Konjunktivitis Bindehautentzündung beim Hund erkennen, behandeln und vorbeugen

Tränende, juckende und gerötete Augen können bei einem Hund auf eine Bindehautentzündung hindeuten. Wir klären Sie über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten auf. 

Bindehautentzündung beim Hund
Eine Bindehautentzündung wird je nach Erreger mit speziellen Augentropfen behandelt.
Inhalt
  1. Welche Ursachen kann eine Bindehautentzündung beim Hund haben?
  2. Welche Symptome deuten auf eine Entzündung der Bindehaut hin?
  3. Wie behandele ich eine Konjunktivitis bei meinem Hund?
  4. Wie kann ich einer Bindehautentzündung vorbeugen?
  5. Welche Hunderassen sind besonders anfällig für eine Konjunktivitis? 
 

Welche Ursachen kann eine Bindehautentzündung beim Hund haben?

Eine Entzündung der Bindehaut gehört zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen bei Hunden. Dies liegt daran, dass die Bindehaut durch viele verschiedene Ursachen gereizt werden kann und sich infolgedessen leicht entzündet. In der Regel wird eine Bindehautentzündung oder auch Konjunktivitis genannt, durch infektiöse Erreger, wie Viren, Bakterien oder Pilze verursacht. In diesem Falle handelt es sich um eine ansteckende Form, die auf andere Hunde oder auch Katzen übertragbar ist. Allerdings kann sie auch eine Begleiterscheinung von Staupe oder Zwingerhusten sein. Auch infolge einer Reizung durch Pollen, Zugluft oder Fremdkörper kann sich die Bindehaut des Hundes entzünden. Einige Hunderassen sind aufgrund der Konstitution ihrer Augen besonders anfällig für eine Konjunktivitis. Welche Rassen das sind, erklären wir Ihnen im letzten Abschnitt dieses Artikels.

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Welche Symptome deuten auf eine Entzündung der Bindehaut hin?

Aufmerksame Hundebesitzer erkennen eine Bindehautentzündung bei Ihrem Vierbeiner recht schnell, denn meist tränt das betroffene Auge, ist geschwollen oder stark verklebt. Der Hund hält das entzündete Auge dann erfahrungsgemäß zusammengekniffen, blinzelt häufig oder versucht sich zu kratzen. Folgende weitere Symptome können auftreten: 

  • Augenausfluss, klar oder eitrig
  • Erhöhter Tränenfluss
  • Schwellung des Auges
  • Rötung der Bindehaut
  • Verklebungen
  • Juckreiz
  • Lichtempfindlichkeit
  • Häufiges Blinzeln oder Zusammenkneifen des Auges
     

Liegen mehrere der oben genannten Symptome vor, sollten Sie mit Ihrem Hund einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann das Auge dann auf eine mögliche Hornhautverletzung hin untersuchen und feststellen, durch was die Bindehautentzündung ausgelöst wurde. Außerdem kann der Tierarzt Fremdkörper entfernen oder bei infektiösen Ursachen eine entsprechende Augensalbe oder ein Antibiotikum verschreiben. 

Tipp: Beobachten Sie unbedingt, ob Ihr Vierbeiner dazu neigt, sich mit den Pfoten an den Augen zu reiben. Hier besteht nämlich die Gefahr, dass er sich mit der Daumenkralle Verletzungen an der Hornhaut zuzieht. Eine Halskrause kann gegebenenfalls hilfreich sein. 

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Wie behandele ich eine Konjunktivitis bei meinem Hund?

Wie bereits empfohlen, ist der Gang zum Tierarzt bei einer Konjunktivitis unerlässlich! Denn wird diese nicht richtig behandelt, kann es zu Folgeschäden kommen oder die Erkrankung einen chronischen Verlauf nehmen. 
Sobald der Tierarzt herausgefunden hat, welcher Auslöser für die Entzündung verantwortlich ist, kann die Behandlung eingeleitet werden. Bakterielle Erreger werden mit antibiotischen Tropfen behandelt, Pilzinfektionen mit Antimykotika. Sollte die Bindehautentzündung lediglich durch Staub, kleinere Fremdkörper oder Pollen entstanden sein, können entzündungshemmende Salben oder Tropfen verschrieben werden. Die Dauer der Anwendung bestimmt ebenfalls der Tierarzt, genau wie die Notwendigkeit einer möglichen Nachuntersuchung. 

Auch Verdauungsprobleme können für Ihren Hund sehr belastend sein. Im Video sehen Sie, was Sie dagegen tun können: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

 

Unterstützende Behandlung mit Augentrost und Schüßler-Salzen

Eine Bindehautentzündung beim Hund lässt sich auch mithilfe naturheilkundlicher oder homöopathischer Mittel unterstützend behandeln. Beachten Sie, dass es sich hierbei um eine Erst- oder Begleitbehandlung handelt, die den Gang zum Tierarzt nicht ersetzt. Besonders bewährt hat sich die Therapie mit Augentrost oder auch Euphrasia genannt. Das pflanzliche Heilmittel ist frei verkäuflich und kann bei einer beginnenden Entzündung in das betroffene Auge getropft werden. Auch nach einer medikamentösen Therapie kann das Auge zeitweise mit Augentrost unterstützt werden. Persönliche Erfahrung haben gezeigt, dass die Tropfenform effektiver ist, als die Gabe von Globuli. Auch die Gabe von Schüßler-Salzen kann zu einem schnelleren Abklingen der Entzündung beitragen. Die biochemischen Mineralsalze Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3, sowie Nr. 4 Kalium chloratum D6 wirken in der Regel entzündungshemmend und abschwellend. Nr. 8 Natrium chloratum D6 wirkt positiv auf den Wasserhaushalt und reguliert den Tränenfluss. Erkundigen Sie sich hierfür bei einem versierten Heilpraktiker. Die Therapie mit Schüßler-Salzen kann sehr hilfreich sein, wenn Ihr Hund immer wieder mit Bindehautentzündungen zu kämpfen hat. 

Hinweis: Bitte versuchen Sie eine Bindehautentzündung nicht mit Kamillentee zu behandeln! Die enthaltenen ätherischen Öle reizen das entzündete Auge nur noch mehr. Hier können Sie nachlesen, wie Sie Kamillentee für Hunde richtig einsetzten und wogegen er hilft. 

 

Wie kann ich einer Bindehautentzündung vorbeugen?

Der beste Schutz vor einer Konjunktivitis ist ein intaktes Immunsystem! Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Hund keiner Zugluft ausgesetzt ist und kontrollieren Sie die Augen regelmäßig auf Fremdkörper. 

 

Welche Hunderassen sind besonders anfällig für eine Konjunktivitis? 

Leider sind einige Hunderassen aufgrund ihrer Augenform besonders anfällig für Bindehautentzündungen. Zu den Rassen zählen unteranderem Cockerspaniel, Deutscher Boxer, Mops, Bulldogge oder Deutsche Dogge. Große Kulleraugen oder Fehlstellungen des Augenlids begünstigen die Erkrankung. Eine zu kleine oder zu große Lidspalte oder behaarte Lidränder zählen hier zu den häufigsten Ursachen. Besprechen Sie bei häufigem Auftreten einer Konjunktivitis mit Ihrem Tierarzt, ob ein operativer Eingriff Erleichterung verschaffen kann. 

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