Orchidee & Co. Wollläuse: Die wichtigsten Fragen rund um den Pflanzenschädling

Wollläuse sind hartnäckige Pflanzenschädlinge, die besonders gern Orchideen und Kakteen befallen. Wir beantworten hier für Sie die wichtigsten Fragen rund um die Laus. 

Wollläuse: Die wichtigsten Fragen rund um den Pflanzenschädling
Wollläuse erkennt man daran, dass sie aussehen als wären sie in Watte eingehüllt. Bei dem weißen Gespinst handelt es sich um ein Ausscheidungssekret.
Inhalt
  1. Was sind Wollläuse?
  2. Wo kommen Wollläuse her?
  3. Was kann man gegen Wollläuse tun?
  4. Gibt es Hausmittel gegen Wollläuse?
  5. Warum befallen Wollläuse so oft Orchideen?
  6. Wie lange überleben Wollläuse ohne Pflanze?
  7. Sind Wollläuse für den Menschen gefährlich?

 

Was sind Wollläuse?

Wollläuse sind eine Unterart der Schildläuse. Sie werden auch Schmierläuse oder Wurzelläuse genannt. Besonders auffällig ist ihr Aussehen. Sie scheiden eine wachsartige Substanz aus, die den Schädling wie einen kleinen weißen Wattebausch umhüllt. Sie werden nur wenige Millimeter groß. Wollläuse schädigen Pflanzen, wie Orchideen und Kakteen, indem sie mit ihrem Saugrüssel an Blättern, Stängeln und Wurzeln der Pflanze den Saft aussaugen. Gleichzeitig scheiden sie mit ihrem Speichel ein Gift ab, das die Vitalität und den Wachstumsprozess er Pflanze beeinträchtigt. Zudem produzieren sie Honigtau. Diese klebrige Substanz überzieht wie ein Film die gesamte Pflanze. Honigtau kann den Befall vom Rußtaupilz begünstigen. Sie erkennen einen Wolllausbefall daran, dass sich die Blätter der befallenen Pflanze gelb färben, sich einrollen und absterben. Wenn es sich um einen starken Wolllausbefall handelt kann das zum Tod der Pflanze führen.

 

Wo kommen Wollläuse her?

Oft werden Wollläuse durch den Kauf von Neupflanzen in die eigenen vier Wände oder in den Garten geholt. Nehmen Sie die Pflanzen im Baumarkt oder Gartencenter genau unter die Lupe. Fallen Ihnen dort schon weiße Gespinste auf sollten Sie auf jeden Fall die Finger von der Pflanze lassen. Der richtige Standort für Orchidee und Co. ist entscheidend, um einem Wolllausbefall zu entgehen. Sie sollten lichtarme Standorte grundsätzlich vermeiden. Trockene und warme Heizungsluft bietet ideale Bedingungen dafür, dass sich Wollläuse ausbreiten. Deswegen sollten Sie vor allem im Winter darauf achten öfter zu lüften und die Pflanze nicht diekt über die Heizung zu stellen. Vermeiden Sie auch eine zu hohe Stickstoff Düngung.

 

Was kann man gegen Wollläuse tun?

Ist es aber schon zu einem Befall der Pflanze durch die Wolllaus gekommen, dann sollten Sie die Pflanze so schnell wie möglich von der anderen isolieren, damit sich der Schädling nicht weiter ausbreiten kann. Fragen Sie im Fachhandel nach dem passenden Pflanzenschutzmittel für Ihre Pflanze. Besonders bleibt sind dabei Combi-Stäbchen. Die Stäbchen werden einfach in die Blumenerde gesteckt. Der Wirkstoff verteilt sich über das Gießwasser im gesamten Blumentopf. Um auch gegen den Befall an der Wurzel vorzugehen, befreien Sie die Wurzeln von der Erde. Spülen Sie die Wurzeln unter einem Wasserstrahl sauber, bis sich auch dort keine Läuse mehr befinden. Topfen Sie die Pflanze in einem neuen Topf mit frischer Erde ein. 

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Gibt es Hausmittel gegen Wollläuse?

Am Anfang können Sie noch versuchen die Wollläuse einzeln abzusammeln. Diese Variante ist aber sehr aufwendig und hilft auch nur bei einem anfänglichen Befall. Ein weiteres Mittel ist, die Pflanze mit Öl zu besprühen. Gehen Sie aber sparsam mit dieser Methode um, denn die Pflanze kann damit insgesamt beeinträchtigt werden. Eine weiter Bekämpfungsmethode ist die Behandlung mit  einer Mixtur aus fünfzehn Millilitern Spiritus, einem Liter Wasser und fünfzehn Millilitern Kernseife oder Paraffinöl an. Versprühen Sie die Mixtur auf der gesamten Pflanze. Bei empfindlichen Gewächsen wie Orchideen tragen Sie das Mittel vorsichtig mit einem Pinsel auf. Wiederholen Sie diese Anwendung in einem Abstand von zwei bis drei Tagen.

 

Warum befallen Wollläuse so oft Orchideen?

Besonders Orchideen werden immer wieder von Wollläusen befallen. Das liegt nicht selten daran, dass bei ihrer Pflege einiges falsch gemacht wird. Sie werden zu wenig oder zu viel gedüngt. Außerdem werden die Schädlinge oft schon mit dem Kauf der Orchidee mit ins Haus getragen. Achten Sie also beim Kauf schon darauf, dass die Pflanze frei von Wollläusen ist. Zu Hause sollten sie einen Standort wählen, der nicht in der Nähe der Heizung ist und der von Tageslicht erhellt wird. Informieren Sie sich beim Händler außerdem über die richtige Düngung der Pflanze und sorgen Sie dafür, dass die Pflanze nie zu trocken steht.

Video: Zimmerpflanzen für gutes Klima (Unter dem Video geht der Text weiter): 

 
 

Wie lange überleben Wollläuse ohne Pflanze?

Ohne einen Wirt sterben Wollläuse sehr schnell ab, es sei denn sie können auf eine neue Pflanze übergehen. Viele vergessen aber bei der Bekämpfung des Schädlings die Wollauseier. Da diese von Pflanzenschutzmitteln unberührt bleiben sollten Sie die Behandlung der Pflanze mit dem Mittel nach 10 bis 14 Tagen wiederholen. Damit auch die nächste Generation von Wollläusen abgetötet wird. Um diesen Kreislauf zu unterbrechen ist es auch ratsam die Blumenerde zu wechseln, um auch die Eier aus der Erde zu entfernen. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass keine Eier mehr übrig sind wechseln Sie den Blumentopf gegen einen neuen aus oder wischen den alten gründlich mit Essig aus. Die Essigbehandlung ist auch für die unmittelbare Umgebung der Pflanze ratsam. Denn die Wolllauseier können auch in Ritzen und Spalten der Fensterbank zurückbleiben.

 

Sind Wollläuse für den Menschen gefährlich?

Wollläuse sind ungefährlich für den Menschen. Sie befallen ausschließlich Pflanzen und keine Menschen. Sie sollten sich allerdings um die gesundheitlichen Risiken der Pflanzenschutzmittel bei ihrem Fachhändler informieren und diese auf jeden Fall die Mittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Autor: Karin Eckhold 

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Kategorien:
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