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Ulla Kock am Brink: "Ich werde älter - so, wie es mir gefällt"

Angst vor dem Altern? Die kennt Ulla Kock am Brink (58) nicht! Statt sich Sorgen um ein paar Fältchen oder das ein oder andere Gramm mehr zu machen, genießt die Moderatorin das Leben lieber in vollen Zügen - und zwar genau so, wie es ihr gefällt.

Ulla Kock am Brink.
Ulla Kock am Brink genießt ihr Leben in vollen Zügen. imago images / Photopress Müller

Von 1989 bis 2001 moderierte Ulla Kock am Brink nahezu alles an Fernsehshows, was Deutschland zu bieten hatte. Im Gespräch mit "Neue Post" verriet die Moderatorin, was sie heute macht.

Ulla Kock am Brink will Menschen über 50 eine Stimme geben

Sie erleben gerade eine spannende Zeit, weil Sie Ihren neuen YouTube-Kanal entwickelt haben!

Absolut! Mein Format heißt 'Da geht (noch) was - der Talk für Erwachsene mit Ulla Kock am Brink'.

Was bedeutet der Titel 'Da geht noch was'?

Ich bin der Meinung, dass wir in unserer Zeit sehr durch den Jugendwahn und Äußerlichkeiten geprägt sind. Deshalb will ich die Botschaft vermitteln, dass wir Menschen über 50 auch weiterhin am Leben teilhaben. Ich lebe viel intensiver als früher. Interessiere mich für Technik, lese viele Zeitungen, habe noch einmal ein neues Liebesglück gefunden. Ich nehme mir mehr Zeit für all die Dinge, die ich liebe. Das möchte ich auch nach außen tragen! Ich möchte die Generation der Babyboomer spiegeln.

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Wie kommt das, dass Sie sich jetzt viel freier fühlen als früher?

Ich habe keine Angst mehr davor, was die Leute von mir denken könnten. Ich lehne mich so weit aus dem Fenster, wie ich möchte. Ich will Haltung zeigen und mich frei äußern können.

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Von Diäten hält die Moderatorin nichts

Zu welchen Themen wollen Sie sich in Ihren YouTube-Videos äußern?

In meiner ersten Folge geht es um Risiken und Nebenwirkungen des Schönheitswahns. In einer anderen Folge geht es um Diäten. Ich habe mir einen Experten eingeladen, der über 5000 wissenschaftliche Studien zu Diäten ausgewertet hat und sagt, dass keine Diät der Welt das Gewicht dauerhaft reduzieren kann. Er plädiert für ein rein intuitives Essen.

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Bringt das etwas?

Ich mache das jetzt selbst seit ein paar Wochen und finde es super. Es macht mich glücklicher, meine Lebensqualität ist erheblich gestiegen. Ich bin jetzt 58, habe mit meinem Gewicht zu kämpfen. Der Stoffwechsel ist langsamer. Außerdem bin ich faul geworden, ich habe keine Lust mehr, Sport zu machen. Stattdessen versuche ich, im Alltag viel zu Fuß zu erledigen und Fahrrad zu fahren. So habe ich trotzdem meine Bewegung, ohne mich im Fitnessstudio mit 50 anderen in den Yogakurs zu zwängen.

„ Ich habe mir einen Experten eingeladen, der über 5000 wissenschaftliche Studien zu Diäten ausgewertet hat und sagt, dass keine Diät der Welt das Gewicht dauerhaft reduzieren kann.“
Ulla Kock am Brink

Der Ansatz klingt sehr spannend – und auch ein bisschen nach Lebenshilfe.

Ich helfe den Leuten gerne. Ich habe ja so viel erlebt – von Erfolgen bis zu niederschmetternden Ereignissen. Da habe ich den Umgang mit all diesen Höhen und Tiefen gelernt.

Hinter Ulla Kock am Brink liegen schwere Zeiten

Was haben Sie aus den schweren Zeiten mitgenommen?

Ich bin ja eh so ein kleines Stehauf-Frauchen. Ich bin im Herzen rebellisch, ich sehe es einfach nicht ein, dass das Leben mich besiegen kann. Man muss lernen, mit Tiefschlägen, mit Frustration, mit Geld, mit Erfolgen und mit dem Partner umzugehen. Das Wort „Scheitern“ gibt es bei mir nicht. Ich lebe lieber danach, dass ich versuche, Niederlagen oder Schwierigkeiten in etwas Gutes umzuwandeln.

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Was haben Sie, als Frau der Babyboomer-Generation, mit den Jahren gelernt?

Also erstens finde ich es gut, wenn man die Liebe zu sich selbst nicht verliert. Ich akzeptiere das Altern, ich akzeptiere, dass sich mein Körper verändert, und finde mich trotzdem schön. Also manchmal hadere ich auch, aber dann grinse ich und sag mir: Mach was draus.

Zweitens ist es ganz wichtig, dass man sich einen Freundeskreis sucht, der einem guttut. Der befruchtend ist, der an meinem Leben und meiner Denkweise interessiert ist. Die Vampirfreunde, die mir nur Energie aussaugen, habe ich aussortiert.

Drittens sollte man immer sehr gut in sich hineinhorchen, wenn man über 50 ist. Was will ich wirklich? Worauf habe ich Lust?

Und was wäre das?

Ich finde es ganz wichtig, die Zeit mit dem Partner, den Freunden und der Familie so bewusst wie möglich zu genießen. Mein Schwager ist vor zwei Jahren verstor ben. Er wurde nur 58 Jahre alt. Das hat mir gezeigt, dass das Leben bunter und intensiver wird, wenn man sich seiner Endlichkeit bewusst wird.

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