Achtung, Liebesfalle! Heiratsschwindler im Internet: So schützen Sie sich vor Betrug

Über das Internet lassen sich spielend einfach Kontakte knüpfen, doch leider gibt es hier auch viele schwarze Schafe. Wie Sie die Tricks moderner Heiratsschwindler entlarven, verraten wir Ihnen hier.

So schützen Sie sich vor Romance Scam von modernen Heiratsschwindlern im Internet.
Wenn Sie online von Unbekannten angeschrieben werden, sollten Sie wachsam sein - im Netz tummeln sich einige Heiratsschwindler.

Früher umgarnten Heiratsschwindler ihre Opfer im echten Leben. Sie heuchelten Gefühle und täuschten Liebe vor - mit dem Ziel, möglichst viel Geld zu ergaunern. Heute hat sich der Liebesschwindel ins Internet verlagert: Romance Scamming oder Love Scamming (auf Deutsch: Liebes-Gaunerei, -Schwindel oder -Betrug) nennt sich die neue Masche. Häufig handelt es sich bei den Tätern um Männer, die bandenmäßig organisiert von Nigeria oder Ghana aus operieren.

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Wer die Betrugsmasche kennt, ist gut geschützt

Die Methoden dieser Romance-Scam-Betrüger sind ähnlich wie einst die der klassischen Heiratsschwindler und genauso gefährlich: Erst wird das Opfer mit Nachrichten oder Kommentaren voller Komplimente umgarnt, dann dessen Vertrauen erschlichen und schließlich wird eine finanzielle Notlage vorgetäuscht. Häufig werden die um Geld gebetenen Opfer so um ihr Erspartes gebracht, manche sogar noch überredet, Kredite aufzunehmen. "Wer die immer gleiche Methode kennt, der ist gut geschützt. Deswegen ist Aufklärung das Wichtigste", sagt Dagmar Obarowski. Die 67-Jährige ist Expertin auf dem Gebiet und arbeitet eng mit dem Bundeskriminalamt zusammen.

In diesem Video erfahren Sie noch mehr zu derartigen Betrügern (Artikel geht unten weiter):

 
 

So haben Online-Heiratsschwindler keine Chance

"Die Betrüger suchen sich ihre Opfer auf Internet-Partnerbörsen oder in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram", sagt sie. Im Visier: Frauen (aber auch Männer) ab circa 55 Jahren. Die Täter verwenden geklaute Fotos und spinnen eine Geschichte von einem erfolgreichen und reichen Witwer, der im Ausland lebt. Nach dem ersten Kontakt wollen die Täter auf Skype (Programm für Internet-Telefonie) oder den Smartphone-Nachrichtendienst WhatsApp wechseln. Bei diesen Programmen sind die Nutzer schwerer zurückzuverfolgen. Fragen sie nach Geld, soll es mit den Dienstleistern MoneyGram oder Western Union überwiesen werden. Auch hier ist die Zurückverfolgung schwer.

"Wem das Vorgehen nun bekannt vorkommt, der sollte sofort den Kontakt sperren und zur Polizei gehen", sagt Dagmar Obarowski. Wichtiger Tipp zur Vorbeugung: Nehmen Sie bei Facebook nur Freundschaftsanfragen von Menschen an, die Sie kennen und legen Sie unter dem Punkt "Einstellungen" fest, wer Sie kontaktieren kann (nur ihre Freunde oder auch Freunde dieser Freunde).

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