Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

Der Vogel des Jahres 2019 ist die Feldlerche. Gewählt wurde sie vom NABU und dem LBV unteranderem, um auf ihre Gefährdung aufmerksam zu machen.  

Feldlerche
Einst stand die Feldlerche mit ihrem Gesang für unsere Agrarlandschaft. Heute wird ihr Bestand von einer zu intensiven Landwirtschaft dezimiert.
Inhalt
  1. Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel in der Kritik
  2. Ein Stück Kultur, das verloren geht
  3. So können die Feldlerche und viele andere gefährdete Arten geschützt werden

Sie war einst ein 'Allerweltsvogel', heute gehört die Feldlerche zu den bedrohten Vogelarten und steht hierzulande auf der Roten Liste. Eine zu intensive Landwirtschaft und das Verschwinden von Brach- und Heideflächen sorgen für einen alarmierenden Bestandsrückgang des Feldvogels. Aus diesem Grund wurde die Feldlerche bereits zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt. Bereits 1998 ernannten der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz Bayern (LBV) die Feldlerche zum Vogel des Jahres. Auch für 2019 soll der Himmelsvogel wieder in den Vordergrund rücken, denn aktuelle Zahlen zeigen, dass mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden ist. 

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Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel in der Kritik

Für die Vernichtung der Lebensräume wird vor allem die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel verantwortlich gemacht. Intensivkulturen mit Mais und Raps, Wintergetreide und Intensivgrünland sorgen dafür, dass der 16-18 Zentimeter große Bodenbrüter keinen Brutplatz mehr auf freien Flächen findet. Zwar ist die Feldlerche mit ihrem beige bis rötlichbraunen Gefieder vor Fressfeinden gut getarnt, kann sich jedoch vor Traktoren und Hufen nur schwer schützen. Der Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger sorgen außerdem dafür, dass Wildkräuter und Insekten, die als Nahrung dienen vernichtet werden und ermöglichen erst die intensive Landwirtschaft. Obwohl die Feldlerche bis zu dreimal im Jahr brüten und Jungvögel aufziehen kann, gelingt es ihr durch die kurzen Intervalle der Landwirte meist nur einmal im Jahr. Hierdurch wird der Bestand ebenfalls stark eingeschränkt. 

Feldlerche auf dem Feld
Die Feldlerche zählt zu den Bodenbrütern und kann bis zu dreimal im Jahr brüten, wenn sie nicht durch die Landwirtschaft gestört wird. 
 

Ein Stück Kultur, das verloren geht

Aus diesem Grund fordern die Verbände eine grundlegende Änderung der EU-Agrarpolitik, um dem Artensterben entgegenzuwirken. Die Feldlerche steht hier nur stellvertretend für viele andere vom Aussterben bedrohte Vogel-, Tier- und Pflanzenarten. Mit ihrem tirilierenden Gesang galt die Feldlerche einst als typisch für unsere Agrarlandschaft. Heute ist von ihr kaum noch etwas zu hören, geschweige denn am Himmel zu sehen. 

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So können die Feldlerche und viele andere gefährdete Arten geschützt werden

Um einen weiteren Rückgang der Feldlerche zu vermeiden, müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die darauf abzielen ihren Lebensraum zu erhalten und ihr eine ungestörte Brutzeit zu ermöglichen. Außerdem rufen NABU und LBV mit einer Kampagne ‚Meine 114 EWuro für die Feldlerche‘ alle Bürger dazu auf, sich für eine umweltfreundlichere EU-Agrarpolitik einzusetzen und die Neuverhandlungen so positiv zu beeinflussen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Naturschutzbundes Deutschland

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Auch folgende Tier- und Pflanzenarten gelten bei uns in Deutschland als bedroht und sind auf der Roten Liste zu finden:

 
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