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Infektion nach Zeckenstich

Borreliose: Symptome erkennen, Spätfolgen vermeiden

Die Symptome einer Borreliose sind nicht immer eindeutig. Wie Sie Anzeichen deuten und Spätfolgen verhindern.

Werden die Symptome von Borreliose nicht richtig zugeordnet, drohen Spätfolgen.
Werden die Symptome von Borreliose nicht richtig zugeordnet, drohen Spätfolgen. Ocskaymark / iStock

Diese Symptome können auf Borreliose hindeuten

Bei Borreliose, auch als Lyme-Borreliose, Lyme-Krankheit oder Lyme Disease bekannt, handelt es sich um eine Bakterieninfektion, die in den meisten Fällen durch einen Zeckenstich übertragen wird. Bis sich die ersten Symptome nach dem Stich bemerkbar machen, können bis zu mehrere Wochen vergehen.

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Je nachdem wie stark das eigene Immunsystem ist, fällt die Intensität der Symptome von Borreliose aus. Oft sind die Anzeichen nicht ganz klar zuzuordnen, so dass eine Diagnose schwer fällt.

Relativ häufig und somit typisch für Borreliose ist die sogenannte Wanderröte. Hierbei handelt es sich um Rötungen der Haut, die ringförmig um die Stichstelle auftreten. Diese Rötung tritt nicht direkt nach dem Zeckenbiss auf, meistens erst dann, wenn sich die Rötung unmittelbar nach dem Stich zurückgebildet hat. Die Wanderröte fällt durch ihr helles Zentrum auf, die gerötete Umrandung breitet sich nach und nach weiter nach außen aus. Die Rötung fällt weder durch Juckreiz, noch durch Schmerzen auf.

Neben den Hautrötungen kann es bei Borreliose zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber kommen. Es kann zu Schwellungen der Lymphknoten, Konzentrationsschwäche oder einer Bindehautentzündung kommen.

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Wie die Diagnose gestellt wird

Je mehr Symptome parallel auftreten, desto schwieriger wird es für den behandelnden Arzt eine Diagnose zu stellen. Zudem erschwert die lange Inkubationszeit das Feststellen von Borreliose. Die Kombination von Fieber und Wanderröte oder ist häufig ein klares Indiz für Mediziner. Sehr hilfreich ist es, falls möglich, die Zecke mit zum Arztbesuch zu bringen. Eine Untersuchung in Labor kann abklären, ob die Zecke überhaupt den Borrelia-Erreger in sich trägt.

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Alternativ kann ein Bluttest oder eine Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit Antikörper nachweisen. Eine weitere Möglichkeit ist der Lymphozyten-Transformationstest, bei dem Blut des Patienten mit Antigenen der Borrelien versetzt werden. Eine Vermehrung der Lymphozyten soll eine mögliche Infektion nachweisen.

Welche Therapie bei einer Infektion mit Borreliose sinnvoll ist

Die Heilungschancen bei einer früh erkannten Borreliose-Infektion sind gut. Der Arzt verordnet über mehrere Wochen eine Therapie mit Antibiotika. Der Irrtum, dass nach einer zurückliegenden Infektion mit Lyme-Borreliose-Erregern eine Immunität besteht, hält sich nach wie vor. Das Robert-Koch Institut klärt dazu auf: "Eine durchgemachte Lyme-Borreliose stellt in der Regel keinen Schutz gegen eine erneute Infektion dar."

Eine Garantie, dass Borreliose vollständig geheilt werden kann, gibt es nicht.

Welche Spätfolgen Borreliose mit sich bringen kann

Auch einige Jahre nach dem Zeckenstich können noch Spätfolgen von Borreliose auftreten. Dies betrifft jedoch nur Patienten, bei denen die Infektion gar nicht oder zu spät festgestellt wurde. Zu den typischen Spätfolgen gehören unter anderem Hautentzündungen über den Gelenken, Arthritis oder Entzündungen des Nervensystems.

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