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Zecken

Zecken-Krankheiten: Wie Sie FSME & Borreliose erkennen

Verschiedene Krankheiten können bei einem Zeckenstich übertragen werden. Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten und ob eine Impfung sinnvoll sein kann, erfahren Sie hier.

Was Sie über Zecken-Krankheiten wissen müssen.
Zeckenstiche sind nicht nur unangenehm, sie können auch sehr gefährlich werden. ViktorCap/ iStock

Der Gemeine Holzbock, wie die Zecke auch genannt wird, gehört hierzulande offiziell zu den gefährlichsten Tieren. An schattigen Plätzen im Grünen sitzt die Zecke im hohen Gras oder in Büschen und wartet darauf, sich im Vorbeigehen abstreifen zu lassen. Einmal auf dem Körper, macht sie sich auf die Suche nach einer Stelle, an der die Haut möglichst weich und dünn ist – und sticht zu. Dabei können Krankheitserreger aus Speichel und Darm der Tiere übertragen werden– und Ihr Nervensystem befallen. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich die Gefahr verringern.

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Was sind FSME und Borreliose?

Gegen den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten – gibt es eine Schutzimpfung. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen. Alle fünf - beziehungsweise ab 60 alle drei Jahre - sollte der Schutz aufgefrischt werden. Menschen, die sich in FSME-Risikogebieten (laut Robert-Koch-Institut zählen dazu Bayern, Baden-Württemberg, Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und des Saarlands) aufhalten, sollten sich impfen lassen. Die Kosten dafür trägt die Krankenkasse.

Häufiger als FSME wird die Borreliose übertragen. Tritt rund um die Einstichstelle eine kreisförmige Rötung auf, verschreibt der Arzt sofort Antibiotika. Denn unbehandelt können die Erreger Gehirn und Nerven befallen. Dies kann zu Lähmungen und bleibenden Schäden führen. Eine vorbeugende Impfung gegen Borrelien gibt es bisher für den Menschen nicht.

Lesen Sie auch: Borreliose: Symptome erkennen, Spätfolgen vermeiden

FSME- und Borreliose-Erkrankungen vermeiden

Der beste Schutz ist: einen Stich zu verhindern. Meiden Sie dafür hohes Gras und Unterholz. Mit eng anliegender, geschlossener Kleidung – langen Hosen und Ärmeln sowie festen Schuhen – machen Sie es den Tieren schwer, an die Haut zu gelangen. Tipp: Besprühen Sie unbedeckte Haut mit einem Zecken-Abwehrmittel. Spätestens nach drei Stunden nachsprühen.

Video: Wie Sie sich am besten gegen Zecken schützen können, erfahren Sie hier im Video (Text geht unter dem Video weiter):

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Suchen Sie nach dem Aufenthalt im Grünen Ihre Haut ab, besonders Haaransätze, Achseln, Kniekehlen und Schambereich. Wurden Sie gestochen, entfernen Sie die Zecke mit einer speziellen Zeckenkarte oder Pinzette. Desinfizieren Sie die Wunde und beobachten Sie sie in den folgenden Wochen. Tritt eine Rötung auf oder zeigen sich Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit, suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf, um eine Zecken-Krankheit ausschließen zu können. FSME-Erreger befinden sich im Speichel der Zecke, daher können sie sofort nach dem Einstich übertragen werden. Die Borrelien halten sich im Darm der Tiere auf. Die Übertragung dauert etwa 12 Stunden.

Quelle: Alles für die Frau

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