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Noro-Virus & Co.: Wie lange bin ich ansteckend?

Da ist die Kollegin einen Tag nach ihrer Krankheit zu früh wieder im Büro - und schon steckt man sich an. Aber wie lang sind Noro-Virus, Grippe und Mandelentzündung eigentlich ansteckend? Alles über die Lebensdauer von Krankheitserregern und die besten Tipps zur Vorbeugung.

Noro-Virus & Co.: Wie lange bin ich ansteckend?
Wie lang ist ein Noro-Virus ansteckend? Und ab wann darf ich nach einer Grippe wieder unter Leute, ohne sie zu infizieren? Antworten auf diese Fragen gibt es hier. Foto: norwayblue / iStock
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Die Hochsaison für Viren und Bakterien ist langsam vorbei – trotzdem erkranken viele noch in den ersten Frühlingswochen an Noro-Virus, grippalen Infekten und Co. Wie lang diese Krankheiten ansteckend sind und worauf Betroffene und Angehörige jetzt achten sollten:

Noro-Virus ist noch zwei Tage lang ansteckend

Das Robert Koch-Institut meldet in dieser Saison besonders heftige Infektionen. Das Virus ist extrem ansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Kranken und durch Gegenstände wie Türklinken, Toilettendeckel, Handtücher und Seifenspender. Die Viren sind äußerst widerstandsfähig: Sie können nachweislich bis zu zwölf Tage außerhalb unseres Körpers überleben.

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Sollte ein Familienmitglied betroffen sein, ist strenge Hygiene wichtig: Gründliches Händewaschen (mindestens 30 Sekunden und mit Seife) inklusive Handdesinfektion nach dem Toilettenbesuch und vor dem Essen. Bereits Erkrankte sollten nicht besucht und nur von einer Person gepflegt werden.

Die Wäsche mindestens bei 60 Grad waschen, ist das nicht möglich, einen Hygienespüler verwenden. Vorsicht: Betroffene sind noch zwei Tage nach überstandener Infektion ansteckend!

Erkältung und Grippe: Eine Woche abwarten

Die über 200 Viren-Arten, die grippale Infekte auslösen, gelangen meist über die Hände in den Körper. Hat es einen erwischt, ist man etwa eine Woche (wie bei der echten Grippe) ansteckend, in den ersten zwei Tagen am stärksten. Die Erreger sitzen an Türgriffen, auf Bankautomaten, an Haltestangen im Bus. Daher: Haben Sie in der Öffentlichkeit Dinge berührt, fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht. Zudem sollten Sie erkrankte Personen nicht umarmen oder ihnen die Hand geben.

Erkältete sollten zudem in ein Papiertaschentuch niesen und es danach sofort wegwerfen. So können die Viren nicht in die Luft gelangen und sie werden nicht bei mehrmaligem Taschentuch-Gebrauch auf den Händen verteilt. Denn außerhalb des Körpers sind sie noch etwa zwölf Stunden aktiv! Stofftaschentücher gehören deshalb nach einmaligem Gebrauch in die 60-Grad-Wäsche.

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Viren überleben bis zu zwei Wochen bei einer Bindehautentzündung

Sowohl Bakterien als auch Viren, die durch unsaubere Hände oder Kontaktlinsen in die Augen gelangen, lösen die Entzündung aus. Die Augen sondern dann ein wässriges und eitriges Sekret ab. Zudem tränen sie stark und reagieren empfindlich auf Licht. Die virale Bindehautentzündung ist besonders aggressiv: Betroffene können bis zu zwei Wochen lang ansteckend sein. Damit sich die Keime nicht ausbreiten können, gilt: nicht in die Augen fassen. Handtücher gehören nach einmaligem Gebrauch in die 60-Grad-Wäsche. Für die Gesichtsreinigung sollten nur Wattepads oder Einweg-Waschlappen benutzt werden. Denn die hartnäckigen Viren können bis zu zwei Tage auf Gegenständen überleben.

Mandelentzündung: Bis zu sieben Tage ansteckend

Die Mandelentzündung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Betroffene sollten deshalb öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten und Großraumbüros fernbleiben. Wie lange die Infektion ansteckend ist, hängt vom Erreger ab: Die Streptokokkenangina ist mit Antibiotika nach einem Tag, die virale Entzündung meist nach einer Woche nicht mehr ansteckend.

Diese Hygienemaßnahmen schützen wirkungsvoll

Handtücher nicht teilen

Da die meisten Keime über die Hände übertragen werden, ist die Ansteckungsgefahr beim Benutzen gemeinsamer Handtücher groß. Entweder hat jedes Familienmitglied sein eigenes oder Sie verwenden Einmaltücher, solange jemand krank ist.

Zahnbürsten trennen

Stehen sie im selben Becher, können sich die Keime schnell auf den Bürsten verbreiten. Deshalb sollten sie (am besten immer!) getrennt aufbewahrt werden.

Wäsche oft waschen

In der Krankheitsphase sollte die Bettwäsche alle drei Tage gewechselt und nach Möglichkeit bei 60 Grad gewaschen werden.

Geschirr heiß spülen

Gerade bei Magen-Darm-Infekten gilt: Waschen Sie das Geschirr so heiß wie möglich im Geschirrspüler.

Papiertaschentücher entsorgen

Am besten sofort in einen Eimer mit Deckel oder die Toilette werfen. Anschließend die Hände waschen.

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