Endlich schöne Brauen Microblading: Ein Erfahrungsbericht und der Vorher-Nachher-Vergleich

Erfahrungsbericht vom Microblading: Der Vorher-Nachher-Vergleich
Links: Die Augenbrauen vor der Microblading-Behandlung. Rechts: Direkt nach dem "aufzeichnen".
Inhalt
  1. Wo ist der Unterschied zwischen Microblading und Permanent-Make-up?
  2. Dauerhaft schöne Augenbrauen – und ein jüngeres Gesicht?
  3. Der goldene Schnitt: Inbegriff jeder Ästhetik
  4. Knackige Brauen oder ein feiner Schatten?
  5. Nach einer Stunde leichten Ziepens: schöne Brauen!
  6. Bei Frauen ab 50 hält das Microblading besonders gut

Wer schöne Brauen will, zückt den Stift – oder die "Klinge". Zugegeben: Das lässt man die Fachfrau machen. Das Ergebnis des sogenannten Microbladings kann sich aber sehen lassen. Wir haben unsere Leserin Gisela auf ihrer Reise zu schönen Augenbrauen begleitet.

Zu dünn gezupft oder kläglich am Färben gescheitert: Die Bandbreite der Augenbrauen-Fehltritte ist groß. Eine Frau hat sie alle gesehen: Anna Rister ist Pigmentistin und Medical-Beauty-Spezialistin – eine Helferin in der Not, wenn die Augenbrauen nicht (mehr) dem persönlichen Gusto entsprechen.

Das war auch bei Gisela Starke der Fall: Die Augenbrauen der 66-Jährigen sind mit den Jahren dünner geworden und haben an Farbe verloren. Nachgeholfen hat sie bislang mit Mascara, um ihrem Gesicht mehr Form zu geben. Der Nachteil: Der Farbton harmonisiert nicht mit ihrer Haut- und Gesichtsfarbe und mit dieser Methode werden lediglich die vorhandenen Härchen getönt – was die Augenbrauen an sich nicht voller wirken lässt.

Vor dem Microblading hat Frau Starke die Brauen mit einer Mascara geschminkt.
Mit den Jahren sind die Augenbrauen von Leserin Gisela dünner geworden. Auch die Mascara konnte das nicht komplett überdecken.

Die Lösung für ein semipermanentes Aufhübschen der Brauen bietet die Microblading-Technik: Für circa ein bis drei Jahre (je nach Geschwindigkeit des Stoffwechsels, Tiefe der Pigmentierung und Fettigkeit der Haut) hält die Farbe, die in feinen Strichen in die Haut gebracht wird.

 

Wo ist der Unterschied zwischen Microblading und Permanent-Make-up?

"Ich will bloß keine braunen Balken im Gesicht" – die Sorge von Gisela ist nachvollziehbar. Zu präsent sind die Bilder von Relikten aus den Neunzigern, als es im Trend lag, dem Tätowierer die Form- und Farbgebung der Augenbrauen anzuvertrauen – und sich noch zehn Jahre später für das misslungene Permanent-Make-up zu schämen. Beim Microblading werden organische oder mineralische Pigmente in die Haut gebracht, die durch die natürliche Erneuerung der Hautschichten nach circa ein bis drei Jahren wieder verbleichen und verstoffwechseln. Ein weiterer Vorteil der Technik: Im Gegensatz zum Arbeiten mit der Tätowier- oder Pigmentiermaschine wird beim Microblading ein sogenanntes steriles "Blade" verwendet. Daher auch der Name: Der griechische Wortstamm "micro" steht für "klein" und "blading" ist die englische Bezeichnung des Schraffierens der Haut mithilfe eines Skalpells ("blade" heißt im Deutschen "Klinge"). Durch diese Technik können feinste Härchen nachgezeichnet werden. Die Angst vor dem Balken-Look kann Frau Rister Gisela deshalb schnell nehmen: "Die Linien, die ich mit der Klinge in die Haut zeichne, sehen beinahe aus wie echte Augenbrauen-Haare. Damit wirkt das Ergebnis täuschend echt."

 

Dauerhaft schöne Augenbrauen – und ein jüngeres Gesicht?

Mircoblading kann tatsächlich noch mehr, als die Brauen zu verschönern: "Die Mimik der Kundin fällt seitlich neben den Augen recht stark ab – das kann im Alter passieren. Mit der Microblading-Technik lassen sich die Augenbrauen an den Enden leicht anheben. So wird das Gesicht optisch geliftet und die Augen wirken nicht mehr 'traurig'."

Vor dem Microblading schaut sich Frau Rister die Mimik der Kundin ganz genau an
Bevor es losgeht, sprechen Frau Rister und Gisela über die Form, die ihre neuen Augenbrauen haben sollen.

Das klingt verlockend: Eine Verjüngungskur für das Gesicht, ohne dass der Schönheitschirurg Hand anlegt? "Mit den Jahren werden nicht nur die Haare auf dem Kopf, sondern auch die Augenbrauen lichter", erklärt Anna Rister.

Hier kommt das Microblading ins Spiel: Mit einer feinen Klinge wird Farbe in die oberen Hautschichten gebracht – in Härchenform. Dadurch können die Augenbrauen aufgefüllt, farblich korrigiert und eben auch die Gesichtszüge optisch angepasst werden: "Wenn zum Beispiel die Augen asymmetrisch sind, kann das durch eine leichte Korrektur der Augenbrauenform ausgeglichen werden", so Rister und zeichnet die optimale Form an der Kundin mit einem Brauenstift vor. Den Effekt sieht man sofort: Das Gesicht wirkt frischer und durch das Anheben der Brauen freundlicher.

 

Der goldene Schnitt: Inbegriff jeder Ästhetik

Um die perfekte Augenbrauenform für ein Gesicht zu finden, orientiert sich die Spezialistin zwar vor allem an der natürlichen Form – sie bedient sich aber auch einem bestimmten Mittel der Ästhetik: dem goldenen Schnitt. So heißt das Abstandsverhältnis von Formen und Linien, das als besonders harmonisch wahrgenommen wird. Frau Rister benutzt dafür einen speziellen Zirkel, mit dem sie Giselas Gesicht ausmisst. Das sieht irgendwie gruselig aus – sehr technisch. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Nach nur wenigen Minuten sind die perfekten Brauen auf dem Gesicht der Kundin vorgezeichnet. Frau Risters Vorlage ist fertig; nun beginnt das eigentliche Microblading.

Mithilfe des goldenen Schnitts bestimmt Frau Rister die Proportionen des Gesichts der Kundin
Damit das Gesicht möglichst harmonisch wirkt, werden die Gesichtszüge mithilfe des goldenen Schnitts berechnet.
 

Knackige Brauen oder ein feiner Schatten?

Nicht weniger wichtig als die perfekte Form der Augenbrauen ist die richtige Farbe: "Ich hatte mal eine Kundin, die sehr unter dem Rotstich ihrer Brauen-Härchen gelitten hat. Mit dem richtigen Ton, einer Farbe mit hohem Grünanateil, konnten wir den Rotstich fast komplett neutralisieren", erzählt die Kosmetikerin, während sie den optimalen Ton für die Kundin zusammenmischt.

Zuvor hatte sie mit Gisela darüber gesprochen, wie sie sich die Farbe wünscht: "Es kommt darauf an, ob man einen knackigen Kontrast oder nur einen leichten Schatten möchte, den man als Orientierungshilfe beim Nachmalen der Augenbrauen nutzen kann." Letzteres möchte Gisela nicht; sie ist es leid, jeden Morgen an ihren Brauen herumzuschminken.

"Balken" sollen es aber auch nicht werden – sondern eine harmonisch geschwungene, farblich zum Haupthaar passende Braue. Der richtige Ton ist schnell gefunden. Frau Rister erklärt: "Da ist es auch sinnvoll, sich ein bisschen auf die Erfahrung der Kosmetikerin zu verlassen: Die Farben sehen im Container etwas anders aus, als hinterher in der Haut. Außerdem nimmt man erstmal einen helleren Ton – dunkler werden kann man während der Behandlung oder bei der Nachbehandlung immer noch."

 

Nach einer Stunde leichten Ziepens: schöne Brauen!

Die Behandlung ist kurz und (fast) schmerzlos: Gisela bekommt ein OP-Häubchen, ihre Haut wird desinfiziert und los geht’s: Frau Rister nimmt etwas Farbe auf die Klinge und beginnt, die Konturen der Vorzeichnung in kleinen Strichen nachzuziehen. Die Striche entsprechen der natürlichen Haarwuchsrichtung der Kundin: "Zur Mitte hin wachsen die Haare tendenziell eher senkrecht – nach außen dann mehr waagerecht oder sogar mit deutlichem Abwärtstrend. Das bilde ich auch in meiner Zeichnung ab, damit das Ergebnis schön natürlich aussieht", so die Kosmetikerin. Nach etwa einer Stunde hat sie alle Härchen gesetzt. Nur eine leichte Rötung lässt erahnen, dass hier gerade eine Schönheitsbehandlung durchgeführt wurde. Gisela ist sofort gesellschaftstauglich – und fühlt sich pudelwohl: "Meine neuen Brauen gefallen mir", und witzelt "mal sehen, ob es meinem Mann auffällt!"

Bei unserem Treffen zum Zweittermin, etwa sechs Wochen später, begrüßt mich Gisela mit den Worten: " … und es ist ihm nicht aufgefallen!" Man muss mit ihrem Gatten aber auch etwas nachsichtig sein: Das Ergebnis sieht verblüffend natürlich aus. Wer Gisela nicht kennt (oder zuvor nicht explizit auf ihre Brauen geachtet hat), sieht ein hübsches, volles Paar Brauen vor sich. Auch Frau Rister bestätigt das und stellt fest, dass nur sehr wenige ihrer gezeichneten Härchen durch die Erneuerung der Haut verschwunden sind. Diese zeichnet sie im Nachbearbeitungstermin noch einmal nach – und damit ist Gisela – für die nächsten ein bis drei Jahre mit schönen Augenbrauen gesegnet.

Wie die Behandlung genau verlief, zeigen wir im Video:

 
 

Bei Frauen ab 50 hält das Microblading besonders gut

Weniger fettige Haut, langsamerer Stoffwechsel und damit trägere Zellerneuerung: Das sind Faktoren, von denen Frauen im reifen Alter beim Microblading profitieren, denn bei ihnen hält die Pigmentierung oft erstaunlich lang. Und auch Damen mit Sehschwäche oder Brillenträgerinnen sind glücklich, denn die morgendliche Qual des Augenbrauenzeichnens mit all den üblichen Fehlversuchen und Asymmetrien ist Geschichte. Allenfalls ein kleines bisschen Brauenpuder, um die Farbe noch zu intensivieren - und fertig ist der perfekte Augenbrauen-Look.

Erfahrungsbericht vom Microblading: Der Vorher-Nachher-Vergleich
Links: vor der Behandlung. Rechts: das Ergebnis.

Wie lang sich Gisela an den frischen Brauen erfreuen kann, werden wir berichten – in ein bis drei Jahren. Sie zieht so oder so die Bilanz: "Ich bin froh und würde es wieder tun."

Anna Rister ist Pigmentistin und Medical-Beauty-Spezialistin - unter anderem für Microblading.

Anna Rister ist Spezialistin für kosmetische Schönheitsbehandlungen wie Microblading, Microneedling, und spezielle Antiaging-Konzepte, darunter auch Lidstraffung ohne operativen Eingriff. Diese Behandlungen führt sie in ihren Praxis- und Schulungsräumen im Hamburger Stadtteil Sasel durch. Mehr dazu auf ihrer Homepage: www.rister-medicalbeauty.de.

Fragen zum Thema Microblading? Lesen Sie hier weiter:

Die Microblading-Technik beschert dauerhaft schöne Brauen.
In Form gebracht  

Microblading: Augenbrauen dauerhaft verschönern

Microblading erleichtert die tägliche Augenbrauen-Routine. Aber was ist das eigentlich?

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Kategorien:
Glamouröse Wohnideen

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