Im Einklang mit sich selbst

Inger Nilsson: "Je älter ich werde, umso freier fühle ich mich"

Inger Nilsson spricht offen über Themen wie Schönheit, schwierige Zeiten und ihren Serien-Hit im TV.

Schauspielerin Inger Nilsson.
Inger Nilsson hat kein Problem mit dem Älterwerden. Andreas Rentz / Getty Images

Inger Nilsson legt Wert auf einen gesunden Lebensstil

Was ist Ihr liebstes Beauty-Produkt?

Lip-Gloss. Ich rauche nicht, habe ich noch nie, aber das ist so ein bisschen mein Ersatz (lacht). Den habe ich immer bei mir. Wenn ich im Theater sitze und mich langweile, hole ich ihn aus der Tasche. Eine Freundin, sie ist auch Schauspielerin, meinte neulich: „Achtung, ich weiß, wo du sitzt …“ (lacht).

Sie rauchen nicht. Ist es Ihnen generell wichtig, gesund zu leben?

Ja, ich versuche es, wie jeder andere auch. Aber ich esse von allem ein bisschen zu viel.

Sind Sie beim Blick in den Spiegel denn mit sich zufrieden?

Ja. Vielleicht nicht immer, aber ich bin zufrieden.

Ihre Augen leuchten. Manchmal sind Menschen schön, aber Sie strahlen nicht …

Ja, ihre Augen wirken wie tot. Ich bin das Gegenteil davon.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

"Ich denke nicht viel übers Alter nach"

War 60 zu werden ein Einschnitt?

Schon, doch. Die Zahl ist so hoch! Ich denke nicht viel übers Alter nach. Jemand sagte neulich zu mir, man solle nicht hadern, dass man schon wieder ein Jahr älter ist. Sondern feiern, und dankbar sein, ein weiteres Jahr geschenkt zu bekommen. Die Welt ist fantastisch! Und so sehe ich das auch.

Hatten Sie rückblickend bisher mehr fröhliche oder traurige Zeiten?

Mehr glückliche Zeiten. Aber natürlich, wie jeder andere, hatte ich auch traurige, schwere Zeiten.

Welche war die schwierigste für Sie?

Ich denke, als ich ein Teenager war. Das ist für alle eine schwierige Phase. Als ich älter wurde, fühlte ich mich sicherer und besser. Weil ich jetzt und seit vielen Jahren tun kann, was ich möchte. Ich muss nicht mehr etwas Bestimmtes machen, sagen oder besonders aussehen. Als Teenager denkst du ja, du müsstest wie jemand anderes aussehen oder die neueste Mode tragen.

Wann fingen Sie an, selbstbewusster zu werden?

Als ich über 20 war, fühlte ich: "Ich brauche all das nicht mehr, weil ich meinen eigenen Weg gehe!" Das war auch die Zeit, in der ich Schauspielerin wurde.

Also fühlten Sie sich mit jedem Lebensjahr freier?

Ja. Besonders 40 zu werden, ist eine absolute Grenze, ab der es dir egal ist, was andere Leute über dich sagen. Du hast einfach mehr Vertrauen in dich.

Eigene Kinder waren Inger Nilsson nicht vergönnt

Vermissen Sie etwas in Ihrem Leben oder sind Sie zufrieden?

Ich bin zufrieden. Wenn man darüber nachdenkt, was einem fehlt, wird man nur traurig. Natürlich hätte ich so manche Dinge vielleicht anders gemacht. Aber jetzt ist es so, wie es ist. Ich glaube, es ist besser, nicht zurückzuschauen. Und wenn doch, dann ohne etwas zu bereuen oder darüber zu verzweifeln.

Weshalb?

Ich möchte dem, was man vielleicht verloren oder verpasst hat, keine Energie schenken. Es ist besser, zu denken: Alles hatte seinen Grund, wie es passierte.

Wie fühlen Sie sich, damit konfrontiert zu werden, dass Sie keine Kinder haben?

Ich denke, das ist eine sehr private Frage. Ich wollte gerne Kinder haben, aber das war mir nicht vergönnt. Also – das ist das Leben.

Wie war Ihre Kindheit?

Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Viele fragen mich, ob ich dieses Leben vermisse, schließlich bin ich ja eigentlich ein richtiges Landei (lacht). Aber ich liebe mein Leben in Stockholm, alles in der Nähe zu haben. Dort wohnen auch all meine Freunde.

"Der Kommissar und das Meer" ist in Deutschland ein großer Erfolg. Fühlen Sie sich gesegnet, seit Folge eins dabei zu sein?

Natürlich! Walter Sittler und ich sind sehr froh, so treue Fans zu haben. Zwischen uns stimmt die Chemie, und ich denke, die Fans erkennen es an, wie gut wir zusammenarbeiten. Er ist privat auch viel lustiger als in der Serie.

Ihnen ist es wichtig, als "richtige" Schauspielerin anerkannt zu werden – nicht nur als Pippi …

Ja, zumal ich nicht mal richtige rote Haare hatte (lacht). Die Schauspielerei ist meine Liebe. Ich wollte unbedingt eine gute Ausbildung! Heute kann ich sagen: "Ja, ich habe ein paar Filme gemacht, als ich ein Kind war. Aber ich bin Schauspielerin – und hier ist mein Diplom."

Ist die ständige Assoziation mit Pippi ein Segen oder Fluch?

Nun, ich bin es gewohnt. In Deutschland erkennt man mich aber auch aus anderen Rollen – und das ist gut so.

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