Nach 28 Jahren Liebe Alexa Maria Surholt: 'In aller Freundschaft'-Star hat heimlich geheiratet

Alexa Maria Surholt feierte gerade ihren 50. Geburtstag. Ihr schönstes Geschenk: Der Star aus 'In aller Freundschaft' hat nach 28 Jahren Liebe heimlich geheiratet. 

Alexa Maria Surholt: 'In aller Freundschaft'-Star hat heimlich geheiratet
Alexa Maria Surholt bei einer Veranstaltung in Hamburg.
Inhalt
  1. So war die Hochzeit
  2. "Auf Diäten habe ich keinen Bock"
  3. Ihr neuer Job

Wir sind in Berlin verabredet, im Restaurant 'Grosz' am Ku’damm. Hier fühlt man sich wie in den 20er-Jahren: Marmor, opulente Spiegel, viel Kunst an den Wänden. Ich setze mich in eine kuschelige Ecke, wo wir ungestört plaudern können. Alexa Maria Surholt kommt rein und strahlt mich an. Schon nach wenigen Worten merke ich: Wir beide sind auf einer Wellenlänge. Der 'In aller Freundschaft'-Star bestellt einen frisch gepressten Orangensaft und zwei Gläser Sekt. Wir stoßen an auf ihren 50. Geburtstag (28.  Januar). Wir sprechen übers Leben, den Geburtstag und ihr süßes Geheimnis: ihre heimliche Hochzeit.

MEINS: Herzlichen Glückwunsch, Sie sind gerade 50 geworden. Was bedeutet Ihnen diese Zahl?

Alexa Maria Surholt: 50 ist jetzt ein tolles Alter, weil die Leute dann sagen, ach, du bist 50, dafür siehst du aber toll aus! Endlich sind meine Beine so alt, wie sie aussehen (lacht). Und viele Dinge stören mich jetzt an mir nicht mehr. Ich repräsentiere wohl die Art Frauen, die immer erwachsener und älter wirkten, und das auf eine gute Art. Ich bin nicht der Typ „bezaubernde Jugendschönheit“, der mit einem Schlag verblüht. Da muss man sagen, dass ein paar Pfunde mehr durchaus gesichtsstabilisierend sind (lacht).

Sie hatten also kein Problem mit der Zahl?

Nein, im Gegenteil. Ich habe mich richtig drauf gefreut. 49 klingt doch ganz blöd, irgendwie wie kurz vorm Suizid (lacht). Aber die 50 ist wieder ein echtes Bekenntnis. Man ist nicht mehr so flexibel wie mit 20. Aber ich möchte auch auf keinen Fall mehr 20 sein. Und ich habe immer noch eine solche Neugier auf die Welt und das, was da draußen alles noch so zu entdecken ist.

Haben Sie sich selbst was zum Geburtstag geschenkt?

Ein kleines Fest mit meinen engen Freunden. Mein Mann lässt mir von einem befreundeten Goldschmied ein Schmuckstück für mich anfertigen aus alten Steinen, die ich von meiner verstorbenen Mutter geerbt habe. Meine Mutter starb 2010, und ich bin ihr sehr ähnlich, vor allem, was den Humor angeht.

 

So war die Hochzeit

Apropos Mann. Schenken sie sich zum 50. Geburtstag auch eine Hochzeit?

Ich verrate Ihnen was: Das haben wir schon! (lacht) Heimlich geheiratet, nach 28 Jahren Beziehung.

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Das ist ja eine wunderschöne Nachricht! Wann haben Sie Ja gesagt? Und warum haben Sie es nun doch gewagt?

Wir sind jetzt ein gutes Jahr verheiratet. Eigentlich wollten wir nur unser Leben regeln, zum Notar gehen und alles aufsetzen lassen. Und dann fanden wir beide das so unglaublich spießig! Wir haben uns gefragt: Warum sollen wir einem Notar das Geld in den Hals werfen, wenn wir doch davon lieber eine schöne Party mit unserer Familie und Freunden machen können? Da haben wir lieber geheiratet!

Und wie haben Sie gefeiert?

Erst wollten wir ganz klassisch kurz aufs Standesamt und dann essen gehen. Doch an einem sehr feuchtfröhlichen Abend mit meiner besten Freundin haben wir beschlossen, eine große Party zu machen. Es war ein richtig tolle Feier in Kreuzberg, bei schönstem Wetter, wir haben getanzt bis zum Umfallen, es wurde geweint und unglaublich viel gelacht, herrlich. Eine Woche vorher habe ich mir ein Vintage-Cocktailkleid bei einem Secondhand– Laden gekauft, dazu habe ich mir einen Kopfschmuck von Fiona Bennett gegönnt.

Und sonst, in Weiß, mit allem Drum und Dran?

Mein Kleid war champagnerfarben, wie sich das für mein Alter gehört (lacht). Ich bin auch ganz schlecht darin, wie was bei Hochzeiten zu sein hat. Einen Tag vorher habe ich meinen Brautstrauß bestellt, das heißt, ich habe einen Strauß mit Englischen Rosen bestellt. Was ich dann bekam, war ein armgroßes Bouquet (lacht). Die Floristin sagte dann: „Ja, warum haben Sie denn nicht einen Brautstrauß bestellt?“ Also wurde die Hälfte der Blumen rausgezupft, ganz klein gemacht, fertig.

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Hat sich das Gefühl in der Ehe jetzt verändert?

Es fühlt sich super an. Es ist nicht so eine große Veränderung in unserer Beziehung, dass ich sage, das ist jetzt was ganz anderes, aber wir sind ein Stückchen glücklicher. Es war einfach der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt.

Hat Ihnen ihr Mann einen Antrag gemacht?

Oje, da muss ich überlegen. Ich glaube nicht (lacht). Wir wollten ja nie heiraten, das stand immer fest. Und dann haben wir es einfach gemeinsam beschlossen.

 

"Auf Diäten habe ich keinen Bock"

Ist es als Schauspielerin schwieriger, älter zu werden, als in anderen Berufen?

Ich kenne ja nur den einen Beruf, daher habe ich keinen Vergleich. Aber ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass es schwieriger wird, im Gegenteil. Meine Schauspiellehrerin hat mir gesagt: „Dein Talent ist unbestritten. Aber du wirst es nicht leicht haben, du wirst eine Alterskarriere machen.“ Das will man mit 20 nicht hören. Aber sie hatte recht. Mit über 40 kamen die besten Angebote. Heute ist dieser Satz mein Mantra.

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Gibt es eigentlich auch positive Resonanz bei den Zuschauern, dass Sie kein TV-Star sind, der die typische Größe 36 trägt?

Auf jeden Fall werde ich darauf angesprochen. Ich denke, dass jeder Körper ein gewisses Wohlfühl-Gewicht hat. Und das liegt eben nicht bei jedem bei Größe 36. Und wenn du dich dahin hungerst, dann bist du nur noch mit dem Thema Diät beschäftigt. Und darauf habe ich keinen Bock. Dazu bin ich viel zu glücklich in meinem Leben (lacht).

Sie sind immer toll gekleidet in der Serie. Haben Sie auch Einfluss auf die Auswahl Ihrer Kostüme?

Ja, ich repräsentiere ja eine große Masse von Frauen, die nicht ganz dünn sind. Und ich will mit der Auswahl meiner Kleidung in der Serie auch deutlich machen: Wir müssen uns nicht in Zelte hüllen, Ladys. Ich möchte zeigen, dass ich eine Taille habe und einen Hintern. Und das sollten wir alle. Mode soll Spaß machen und natürlich in der Rolle auch businesstauglich sein.

Was gibt es für Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und der Klinikchefin Sarah Marquardt?

Ich bin auch sehr durchsetzungsfähig und vertrete gern meine Meinung. Allerdings bin ich überhaupt nicht das BWL-Ass, und ich möchte keine Klinik leiten. Aber natürlich prägt man auch eine Figur. Und ich glaube, die Figur prägt auch mich selbst nach diesen 20 Jahren. Da färbt was ab. Nicht mit den vordergründigen Eigenschaften, die Sarah hat. Aber zum Beispiel seinen eigenen Weg zu gehen, das durchziehen, woran man glaubt, organisiert zu sein – ich glaube, die Sarah und ich, wir befruchten uns gegenseitig.

Haben Sie Ideen für die Zukunft?

Mir geht es ganz wunderbar, ich habe letztes Jahr viel gearbeitet. Spielen will ich, bis ich umfalle! Und ich habe angefangen, ein bisschen mehr zu schreiben. Wir haben eine Webserie, 'Nachts in der Sachsenklinik', gedreht, die kann man online sehen. Dafür habe ich zum Beispiel eine Geschichte geschrieben. Das hat wahnsinnig Spaß gemacht. Ich habe auch immer wieder Drehbuch-Ideen, und da könnte ich mir mehr vorstellen. Und ich habe jetzt sogar zweimal ein Paar getraut als Traurednerin.

 

Ihr neuer Job

Das ist ja ungewöhnlich. Wie kam es denn dazu?

Freunde haben mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Dann habe ich wochenlang an dieser Trauung gearbeitet. Tatsächlich war es dann eine sehr romantische und schöne Hochzeit. Das ist eine unglaublich schöne Aufgabe, für die man mich jetzt auch buchen kann.

Das sind ja aber alles Dinge, die Sie nicht gelernt haben …

Nein, das hat sich alles so in letzter Zeit in mein Leben gefügt. Ich schreibe auch Reden, moderiere Galas, wie kürzlich für die Charité. Und ich habe auch die Trauerrede für meine Freundin und Kollegin Hendrikje Fitz gehalten und geschrieben. Und wenn es mir gelingt, Menschen in Liebe zu verbinden oder ihnen einen schönen Abschied von der Welt zu bescheren, dann macht mich das sehr glücklich.

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Kennen Sie Existenzängste?

Ja, klar, früher, in jungen Jahren. In diesem Beruf lebt man einfach in ständiger Unsicherheit. Aber dank der Serie habe ich eine gewisse Sicherheit, das ist ein ganz großes Glück.

Gibt es Freundschaften bei 'In aller Freundschaft'?

Auf jeden Fall! Wir kennen uns ja zum Teil seit 20 Jahren. Und wir haben in Leipzig auch ein Stammlokal, wo wir nach Drehschluss mal was trinken gehen, zum Beispiel mit Bernhard Bettermann oder mit Arzu Bazman. Auch mit Hendrikje Fitz war ich richtig eng befreundet.

Hendrikje Fitz ist 2016 gestorben. Wie geht man mit solchen Verlusten um?

Man nimmt sie an, man weint, man trauert unterschiedlich lang, und dann lässt man die Menschen gehen. Der Tod gehört zum Leben. Bei Hendrikje gibt es so viele schöne Momente und Erinnerungen, die mich heute eher zum Lächeln, als dass sie mich zum Weinen bringen. Wir alle müssen von Menschen Abschied nehmen, und man darf das nicht wegschieben, sondern wir müssen es annehmen.

Haben Sie Krisen gehabt, die Sie aus der Bahn geworfen haben?

Ja, ich habe durchaus Lebenskrisen gehabt, die aber auch bewältigt. Die verdränge ich auch nicht, und ich glaube, das ist auch eine Stärke von mir, mich mit Problemen auseinanderzusetzen. Es gehört auch dazu, vom Leben mal eines in die, sorry, Fresse zu kriegen. Aber sich dann nicht unterkriegen lassen, das ist wichtig

Was denken Sie über Schönheits-OPs?

Ich schmiere mir alles ins Gesicht, was teuer ist (lacht). Dagegen bin ich nicht gefeit! Ich glaube an Anti-Aging-Cremes. Zudem bin ich Neurodermitikerin und muss ständig cremen und besondere Peelings machen. Aber Schönheits-Operationen kämen für mich nicht infrage, schließlich ist mein Gesicht mein Werkzeug. Mir kommt auch hier wieder zugute, dass ich nicht zu dürre bin, da ist alles fein unterpolstert.

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie Sie im Alter leben wollen?

Ich möchte in der Stadt wohnen bleiben, mit meinem Rollator aus der Wohnung fahren, nebenan mein Stammcafé haben, wo ich mit den jungen Leuten einen kleinen Schnack halten kann, ins Theater und Kino gehen können, und es muss alles um die Ecke sein.

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