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Wespenstich: Die besten Hausmittel - und wie Sie vorbeugen

Im Sommer fliegen Sie durch unsere Gärten: Wespen. Das kann nicht nur den Spaß an Eis, Kuchen und Bratwurst verderben, sondern auch gefährlich sein, etwa für Kleinkinder und Allergiker. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten können, um die ungeliebten Tierchen fernzuhalten und was Sie im Falle eines Wespenstichs tun können.

Wespenstiche: Was Sie dagegen tun können
Jetzt im Sommer sind Wespen von Balkon und Garten nicht mehr wegzudenken. Foto: STAMIK/ iStock
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Wie kann man Wespen fernhalten?

Circa zwei Stunden bevor Sie draußen Kaffeetrinken oder grillen wollen, sollten Sie in ein paar Metern Entfernung einen Köder auslegen. Dann schlagen sich die Wespen daran den Bauch voll und lassen Kaffeetisch und Grillteller in Ruhe. Kontrollieren Sie zwischendurch, ob der Köder schon aufgefressen wurde oder ob Sie nachlegen sollten. Als Köder eignen sich besonders sehr süße oder herzhafte Sachen. Legen Sie zum Beispiel gärige Weintrauben aus.

Hier finden Sie weitere Tipps, wie Sie Wespen vertreiben können!

Weitere Tipps erhalten Sie im folgenden Video (Artikel geht unten weiter):

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Was sollte man bei einem Wespenstich tun?

Zunächst muss, wenn der Stachel noch drin steckt, dieser vorsichtig entfernt werden. Danach muss die Wunde gekühlt werden. Wenn es keine weiteren Probleme gibt, kann man auf Hausmittel zurückgreifen, um die Einstichstelle zu desinfizieren und zu beruhigen. Das reicht - solange keine allergische Reaktion eintritt. Wenn allerdings Anzeichen von Übelkeit, Schwindel, Schwitzen und Kreislaufproblemen auftreten, sollte sofort ein Arzt benachrichtigt werden.

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Welche Hausmittel helfen?

Kühlen, kühlen, kühlen! Entweder mit Wasser oder besser noch mit Kühlkompressen aus dem Kühlschrank. Eine erste Hilfe ist auch mit Eiswürfeln in einem Waschlappen möglich. Wer kein Eis zur Hand hat, kann auch einen nassen Waschlappen auf den Stich legen.

Das wohl bekannteste Hausmittel gegen Wespenstiche ist die Zwiebel. Wenn Sie gestochen wurden, schneiden Sie die Zwiebel auf und drücken Sie auf die Einstichstelle. Der Saft der Zwiebel wirkt stark entzündungshemmend gegen Wespenstiche.

Bei schlimmeren Wespenstichen hilft ein Umschlag aus Essigwasser und Heilerde. Mischen Sie eine halbe Tasse Wasser mit einem Esslöffel Essig. Dazu kommt so viel Heilerde, dass ein Brei entsteht. Auf die Mitte eines Stofftuches wird der Brei aufgestrichen, beide Enden zugeklappt und das Ganze dann um die betroffene Stelle gewickelt. Der Umschlag bleibt solange dort, wie dies angenehm ist.

Hilft Spucke gegen Wespenstiche?

Wenn man sehr überraschend von einer Wespe gestochen wurde und man keine Hilfsmittel zur Hand hat, dann hilft auch erstmal Spucke. Sie könnten auch versuchen, die Wunde auszusaugen. Das hat allerdings nur Sinn, wenn Sie dies kurz nach dem Einstich tun, denn ansonsten hat sich das Gift schon unter der Haut verteilt. Wenn es Ihnen aber gelingt, spucken Sie das Gift sofort aus, denn ansonsten breitet es sich an den Schleimhäuten aus.

Kann man die Stiche auch mit Wärme behandeln?

Am Anfang, wenn sich das Gift noch nicht so stark ausgebreitet hat, kann man den Wespenstich auch mit Wärme behandeln. Am einfachsten ist es heißes Wasser über die Wunde laufen zu lassen. Da das Gift der Wespe zu einem Großteil aus Eiweiß besteht, kann dieses durch Wärme denaturiert werden. Alternativ gibt es dafür aber auch speziellen "Stichheiler", die Sie zum Beispiel in der Apotheke erwerben können. Dabei wird die Stichstelle auf circa 50 Grad Celsius erhitzt. Die Folge: Eiweiß-Moleküle, beziehungsweise Histamine von Wespen- oder Bienengift, Mücken-Speichel und so weiter, zerfallen, die Schwellung wird nicht so groß.

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Was hilft bei einem Wespenstich im Hals?

Vor allem wenn Sie draußen essen, sollten Sie im Sommer besonders darauf achten, dass sich keine Wespe an Ihrem Essen oder Trinken befindet. Wenn es aber doch zu einem Stich im Hals kommen sollte, müssen Sie sofort von außen und innen kühlen. Am besten kalte Kompressen um den Hals wickeln und dabei Eis oder Eiswürfel lutschen. Sobald es aber ein Anzeichen für eine allergische Reaktion gibt (dazu zählen Husten, Übelkeit, Schwitzen und Kreislaufprobleme), müssen Sie den Notarzt verständigen. Bei Allergikern besteht die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks, der zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen kann. Außerdem könnte der Betroffene durch die Schwellung im Hals und Mundraum ersticken.

Quelle: Karin Eckhold

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