Arterienverschluss Lungenembolie sofort erkennen und behandeln

Werden Teile der Lunge durch einen Blutpfropfen verschlossen, spricht man von einer Lungenembolie. Wie sie entsteht und was im Ernstfall zu tun ist, erfahren Sie hier. 

Lungenembolie erkennen und behandeln
Kommt es zu einem Verschluss von Blutgefäßen, die vom Herzen zur Lunge führen, sprechen Mediziner von einer Lungenembolie.
Inhalt
  1. Was ist eine Lungenembolie?
  2. Welche Ursachen gibt es?
  3. Welche Symptome deuten auf eine Lungenembolie hin?
  4. Wie wird eine Lungenembolie behandelt?
  5. Wie kann ich vorbeugen?

Offiziellen Statistiken zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr rund 40 000 Menschen an einer Lungenembolie. Damit ist sie bei den Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die dritthäufigste Todesursache, wobei sie immer wieder unerkannt bleibt. Mit steigendem Alter erhöht sich auch das Risiko für eine Lungenembolie. So erkranken bei den über 70-Jährigen bis zu 500 Menschen von 100 000 Einwohnern jährlich daran. Genau wie bei Herzinfarkt und Schlaganfall ist die sofortige Behandlung notwendig und meist lebensrettend.   

 

Was ist eine Lungenembolie?

Unter einer Lungenembolie oder auch Lungenarterienembolie versteht man den Verschluss einer oder mehrerer Arterienäste in der Lunge. Meist wird die Arterie durch einen Blutpfropfen (Thrombus) verschlossen, der in der tiefen Bein- oder Beckenvene entsteht. Mit dem Blutstrom gelangt der Thrombus in die Lungenarterie und verschließt sie. Seltener kommt es zu einer Verstopfung durch Luftblasen oder Fett. Dieser Verschluss sorgt für eine Druckerhöhung im Lungenkreislauf, wodurch die rechte Herzkammer stark belastet wird. Es gelangt nur noch eine geringe Menge, des mit Sauerstoff angereicherten Blutes, in die linke Herzhälfte. Dadurch fällt der Blutdruck ab und die Sauerstoffversorgung der Organe ist nicht mehr ausreichend gewährleistet. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Erliegen des Kreislaufes und zum Tod des Patienten. 

Tiefe Venenthrombose Grafik
Löst sich ein zuvor gebildeter Thrombus aus der Beinvene und wandert mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge und sezt sich dort fest, wird er zum Embolus. 
 

Welche Ursachen gibt es?

In der Regel entsteht eine Lungenembolie aufgrund eines Blutgerinnsels, welches sich beispielsweise in der Beinvene bildet und über den Blutkreislauf über das Herz in die Lunge gelangt. Die sogenannte Beinvenenthrombose oder auch tiefe Venenthrombose (TVT) ist die häufigste Ursache für die Entstehung einer Lungenembolie. Während das Loslösen des Thrombus meist auf banale Gründe, wie zum Beispiel plötzliche Bewegung, zurückzuführen ist, gibt es für die Entstehung der eigentlichen Thrombose viele Risikofaktoren. Ein klassisches Beispiel ist längere Bettlägerigkeit oder Langstreckenflüge. Durch Bewegungsmangel verlangsamt sich der Blutfluss. Die Venen können das Blut nur schwer zum Herzen zurücktransportieren und begünstigen somit die Entstehung von Blutgerinnseln. Weitere Risikofaktoren können eine Thrombose verursachen und schlimmstenfalls zu einer Lungenembolie führen: 

  • Bewegungsmangel durch Ruhigstellung
  • Operationen
  • Herz-und Lungenerkrankungen
  • Leberzirrhose
  • Krampfadern
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Veränderungen der Gefäßinnenwand
  • Rauchen
  • Krebserkrankungen
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Schwangerschaft
  • Einnahme der Pille


Diese Warnsignale deuten auf eine Thrombose hin: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

 
 


Welche Symptome deuten auf eine Lungenembolie hin?

Da sich ein Blutgerinnsel praktisch jederzeit lösen und mit dem Blutstrom in die Lunge fließen kann, sollten bereits erste Anzeichen für eine Thrombose sehr ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden. Eine Thrombose verursacht an der betroffenen Stelle starke Schmerzen und geht meist mit einer Schwellung und Rötung einher. Vor allem nach längeren Flugreisen, Operationen oder Bewegungsmangel sollte in Betracht gezogen werden, dass ein Blutgerinnsel entstanden sein und im weiteren Verlauf eine Lungenembolie auslösen kann. 
Die Schwere der Embolie hängt davon ab, wie groß das Blutgerinnsel ist und wie groß der Lungenbereich ist, der durch den Pfropfen blockiert wird. Meist kommt es aber unmittelbar zu plötzlicher Atemnot, einhergehend mit Brustschmerzen. Herzrasen und beschleunigte Atmung sind weitere Anzeichen. Alle möglichen Symptome sind in der folgenden Liste zusammengefasst:

  • Atemnot, Atembeschwerden
  • Brustschmerzen
  • Herzrasen oder Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen)
  • Husten mit teilweise blutigem Auswurf
  • Angstgefühl und Unruhe
  • Atemgeräusche
  • Schweißausbrüche
  • Kreislaufzusammenbruch
  • Blaufärbung der Lippen
 


Wie wird eine Lungenembolie behandelt?

Bereits bei dem geringsten Verdacht auf eine Lungenembolie, sollte umgehend der Rettungsdienst alarmiert werden. Da es infolge einer Embolie schnell zu einem akuten Herz-Kreislauf-Versagen kommen kann, ist die sofortige medizinische Versorgung des Betroffenes notwendig und in vielen Fällen lebensrettend! Atmet der Betroffene nicht mehr, muss sofort die Wiederbelebung eingeleitet werden. 

Ansprechbare Personen, mit Verdacht auf eine Lungenembolie sollten sich mit erhöhtem Oberkörper möglichst wenig bewegen, damit sich keine weiteren Blutgerinnsel ablösen können. Bestätigt sich der Verdacht, erfolgt im Krankenhaus meist die Gabe von Sauerstoff, Schmerzmitteln und blutverdünnenden Medikamenten. Außerdem müssen Atmung und Kreislauf schnellstmöglich stabilisiert werden. Wichtig ist, dass das Blutgerinnsel in der Lunge gezielt entfernt wird. Sollten die gerinnungshemmenden Medikamente nicht ausreichen, können sogenannte Thrombolytika zum Einsatz kommen oder der Pfropfen mittel Katheter entfernt werden. 

Lesen Sie auch: Krampfadern vorbeugen: Wissenswertes über Venenprobleme

 

Wie kann ich vorbeugen?

Um einer Lungenembolie vorzubeugen, sollten die Thromboserisiken so gut es geht vermieden werden. Regelmäßige Bewegung oder gezielte Fußgymnastik und Venenübungen auf langen Flugreisen können hier hilfreich sein. Sollte ausreichende Bewegung nicht möglich sein, können Kompressionsstrümpfe sinnvoll sein. Vom Arzt verschriebene gerinnungshemmende Medikamente sollten in jedem Fall eingenommen werden. 

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