'In aller Freundschaft'-Star Andrea Kathrin Loewig: "Selbstbewusst war ich schon als Kind"

'In aller Freundschaft'-Darstellerin Andrea Kathrin Loewig (52) sprach mit uns über das große Serienjubiläum, ihre Kämpfernatur und ihre Liebe zum Gesang.

In-aller-Freundschaft-Star Andrea Kathrin Loewig im Interview.
Andrea Kathrin Loewig ist seit über 19 Jahren bei 'In aller Freundschaft' zu sehen.

Seit 1999 ist Andrea Kathrin Loewig als Dr. Kathrin Globisch, Oberärztin der Anästhesie und Chirurgie, bei 'In aller Freundschaft' zu sehen - damit gehört sie zu den Urgesteinen der Serie, die jetzt ihren 20. Geburtstag feiert. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums stand uns die Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin sowie Mutter von Tochter Josephine (10) jetzt Rede und Antwort.

Liebenswert: Was macht 'In aller Freundschaft' in Ihren Augen so besonders?

Loewig: Zum einen, dass es die Serie immer noch gibt. Dass sie immer noch erfolgreich und beliebt ist und dass das gesamte Ensemble einfach toll ist. Alle, die daran teilhaben - von den Erfindern bis hin zu denen, die die Produktion tragen und sie redaktionell betreuen - machen ihren Job richtig gut. Sonst würde es die Serie sicher nicht mehr geben. Das Publikum hat gewählt und uns Dienstag für Dienstag in die Wohnzimmer geholt.

Schon seit 2015 läuft im ARD-Vorabendprogramm außerdem der Ableger 'In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte'. Schalten Sie auch bei den anderen folgenden Serien ein (Artikel geht unten weiter)?

 

Können Sie sich denn vorstellen, mit Ihrer Rolle der Dr. Kathrin Globisch alt zu werden und sie noch zehn, zwanzig Jahre lang zu spielen?

Wer möchte so eine lange Zeit schon vorausplanen. Ich nicht. Aber: Wir sind doch schon ein Herz und eine Seele - und wollen natürlich zusammen noch eine Weile arbeiten, sofern wir das dürfen. Mein privates Leben, das ja auch finanziert werden muss, würde sich natürlich darüber freuen (lacht). Die Schauspielerin in mir sehnt sich aber auch nach weiteren Rollen. Meine Bühnenprogramme und Konzerte zeigen, was für eine Vielfalt in mir als Künstlerin steckt. Für mein Publikum in meinen Abenden ist das immer wieder eine Überraschung. So interpretiere ich zum Beispiel als Frau die Chansons des belgischen Liedermachers Jacques Brel und singe in meinem anderen Programm alte Tonfilmschlager aus den 20er Jahren. Ich singe leidenschaftlich gern, weil ich es unglaublich liebe, mit meiner Stimme zu variieren. In jungen Jahren nahm ich dafür schon Gesangsunterricht. Der Applaus und die Begeisterung der Menschen, die in meine Konzerte kommen, bestätigt mich darin, weiterzumachen und dieses Standbein auszubauen.

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Sie treten ja mit einer großen Portion gesundem Selbstbewusstsein auf - denken Sie, das hängt ein Stück weit auch mit dem Alter zusammen? Sehen Sie gewisse Dinge heute anders als früher?

Ich glaube, selbstbewußt war ich schon als Kind. Verändert hat sich nur, dass ich ein bisschen mehr zu meiner "eigenen" Stimme, also zu meinem Timbre gekommen bin. Ich hab früher geglaubt, ich müsste noch viel mehr kämpfen und selbst die Dinge vorantreiben. Ein Stück weit war das auch gut so. Um aus meiner Heimatstadt Merseburg rauszukommen und in die weite Welt zu gehen, um Schauspiel zu studieren, musste ich schon hartnäckig sein. Ich brauchte diesen Druck, um der Welt sagen zu können: 'Hier bin ich!' Ich hatte immer ein Bewusstsein dafür, was ich will, und dass ich etwas zu erzählen habe. Wenn mich jemand nicht haben wollte, ließ ich mich davon nicht abschrecken und ging, wenn es sein musste, durch die Hintertür wieder rein. Nur um zu zeigen, was ich kann ... Oder ich ging eben zur nächsten Tür. Frei nach dem Motto "ein Nein haben wir, ein Ja können wir kriegen." Das ist eines meiner Erfolgsrezepte: Wenn man für etwas leidenschaftlich brennt, muss man auch dafür kämpfen. Ich gebe das gern der heutigen Jugend mit auf den Weg.

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Glauben Sie, dass dieses Kämpferische gerade vielen Frauen um die 50 ein bisschen fehlt? Weil Sie vielleicht von anderen hören, sie seien zu alt für gewisse Dinge - insbesondere auch in der Schauspielbranche?

Was das angeht, ist unsere Branche schon sehr speziell. Aber man sieht inzwischen mehr Frauen im deutschen Fernsehen als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Da findet gerade eine große Veränderung statt. Das freut mich natürlich und ich bin hochmotiviert, vielleicht auch noch einmal etwas anderes spielen zu können.

Ist das etwas, das Sie auch Ihrer Tochter unbedingt mit auf den Weg geben möchten?

Ja. Meine Tochter soll herausfinden, wofür sie am meisten brennt und schwärmt. Meiner Unterstützung kann sie sich sicher sein.

'In aller Freundschaft' läuft dienstags um 21:00 Uhr im Ersten. Anlässlich des zwanzigsten Geburtstags der Serie wird am Freitag, den 26.10. (dem tatsächlichen Geburtstag der Serie) um 20:15 Uhr außerdem 'In aller Freundschaft - Zwei Herzen' ausgestrahlt - eine 90-minütige Spezialfolge in Spielfilmlänge.

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