Bessere Behandlungschancen Neue Hoffnung für Brustkrebspatientinnen

Inhalt
  1. Risikofaktoren von Brustkrebs kennen
  2. So verläuft die Bildung von Metastasen
  3. Individuelle Behandlung von Brustkrebspatientinnen
  4. So finden Sie das richtige Brustzentrum
  5. Vorbeugung mit Kurkuma und grünem Gemüse
  6. Mammografie-Screening: Das müssen Sie wissen

Wissenschaftler entwickeln immer bessere Behandlungen, um die Überlebenschancen bei Brustkrebs deutlich zu erhöhen. Dies sind die neuesten Ergebnisse.

Mammakarzinom, so wird Brustkrebs auch genannt, ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Mehr als 75.000 Mal im Jahr stellen Ärzte in Deutschland die Diagnose. Beruhigend: Rechtzeitig erkannt und behandelt, ist Brustkrebs in vielen Fällen heilbar. Doch etwa zehn Prozent der Patientinnen haben bei der Erstdiagnose bereits Metastasen. Die Krebszellen konnten sich also schon an anderen Stellen im Körper verteilen. Eine vollständige Heilung ist dann nicht möglich. Dank neuer Therapien kann dann die Lebenszeit aber deutlich verlängert werden.

 

Risikofaktoren von Brustkrebs kennen

Wie bei den meisten anderen Krebsarten auch ist die eigentliche Ursache für Brustkrebs nicht bekannt. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die ein Entstehen der Krankheit begünstigen können. Dazu zählen etwa Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht. Aber auch eine familiäre Vorbelastung und mangelnde Bewegung kommen infrage. Und welche Rolle spielt Stress? Prof. Dr. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums des Klinikums der Universität München, gibt Entwarnung: "Heute wissen wir, dass ein hektischer Lebensstil mit viel Stress Krebs nicht auslösen kann." Betroffene brauchen sich also keine Vorwürfe zu machen.

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So verläuft die Bildung von Metastasen

Bekommt eine Frau die Diagnose Brustkrebs, entwickeln sich schnell Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Wird metastasierter Brustkrebs festgestellt, ist die Furcht vor der Krankheit und ihren Folgen sogar noch größer. Es gibt verschiedene Arten von Metastasen: lokale, regionäre und Fernmetastasen. Lokale Metastasen treten in unmittelbarer Nähe des Tumors auf, regionäre in den Lymphknoten im Bereich des Tumors. Von Fernmetastasen sprechen Ärzte, wenn sich in anderen Körperbereichen Absiedlungen des Tumors gebildet haben. Letztere entstehen bei Brustkrebs meist unter anderem in den Knochen, der Leber sowie der Lunge. Die gute Nachricht: Trotz Metastasen können Ärzte heute das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern und die Lebensqualität der Patientinnen sehr lange erhalten.

 

Individuelle Behandlung von Brustkrebspatientinnen

Tumore, die auf die Brust oder angrenzendes Gewebe begrenzt sind, versuchen Mediziner in der Regel durch eine Operation vollständig zu entfernen. Haben sich über den Brustbereich hinaus Metastasen im Körper gebildet, ist eine komplette Tumor-Entfernung oft nicht mehr möglich. Bei Fernmetastasen wird fast immer medikamentös behandelt. Ziel ist, das Tumorwachstum einzudämmen. Bestimmte Brustkrebsarten lassen sich auch mit sogenannten zielgerichteten Therapien behandeln. Dafür stehen inzwischen neue, hochwirksame Medikamente zur Verfügung. Wichtig: "Bei Brustkrebs gleicht kein Krankheitsfall dem anderen. Deshalb sollte jede Behandlung individuell geplant und durchgeführt werden", sagt Prof. Dr. Nadia Harbeck. Die Expertin rät Betroffenen, sich an ein Brustzentrum zu wenden.

 

So finden Sie das richtige Brustzentrum

Von diesen durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Einrichtungen gibt es rund 250 in Deutschland. Ihr großer Vorteil: Diagnostik, Therapie und Nachsorge werden in den Zentren auf einem besonders hohen Niveau zur Verfügung gestellt. Alle für die Behandlung relevanten Fachärzte (zum Beispiel Operateure, Pathologen, Onkologen und Strahlentherapeuten) arbeiten eng zusammen. "Ich empfehle Patientinnen, nach Rücksprache mit ihrem Haus- oder Frauenarzt ein zertifiziertes Brustzentrum aufzusuchen. Dort sind Betroffene gut aufgehoben, da sie dort davon ausgehen können, die neuesten und wirksamsten Therapien zu bekommen", so Prof. Dr. Harbeck. Eine Brustkrebserkrankung hat nicht nur körperliche Folgen. Meist leiden Patientinnen auch psychisch. Daher ist die seelische Betreuung ebenfalls von großer Bedeutung. In Brustzentren bieten deshalb Psychoonkologen ihre Hilfe an. Sie unterstützen Betroffene (und auch Angehörige) bei der Krankheitsbewältigung – und das schon gleich zu Beginn der Behandlung.

 

Vorbeugung mit Kurkuma und grünem Gemüse

Seit mehr als 4.000 Jahren wird das Gewürz Kurkuma in Indien nicht nur zum Kochen, sondern auch als Heilmittel genutzt. Wissenschaftlern gelang es sogar, seine Wirkung gegen Krebs nachzuweisen: Die pflanzflichen Inhaltsstoffe können die Metastasenbildung bei Brustkrebs hemmen. Tipp: Täglich einen Teelöffel Kurkuma auf den Speiseplan setzen. Zudem sollten wir laut Experten so oft wie möglich grünes Gemüse genießen. Brokkoli, Brunnenkresse, Rosenkohl, Kohlrabi und Rucola erweisen sich als besonders wirkungsvolles Anti-Krebs-Essen. Bereits eine Portion pro Woche senkt das Risiko laut Wissenschaftlern um 17 Prozent.

 Kennen Sie Goldene Milch? Das Getränk wird mit wertvollem Kurkuma hergestellt. Im Video zeigen wir das Rezept:

 
 

Mammografie-Screening: Das müssen Sie wissen

Zusätzlich zur jährlichen Tast-Kontrolle beim Gynäkologen werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre schriftlich zum Mammografie-Screening eingeladen. Bei der Röntgenuntersuchung werden inzwischen deutlich mehr kleinere Tumore entdeckt und frühzeitiger behandelt. Die Strahlendosis ist übrigens dank moderner Untersuchungsgeräte gering. Laut Experten haben Patientinnen somit keine negativen Auswirkungen auf ihre Gesundheit zu erwarten.

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