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Differenziertes Karzinom

Schilddrüsenkrebs: Symptome, Behandlung und Heilungschancen

Es gibt verschiedene Arten von Schilddrüsenkrebs. Wir werden das differenzierte Karzinom etwas genauer betrachten.

Schilddrüsenkrebs
Schilddrüsenkrebs Dr_Microbe / iStock

Was ist Schilddrüsenkrebs?

Als Schilddrüsenkrebs wird im medizinischen Sinne ein bösartiger Tumor verstanden, der sich im Drüsengewebe der Schilddrüse bildet. Man unterscheidet, je nachdem, aus welchen Zellen der Schilddrüse der Tumor ausgeht, differenzierte, medulläre und undifferenzierte Karzinome. Die differenzierten Karzinome kommen am häufigsten vor. Zu ihnen gehören das papilläre und das follikuläre Schilddrüsenkarzinom. Ersteres macht bis zu 50 Prozent aller Schilddrüsenkrebserkrankungen aus, wobei Frauen im Alter von 40 bis 50 häufig betroffen sind. Letzteres ist mit 20 – 30 Prozent etwas seltener und betrifft vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr.

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Auf welche Ursachen ist Schilddrüsenkrebs zurückzuführen?

Auf welche genauen Ursachen die Entstehung eines Schilddrüsenkarzinoms zurückzuführen ist, ist bisher noch nicht vollständig erforscht. Frauen sind meist doppelt so häufig betroffen wie Männer. Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass ionisierende Strahlen an der Entwicklung eines differenzierten Karzinoms maßgeblich beteiligt sein können. So erkranken häufiger Menschen, die vermehrt Röntgenstrahlung im Kopf-und Halsbereich aufgrund einer Strahlentherapie erhalten haben oder auch Menschen die aufgrund einer Reaktorkatastrophe über längere Zeit einer erhöhten Strahlung ausgesetzt waren. Außerdem können Vorerkrankungen der Schilddrüse, sowie ein Jodmangel die Entstehung eines Schilddrüsenkarzinoms begünstigen.

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Symptome: Wie äußert sich ein Schilddrüsenkarzinom

Meist bleibt Schilddrüsenkrebs lange Zeit unbemerkt und der Tumor wird erst bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Solange das Karzinom klein ist, verursacht es bei Betroffenen nämlich so gut wie keinerlei Beschwerden. Ist bereits ein größerer Tumor vorhanden können mit ihm folgende Symptome einhergehen:

  • Tastbare Knoten

  • Geschwollene Lymphknoten am Hals

  • Schluckstörungen

  • Atembeschwerden

  • Luftnot

  • Druckgefühl im Halsbereich

  • Heiserkeit

  • Husten

  • Schmerzen in Hals, Ohren oder Hinterkopf

Die oben genannten Symptome können jedoch auch auf eine gut- oder andersartige Schilddrüsenerkrankung hindeuten. Es wird also empfohlen, bei bestehenden Symptomen einen ärztlichen Rat einzuholen. Bedenken Sie immer, dass Schilddrüsenkrebs, der bereits in einem frühen Stadium entdeckt wird, deutlich bessere Heilungschancen hat.

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Wie wird ein Schilddrüsentumor behandelt?

Da der menschliche Körper in der Lage ist, auch ohne die Schilddrüse zu leben, sofern das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin als Tablette eingenommen wird, wird das schmetterlingsförmige Organ bei einem Tumorbefall meist vollständig chirurgisch entfernt. Meist ist auch die Entfernung der Lymphknoten am Hals notwendig.
Vor allem bei den differenzierten, dem papillären und dem follikulären Karzinom, schließt sich häufig eine Radiojodtherapie an die Entfernung an. Das radioaktive Jod wird dafür eingesetzt, noch vorhandene Krebszellen und Reste von Schilddrüsengewebe zu beseitigen.
Eine Chemotherapie findet beispielsweise bei Schilddrüsenkarzinomen nur selten Anwendung, weil die Tumore der Schilddrüse meist nur schlecht auf die Medikamente reagieren.

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Ist Schilddrüsenkrebs heilbar?

Natürlich hängen die Heilungschancen stark vom Zeitpunkt der Diagnose und der Art des Tumors ab. Differenzierte Schilddrüsenkarzinome lassen sich deutlich besser behandeln und heilen, als zum Beispiel undifferenzierte Tumore. Wird das Karzinom früh entdeckt und befindet sich noch im Anfangsstadium, stehen die Heilungschancen sehr gut.
Laut allgemeinen Statistiken leben rund 80 – 90 Prozent der Patienten mit papillärem Schilddrüsenkarzinom nach zehn Jahren noch. Für Patienten mit dem follikulären Schilddrüsenkarzinom ist die Prognose mit 60 – 70 Prozent Überlebenschance auf einen Zeitraum von zehn Jahren zwar etwas schlechter, aber immer noch gut für eine Krebserkrankung.
Dennoch ist eine regelmäßige Vor- und Nachsorge alle vier bis sechs Monate direkt nach der Behandlung, sowie später in größeren Abständen notwendig, um ein mögliches, erneutes Auftreten der Krankheit sofort zu erkennen.

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