Welt

Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Gaby Köster fällt noch immer das Gehen schwer, ihre Linke Hand ist noch taub. Eine Tragödie für die immer gut gelaunte, quirlige Komikerin. Jedenfalls in den ersten Monaten. "Ein Schnupfen hätte auch gereicht", schreibt sie nach dem Unfall mit bitterer Ironie. Doch heute erzählt sie uns mit einem Zwinkern: "Ich bin glücklicher als vor dem Schlaganfall!"

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Denn Gaby Köster hat gelernt, mit dem, was sie hat, zufrieden zu sein: "Ich mache seitdem nur noch Sachen, die mir Spaß machen." Sie sprüht vor Tatendrang und Ideen. Ihre nächste: "Ein Reisemagazin machen für Leute, die mit dem Rollstuhl unterwegs sind." Auch die Komikerin selbst versteckt sich nicht vor der Welt, obwohl vieles nach wie vor nur mit dem Rollstuhl geht: "Mich verschanzen - das ist für mich keine Option."

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Komikerin Gaby Köster macht nur noch was ihr Spaß macht

Hat sie Lust auf eine TV-Show, dann macht sie das. Will sie einfach nur faul sein, dann ist es auch okay. Da ist kein Zwang, auf allen Hochzeiten zu tanzen. Kein Bedürfnis, es allen recht zu machen. Wichtig dabei: "Ich mache es nur so weit, wie es geht, also, wo ich definitiv weiß, mehr wäre nicht gut", versucht sie zu erklären. "Und insofern geht es mir jetzt besser. Als ich noch fit war, hat man das ja als gegeben vorausgesetzt."

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Manchmal kann eine Tragödie auch zum Segen werden. Wenn man die Perspektive ändert. Ein Schicksalsschlag als Chance! Als Möglichkeit, etwas im Leben zu ändern, indem man lernt. "Ich behaupte, ich habe den Schlaganfall gekriegt, damit ich lerne, mit Hilfe umzugehen", erzählt Gaby Köster ihre Sicht. "Ich konnte das überhaupt nicht, ich habe immer im Leben alles alleine gemacht. Und das war für mich insgesamt die härteste Übung, das anders zu lernen. Alles ist für irgendetwas gut. Das zählt für Menschen, für Situationen und in diesem Fall auch für Drecks-, Scheißkrankheiten."

Gaby Köster lebt ihre Träume

Und noch etwas Wichtiges hat die Krankheit ihr beigebracht: "So lange man Träume noch leben kann, lohnt es sich, den Glauben an die schönen Dinge des Lebens, an die Hoffnung nicht aufzugeben. Kein Mensch ist nutzlos, nur weil er einen Arm oder ein Bein nicht mehr richtig bewegen kann."

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