Schädling

Fleischfressender Wurm: Obama nungara wird zur Plage!

Der fleischfressende Wurm breitet sich jetzt auch in Deutschland aus. Was das für unser Öko-System bedeutet.

Obama Nungara
Der fleischfressende Wurm Obama nungara macht sich in Deutschland breit. Foto: IMAGO / Wirestock
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Obama nungara: Ein fleischfressender Wurm aus Südamerika breitet sich auch immer weiter in deutschen Gärten aus. Das Bundesamt für Naturschutz befürchtet sogar eine Plage.

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Unzählige Schädlinge gibt es in der Natur. Einige sind zwar lästig, stellen aber keine große Gefahr da. Mit anderen wiederum ist nicht zu spaßen. Was Sie jetzt über den Obama nungara wissen müssen.

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Video: Glutamat

Der Wurm mit dem interessanten Namen Obama nungara kommt ursprünglich aus Südamerika und gehört zur Familie der Landplanarien. Sein Name kommt aber nicht vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, sondern geht auf eine indigene Sprache im Amazonas-Gebiet zurück. Aus dem Worten "oba" und "ma" zusammengesetzt heißt es so viel wie Blatt-Tier. Er ist Fleischfresser und ernährt sich von Kleintieren.

Wie erkennen Sie den fleischfressenden Wurm?

Obama nungara wird nur wenige Millimeter hoch und 5 bis 7 Zentimeter lang. Der Wurm ist honigfarben, wobei er von vielen braunen Punkten durchzogen wird. Durchaus kann aber auch der ganze Körper braun sein. Sein Körper ist glänzend, da er von Schleim überzogen ist. Den Schädling trifft man tagsüber an feuchten Gebieten an.

Doch was macht diesen kleinen Gefährten so bedrohlich?

So gefährlich ist der Obama nungara

Der Wurm hat keine natürlichen Feinde, die Natur selbst sorgt also erstmal nicht für seine Eindämmung. Unseren Vögeln und anderen potentiellen Räubern wie dem Igel, ist das Kerlchen nämlich zu bitter.

Der Fleischfresser ernährt sich von Regenwürmern, Insekten und sogar Schnecken. Aber auch Maden stehen auf seinem Speiseplan. Er ist Hermaphrodit, seine Fortpflanzung ist also gesichert. Das und der Fakt, dass er sich an wichtigen Tieren unseres Öko-Systems bedient, ohne selbst Feinde zu haben, macht ihn zur großen Gefahr.

Doch wie kam der Schädling zu uns?

Plage in Deutschland

Wahrscheinlich ist es, dass der Wurm über den Pflanzenhandel seinen Weg zu uns gefunden hat.

So kommt es, dass man ihn auch in deutschen Gärten findet. Bestätigte Fälle gibt es bereits in Baden-Württemberg. Auch an der deutsch-niederländischen Grenze in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen wurde er bereits gesichtet, wie iNaturalist bestätigt. Somit ist er auf der Liste der "potenziell invasiven Arten" des Bundesamt für Naturschutz. Doch wir sind lange nicht das einzige europäische Land, das mit dem Obama nungara zu kämpfen hat. Besonders gemütlich gemacht hat er es sich in Frankreich, wie aus einem Bericht von Jean-Lou Justine im PeerJ hervorgeht.

Obama nungara im eigenen Garten

Sie sollten beim Pflanzenkauf, auch bei Topfpflanzen, lieber genau hinsehen. Im Garten sollten feuchte Stellen, wie zum Beispiel auf Matten und in Töpfen, regelmäßig kontrolliert werden. Finden sie das Kerlchen daheim, können Sie ihn in Seifenwasser töten, da es noch keine Fallen gibt. Bitte danach gründlich die Hände waschen.

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