'Die versteckte Kamera' Martin Rütter wirft ZDF-Sendung Tierquälerei und Zensur vor

Für Hundetrainer Martin Rütter (48) hat die ZDF-Show 'Die versteckte Kamera 2018', an der er jetzt teilnahm, einen üblen Nachgeschmack. Was genau er kritisiert, lesen Sie hier.

Die versteckte Kamera 2018: Während der Sendung war Martin Rütter nicht nur zum Lachen zumute.
VOX-'Hundeprofi' Martin Rütter (links) neben Schauspielerin Janine Kunze (Mitte) und Moderator Jörg Pilawa (rechts) in der Sendung 'Die versteckte Kamera 2018', die am 15. September ausgestrahlt wurde.
Inhalt
  1. Martin Rütters Kritik offenbar vom ZDF gekürzt
  2. Verängstigte Hunde als Belustigungsobjekt
  3. So reagiert das ZDF auf Martin Rütters Vorwürfe

Eigentlich ist die Sendung 'Die versteckte Kamera' als bunte, leicht bekömmliche Familienunterhaltung konzipiert - doch Hundetrainer Martin Rütter, der diesmal in der Show zu Gast war, blieb bei einem der witzig gemeinten Einspielfilme das Lachen im Halse stecken. Stein des Anstoßes war ein Beitrag, in dem TV-Kollege Antoine Monot Jr. (43) Hundebesitzern einen Streich spielte.

Als Dienstkraft des Ordnungsamtes verkleidet hatte er Herrchen und Frauchen angehalten, um sie auf eine angebliche Windelpflicht für Hunde hinzuweisen - so solle verhindert werden, dass diese weiterhin gerne mal den Kot ihres Tieres beim Gassi gehen liegen lassen. Doch dieser Scherz war noch nicht Monot Jr.s ganzes Werk, denn er legte auch noch die Hunde selbst herein: Versteckt in einer Kiste lockte er im Park mithilfe eines Knochens und eines Plüschhundes die Vierbeiner und deren Besitzer an und erschreckte sie. Auch als Baum verkleidet schreckter er Hunde im Park auf. Sollten die Hunde so vom Pinkeln und Häufchen legen abgehalten werden? Der Sinn des Theaters erschloss sich dem Zuschauer nicht wirklich - und lustig war das schon gar nicht.

 

Martin Rütters Kritik offenbar vom ZDF gekürzt

Das sah VOX-'Hundeprofi' Martin Rütter genauso und er machte seinem Ärger noch in der Sendung Luft. Als er gemeinsam mit Antoine Monot Jr. - der übrigens selbst Hundebesitzer ist - anschließend von Moderator Steven Gätjen (45) zu dem Film interviewt wurde, sagte er: "Ich versteh das ja und mag auch jede Form von Humor - was mich nur daran total genervt hat, ist, dass die Hunde total gestresst wurden." Ob die Tiere durch den Schreck nachhaltig traumatisiert wurden und vielleicht nie mehr in einen Park oder in die Nähe eines Baums gehen wollen, ließ er zwar offen, doch es schien für ihn zumindest denkbar zu sein.

Sehen Sie hier, was Hunde mit ihrer Körpersprache sagen wollen (Artikel geht unten weiter):

 

Rütter schien sich in diesem Moment richtig in Rage zu reden, doch plötzlich sprach er über das Bestrafen von Häufchen-Liegenlassern und es wirkte so, als sei die im Vorfeld aufgezeichnete Show an dieser Stelle durch einen Schnitt gestrafft worden. Genau das wirft der 48-Jährige jetzt auch dem ZDF vor. In einem Video, dass er noch während der Ausstrahlung von 'Die versteckte Kamera' auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, sagt Rütter: "Schnippschnapp, wurde mein Statement gekürzt, damit es so wirkt, als hätte ich den Film lustig gefunden." Man habe ihm bereits während des Drehs gesagt, dass es immerhin eine Unterhaltungssendung sei und die Stimmung sonst direkt "im Arsch" wäre. "Das so seriöse ZDF schneidet Kritik klein", beschwert sich der überraschte Hundetrainer.

 

Verängstigte Hunde als Belustigungsobjekt

Mit seiner Videostellungnahme wolle er sich ausdrücklich von dem Einspielfilm distanzieren: "Ich fand und finde den Film total Schrott und einfach nicht in Ordnung für die Hunde. [...] Man hat Hunde verängstigt und erschreckt. Leute, das ist kein Humor, das ist einfach blöd! Menschen auf die Schippe zu nehmen, auch gerne mich - überhaupt kein Problem! Aber Tiere, die sich überhaupt nicht mit der Situation auseinandersetzen können, das geht einfach nicht!" Das habe er auch schon vor Ort gegenüber dem Publikum erklärt, doch in der Fernsehfassung war davon nicht mehr viel zu hören.

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Bei seinem eigenen Streich, für den sich Martin Rütter verkleidet und in einer Schrebergartensiedlung für Unruhe gesorgt hatte, machte er dann im weiteren Verlauf der Sendung gute Miene zum bösen Spiel - immerhin hatte er sich für seinen Film auch nichts zu Schulden kommen lassen. Zwar kamen darin auch Hunde vor, doch diese (und deren Besitzer) hat er in seiner Rolle nur mit Worten schauspielerisch auf die Schippe genommen. Bleibt nur die Frage: Warum hat der Hundetrainer im Vorfeld der Show noch gut gelaunt die Werbetrommel für 'Die versteckte Kamera' gerührt und auf Facebook gesagt "Es wird großartig", wenn er bereits wusste, welcher ärgerliche Film auf die Zuschauer zukommen wird?

 

So reagiert das ZDF auf Martin Rütters Vorwürfe

Fest steht aber, dass ihm seine Fans in seiner Kritik zustimmen und es begrüßen, dass er sich jetzt noch mal klar dazu äußert. Das ZDF reagierte ebenfalls auf Rütters Vorwürfe und teilte gegenüber BILD mit: "Der Film für 'Die versteckte Kamera' wurde sowohl im Vorfeld als auch während des Drehs von Tiertrainern begleitet. Diese haben zu keinem Zeitpunkt Bedenken geäußert. Darüber hinaus waren alle Hundebesitzer im Vorfeld involviert, haben ebenfalls die Dreharbeiten eng begleitet, und auch hier gab es keine Bedenken oder Beschwerden." Lustiger wird der Film dadurch jedoch nicht, aber das ist wohl Geschmackssache ...

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