Tierische Freundschaft

Hund und Katze aneinander gewöhnen: Das sollten Sie beachten

Wenn ein neues Haustier einzieht, ist die Aufregung groß! Wir verraten Ihnen, wie sie Hund und Katze vergesellschaften können.

Hund und Katze können mit etwas Geduld sozialisiert werden.
Hund und Katze können mit etwas Geduld sozialisiert werden. chendongshan / iStock

Hund und Katze vergesellschaften mit diesen Tipps

Hunde und Katzen sind vom Wesen sehr unterschiedliche Haustiere und auch ihre Körpersprache unterscheidet sich stark, weshalb ein Aufeinandertreffen der beiden Vierbeiner so manches Mal ziemlich aufregend vonstattengehen kann. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass Katzen und Hunde nicht miteinander auskommen würden. Eine friedliche Koexistenz oder sogar Freundschaft zwischen den beiden Haustieren ist sehr wohl und trotz aller bestehenden Vorurteile möglich. Es sei jedoch gesagt, dass es hilfreich ist, wenn die Tiere einen ähnlichen Charakter haben und auch der Altersunterschied nicht zu groß ist. Anderenfalls könnte die alte Katze zum Beispiel durch einen quirligen, verspielten Welpen gestresst werden und eine Gewöhnung wäre nur schwer möglich.

Wenn Sie Hund und Katze aneinander gewöhnen möchten, können Ihnen ein paar Vorkehrungen und Tricks bei der Vergesellschaftung helfen. Diese haben wir hier für Sie zusammengestellt, damit das neue Familienmitglied schon bald möglichst stressfrei bei Ihnen einziehen kann.

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Wichtige Maßnahmen vor der ersten Begegnung

Lernen sich Hunde und Katzen bereits als Jungtiere kennen oder wachsen zum Beispiel bei ihrem Züchter oder auf einem Hof gemeinsam auf, ist eine Freundschaft zwischen ihnen nicht ungewöhnlich. Welpen und Kätzchen lernen schnell die Körpersprache ihres Spielgefährten und gewöhnen sich an seine Laute und seinen Geruch. Wollen Sie einen ausgewachsenen Hund mit einer jungen Katze oder eine erwachsene Katze mit einem Welpen sozialisieren, sollte auch das möglich sein. Jungtiere stellen für ältere Tiere in der Regel keine Bedrohung dar und werden besser akzeptiert.

Außerdem ist für die Zusammenführung entscheidend, welches Tier bereits im Haushalt lebt. Während Katzen meist die komplette Wohnung als ihr Revier wahrnehmen und jeder Neuankömmling praktisch ein Eindringling ist, sind Hunde gegenüber dem Neuankömmling meist aufgeschlossener. Scheue Katzen könnten sich hier lediglich von der Neugierde des Hundes überfordert fühlen, weshalb das Kennenlernen immer langsam erfolgen sollte. Außerdem sollten beide Tiere die Möglichkeit haben einen Rückzugsort aufzusuchen, wenn sie sich von ihrem neuen Mitbewohner bedrängt fühlen.

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Wenn Sie vor dem Einzug in Erfahrung bringen können, ob Hund oder Katze bereits schlechte Erfahrungen mit dem jeweils anderen Artgenossen gemacht haben, ist das eine hilfreiche Information. So können Sie Ihre beiden Haustiere bei der ersten Begegnung genau beobachten und schneller eingreifen, wenn die Situation eskalieren sollte und Sie können zudem nachvollziehen, warum die Tiere möglicherweise misstrauisch oder ängstlich sind.

Folgenden Maßnahmen können außerdem vor der ersten Begegnung helfen:

  • Machen Sie Ihre Katze mit den typischen Hundegeräuschen, zum Beispiel durch eine Tonbandaufnahme, bekannt.

  • Machen Sie beide Tiere vor dem Einzug mit dem Geruch des anderen vertraut. Nutzen Sie dafür beispielsweise eine Decke oder ein Tuch, auf dem Hund und Katze geschlafen haben.

  • Richten Sie zwei Rückzugsorte ein. Katzen sollten immer die Möglichkeit haben, dem Hund durch Klettern zu entfliehen.

  • Fressnäpfe sollten getrennt voneinander stehen, damit kein Futterneid aufkommt.

  • Das Katzenklo sollte für den Hund unzugänglich gemacht werden, weil Hunde leider nicht abgeneigt sind, die Exkremente der Katze zu fressen.

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die Tiere auch in den ersten gemeinsamen Wochen nicht alleine lassen zu müssen. Die Gewöhnungsphase erfordert Geduld.

Sehen Sie im Video, wie Sie erkennen können, ob Sie eher der Hunde- oder Katzentyp sind: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

Erstes Kennenlernen von Hund und Katze

Die erste Begegnung ist für alle Beteiligten sehr aufregend. Natürlich wünschen Sie sich nichts mehr, als dass Ihre beiden Haustiere sich gut miteinander verstehen und sich genauso auf ihr gemeinsames Leben freuen wie Sie. Bedenken Sie jedoch immer, dass sich ihre eigene Anspannung schnell auf Ihre Haustiere übertragen kann. Eine zweite Person kann also sehr hilfreich sein und gegebenenfalls auch mit der Gabe von Leckerlis unterstützen. Folgende Tipps können beim ersten Kennenlernen von Hund und Katze ebenfalls helfen:

  • Wählen Sie einen neutralen Raum.

  • Sorgen Sie dafür, dass beide Haustiere gefüttert und zufrieden sind.

  • Nehmen Sie den Hund an die Leine.

  • Beobachten Sie beide Tiere aufmerksam und trennen Sie sie, wenn es zu unerwünschtem Verhalten kommt.

  • Ruhige Annäherung sollte belohnt werden, jedoch ohne Futterneid zu provozieren.

  • Beschränken Sie die erste Begegnung auf 15 Minuten und gönnen Sie den Tieren anschließend Ruhe.

  • Verlängern Sie die kommenden Begegnungen und ziehen Sie sich immer mehr zurück, damit die Tiere in ihrem Verhalten nicht durch Ihre Anwesenheit beeinflusst werden. Aber Achtung: Sie sollten jederzeit eingreifen können.

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Haben Sie Geduld bei der Vergesellschaftung von Katze und Hund

Ist der erste Kontakt hergestellt und die ersten heftigen Reaktionen der Tiere überstanden, können Sie den Hund auch von der Leine machen. Hund und Katze sollten jedoch immer die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Finden Sie in den kommenden Wochen wieder in Ihren normalen Tagesablauf zurück, das gibt auch Ihren Haustieren Sicherheit und sorgt ebenfalls für eine Gewöhnung. Seien Sie außerdem stets geduldig! Auch tierische Freundschaften brauchen Zeit zum Wachsen und eine gewisse Rangordnung und Akzeptanz muss sich erst herstellen. Sollte es auch nach Monaten immer wieder zu Problemen zwischen Hund und Katze kommen, sollten Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe bei einem Tierpsychologen zu suchen.

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