So viele Fälle wie nie Amselsterben: Immer mehr Vögel verenden am Usutu-Virus

Wie der NABU erklärt, sterben immer mehr Amseln und andere Vögel durch das sich ausbreitende Usutu-Virus. Welche Folgen das hat und was wir selbst jetzt tun können, lesen Sie hier.

Immer mehr Amseln sterben am Usutu-Virus.
Gerade für Amseln ist das sogenannte Usutu-Virus eine wachsende Bedrohung.
Inhalt
  1. Wo 2018 besonders viele Amseln sterben
  2. Was steckt hinter dem Usutu-Virus?
  3. NABU ruft zu großer Meldeaktion auf

Falls Sie auch schon bemerkt haben, dass sich in Ihrem Garten weniger Amseln tummeln als in vorigen Jahren, könnte das an einer gefährlichen Virusinfektion liegen, die immer weitere Kreise zieht. Bereits 2011 verzeichnete der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erstmals ein Vogelsterben, das durch den ursprünglich tropischen Usutu-Virus ausgelöst wurde - doch so hoch wie in diesem Spätsommer war die Zahl der erkrankten und verendeten Tiere noch nie.

 

Wo 2018 besonders viele Amseln sterben

In einer offiziellen Pressemitteilung des NABUs heißt es, der Virus, für den Amseln besonders anfällig sind, habe sich innerhalb Deutschlands immer weiter ausgebreitet: 2018 seien vor allem Niedersachsen, Bremen und Hamburg sowie die Region um Nürnberg stark betroffen, in den Vorjahren brach das aus Südafrika stammende Virus schon im Rhein-Neckar-Gebiet, in Nordrhein-Westfalen (mit Ausdehnung in den Norden), Bayern, Berlin und Leipzig aus. Erst für Ende September wird wieder ein Abflauen des Amselsterbens erwartet.

Sehen Sie hier, welche Tiere weltweit vom Aussterben bedroht sind (Artikel geht unten weiter):

 

Nach Angaben des NABU sei glücklicherweise aber keine generelle Gefährdung der Amselpopulation zu befürchten: Stellenweise könne es zwar sein, dass die Vögel ganz verschwinden, doch die Zahl der Amseln würde sich nach einiger Zeit wieder (wenn auch auf vielleicht niedrigerem Niveau) stabiliseren.

 

Was steckt hinter dem Usutu-Virus?

Wie Ornithologen und Tropenmediziner festgestellt hätten, würden immer dann besonders viele Vögel sterben, wenn das Usutu-Virus eine Region erstmals befalle. NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann erklärt darüber hinaus: "Der warme Sommer dieses Jahres dürfte die Ausbreitung des ursprünglich tropischen Virus begünstigt haben." Der von Stechmücken auf Vögel übertragene Virus ist nicht behandelbar und führt bei Amseln, Singdrosseln, Finken oder Meisen innerhalb weniger Tage zum Tot. Für Menschen seien "durch bei Stechmücken-Stichen übertragene Usutu-Viren" nach jetzigem Stand ungefährlich.

Allein in diesem Jahr seien bundesweit bereits mehr als 18.000 Vögel betroffen - dabei ist wegen der Trockenheit in diesem Jahr die Zahl der Mücken in vielen Teilen Deutschlands geringer. Die Experten des NABU schließen deshalb darauf, dass die Wärme einen besonderen Einfluss auf die Virenverbreitung haben könnte. Gleichzeitig gehen sie davon aus, dass die Vögel durch die immer größere Verbreitung des Virus auch Resistenzen entwickeln und es zwar weiterhin zu Ausbrüchen, aber vermutlich nicht zu einem immer stärkeren Amselsterben kommen dürfte. Genaue Prognosen seien aber schwierig.

 

NABU ruft zu großer Meldeaktion auf

Um die Krankheit weiter zu beobachten und zu erforschen ruft der NABU dazu auf, möglicherweise kranke Amseln online zu melden - diese seien meist apathisch und offensichtlich krank wirken. Bereits verendete Vögel an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg zu schicken. Die Tiere sollten mit Handschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte gegriffen werden, bevor sie verpackt werden. Weitere Informationen stellt der NABU unter www.nabu.de/usutu zur Verfügung.

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