Adenokarzinom

Magenkrebs: Symptome, Behandlung und Heilungschancen

Magenkrebs gehört zu den häufigsten tumorbedingten Todesursachen. Wir klären Sie über das Adenokarzinom auf.

Magenkrebs
Auch wenn Magenkrebs eine recht seltene Krebsart ist, zählt er immer noch zu den häufigsten tumorbedingten Todesursachen. Foto: magicmine; Eraxion / iStock
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Was ist Magenkrebs?

Es gibt verschiedene bösartige Tumore, die sich im Magen bilden können. Zu 95 Prozent entwickeln sich diese in der Magenschleimhaut und gehen vom Drüsengewebe aus. Man nennt sie Adenokarzinome. Meist erkranken Männer und Frauen im siebten Lebensjahrzehnt an Magenkrebs, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Bei ihnen ist das Magenkarzinom die siebthäufigste Tumorerkrankung, bei Frauen die neunthäufigste.
Auch wenn die jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland seit einigen Jahren rückläufig sind und laut Robert Koch-Institut im Jahre 2014 nur etwa 15.000 Personen erkrankten, sollte die Krebserkrankung nicht unterschätzt werden, denn sie gehört noch immer zu den häufigsten tumorbedingten Todesursachen. Wird das Adenokarzinom im Magen zu spät erkannt, ist eine Heilung nur schwer möglich.

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Auf welche Ursachen ist ein Magenkarzinom zurückzuführen?

Bisher sind die genauen Ursachen von Magenkrebs wissenschaftlich noch nicht hinreichend geklärt. Einige Risikofaktoren können die Entstehung eines Magenkarzinoms jedoch begünstigen. So gehören Patienten, die schon mal unter einer Magenschleimhautentzündung, augelöst durch das Helicobacter pylori Bakterium, gelitten haben, zur Risikogruppe. Durch die Helicobacter-Infektion ist die Magenschleimhaut deutlich anfälliger für die Enstehung von entarteten Zellen.
Weitere Risikofaktoren lassen sich in bestimmten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten finden. So erhöht sich das Risiko an Magenkrebs zu erkranken durch:

  • Den regelmäßigen Verzehr von stark salzhaltiger oder geräucherter Nahrung.
  • Den Verzehr von gegrillter oder gebratener Nahrung, bei welcher sich Nitrat zu Nitriten umwandelt. (Nitrosamine)
  • Erhöhten Alkohol- und Zigarettenkonsum
  • Den Verzehr von zu heißen Speisen
  • Einen Eiweiß- und Vitaminmangel
  • Den Verzehr von Schimmelpilzen, die Aflatoxine bilden.

Außerdem können weitere, teils genetisch bedingte Magenerkrankungen oder vorausgegangene Operationen das Krebsrisiko erhöhen.

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Symptome: Wie äußert sich ein Magenkarzinom?

Ähnlich wie bei einem Karzinombefall anderer Körperteile verursacht auch das Frühstadium des Magenkrebses wenig bis gar keine Symptome. Aus diesem Grund wird die Erkrankung meist erst sehr spät erkannt, was sich negativ auf die Heilungschancen auswirkt.
Anfängliche Beschwerden sind meist sehr unspezifisch und können auf viele verschiedene Magenerkrankungen hindeuten. Es wird dennoch empfohlen, bei wiederholt auftretenden Beschwerden im oberen Bauchbereich einen Facharzt aufzusuchen, um mögliche Ursachen abklären zu lassen. Folgende Symptome können auf ein Magenkarzinom hindeuten:

  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Völlegefühl
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Ungewollte Gewichtsabnahme
  • Leistungsabfall
  • Mundgeruch
  • Blut im Stuhl
  • Abneigung gegen Fleisch
  • Neue Unverträglichkeiten (z.B. von Kaffee, Obst, Alskohol)
  • Bildung von Bauchwasser

Hinweis: Natürlich können die oben genannten Symptome auch Anzeichen für eine andere weitaus ungefährlichere Magenerkrankung oder Unverträglichkeit sein. Bei bestehenden Symptomen dieser Art sollten Sie jedoch sicherheitshalber einen ärztlichen Rat einholen. Denn bedenken Sie immer: Magenkrebst, der in einem frühen Stadium entdeckt wird, hat deutlich bessere Heilungschancen.

Schauen Sie im Video, was sich hinter einem Reizmagen verbirgt: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

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Video: Provider

Wie wird Magenkrebs behandelt?

Die Behandlung von Magenkrebs ist stark von der Art und Größe des Tumors abhängig. Außerdem ist es entscheidend, ob das Karzinom bereits Metastasen gebildet hat und wie schnell und aggressiv der Tumor wächst.
Erste Maßnahme ist meist der operative Eingriff, bei dem der Tumor und möglicherweise angrenzende Lymphknoten vollständig entfernt werden sollen. Kleinere Tumore können heutzutage schon durch einen minimal-invasiven Eingriff im Zuge einer Magenspiegelung entfernt werden. Hierbei bleibt der Magen größtenteils erhalten. Ist der Tumor zu groß, kann auch der gesamte Magen entfernt werden (Gastrektomie) und mit einem Dünndarmabschnitt ein Ersatzmagen gebildet werden.
Eine Chemotherapie kann bereits vor, allerdings auch nach der Operation dazu beitragen, dass sich das Rückfallrisiko minimiert. Ob und wann sie zum Einsatz kommt entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten.
Ist der Tumor inoperabel und springt auch nicht gut auf die Chemotherapie an, kommt häufig die Strahlentherapie zum Einsatz. Ziel dabei ist es, den Tumor im Wachstum zu hindern, gegebenenfalls zu verkleinern und damit die Beschwerden des Patienten zu lindern.

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Ist Magenkrebs heilbar?

Natürlich hängen die Heilungschancen stark vom Zeitpunkt der Diagnose und der Art und Größe des Tumors ab. Leider bilden sich bei Magenkrebs relativ schnell Tochtergeschwulste in anderen Organen, wie in der Leber oder Lunge. Wird das Karzinom jedoch früh entdeckt und befindet sich noch im Anfangsstadium, stehen die Heilungschancen sehr gut. Vorstufen von Magenkrebs können in nahezu allen Fällen vollständig geheilt werden.
Laut allgemeinen Statistiken liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate nach der Operation bei 90 Prozent. Das heißt, von 100 Personen, deren Magenkrebs im Frühstadium behandelt wird, leben nach fünf Jahren noch 90.
Kann der Tumor nicht vollständig entfernt werden oder wird er erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, sinken die Heilungschancen allerdings deutlich.

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