Was sie erzählen Die 7 Warnsignale unserer Hände

Von Eisenmangel über Funktionsstörungen der Leber bis zu Arthrose: Wie unsere Hände Warnsignale geben.

Inhalt
  1. Schmerzende und kalte Finger
  2. Geschwollene Fingergelenke
  3. Rötliche Verfärbungen in den Handinnenflächen
  4. Trommelschlägelfinger
  5. Rillen in den Nägeln
  6. Tüpfel- und Löffelnägel
  7. Gelbliche Verfärbungen

Sie leisten so viel – und sie erzählen uns so viel: unsere Hände! Denn über den Blutkreislauf werden sie mit Nährstoffen versorgt. Liegt da etwas im Argen, verändern sowohl Hände als auch Finger sich. Da das Zeichen für Mangelerscheinungen oder Krankheiten sein können, sollten Sie sie vom Arzt begutachten lassen. Hier die häufigsten Veränderungen:

 

Schmerzende und kalte Finger

Es passiert innerhalb von Sekunden: Sobald Ihre Fingerspitzen mit etwas Kaltem (Luft, Wasser, Metall) in Berührung kommen, werden sie plötzlich blass, blau und schmerzen. Auch Stress kann der Auslöser für die Symptome sein. Der Grund: das sogenannte Raynaud-Syndrom. Bei der eher harmlosen Gefäßkrankheit ziehen sich die Finger-Arterien abrupt zusammen, das Blut entweicht. Ein unangenehmer, aber ungefährlicher Zustand. Im Akutfall können Handwärmer (Apotheke) die Symptome lindern, indem sie die Durchblutung anregen.

 

Geschwollene Fingergelenke

Gelenkverschleiß (Arthrose) oder eine Gelenkentzündung (Arthritis) führen zu geschwollenen Fingergelenken. Testen Sie, ob die Schwellung schmerzempfindlich und weich ist. Denn dann liegt bei Ihnen eine Entzündung vor, die jedoch medikamentös behandelt werden kann.

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Rötliche Verfärbungen in den Handinnenflächen

Fühlen sich die betroffenen Stellen dazu noch warm an, deutet das häufig auf eine Lebererkrankung hin. Denn wenn das Organ nicht richtig funktioniert, kommt es zu Gefäßveränderungen im Körper. In den Handflächen erweitern sich die Adern und das ergibt die rötliche Färbung.

 

Trommelschlägelfinger

Das Lymphsystem ist für Bildung und Transport der Abwehrzellen zuständig. Ist das vordere Fingerglied wie bei einem Trommelschlägel verdickt, deutet das unter anderem auf eine krankhafte Erweiterung der Lymphgefäße hin. Häufig tritt dieses Symptom mit "Uhrglasnägeln" auf: Die Nägel sind vergrößert, rundlich geformt und stark nach außen gewölbt.

 

Rillen in den Nägeln

Längsrillen sind meist harmlos. Allerdings kann Flüssigkeitsmangel sie begünstigen. Deshalb sollten Sie überprüfen, ob Sie genug trinken: Zwei Liter pro Tag sind das Minimum (bei Herz- oder Nierenschwäche bitte die Trinkmenge mit dem Arzt absprechen). Querrillen entstehen oft durch ein verlangsamtes Nagelwachstum, etwa bei einer Grippe. Sie können aber auch eine Irritation der Nagelwurzel anzeigen, wenn beispielsweise bei der Maniküre das Nagelhäutchen zu weit zurückgeschoben wurde.

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Tüpfel- und Löffelnägel

Stecknadelkopfgroße Grübchen auf der Nageloberfläche können auf Schuppenflechte hindeuten. Die winzigen Dellen treten durch kleine Entzündungsherde in der Nagelwurzel auf.

Senkt sich die Nagelplatte nach innen, während der Rand nach oben ragt, handelt es sich um Löffelnägel. Dies kann auf Eisenmangel oder eine Störung der Schilddrüsenfunktion hindeuten.

 

Gelbliche Verfärbungen

Schuld kann ein Nagelpilz sein. Gehen die gelblichen Nägel mit Verdickungen einher, kann das am Yellow-Nail-Syndrom liegen. Dahinter steckt womöglich eine versteckte Bronchitis. Durch die Erkrankung wachsen Nägel viel langsamer, werden dadurch dicker und erscheinen gelblich.

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