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Fütterungstipps

Was fressen Hühner? Tipps zur Hühnerfütterung

Hühner sind Allesfresser. Aber was gibt es bei der Hühnerfütterung zu beachten? Wir verraten es Ihnen.

Das richtige Hühnerfutter finden

Hühner sind Allesfresser und den ganzen Tag über auf der Suche nach geeigneter Nahrung. Haben sie dafür ein entsprechend großes Areal zur Verfügung, können sie sich eine Vielzahl an tierischen Eiweißen, wichtigen Pflanzenstoffen und Vitaminen selbständig sammeln. Dennoch benötigen die Hühner für eine ausgewogene Ernährung weitere Futtermittel, wie Getreide in Form von Körnern, frisches Grünfutter, pflanzliche und tierische Proteine und Mineralstoffe. Um sich täglich an frischen Eiern erfreuen zu können, ist eine abwechslungsreiche Ernährung der Hühner also sehr wichtig. Wie das Hühnerfutter zusammengestellt werden kann und weitere Tipps zur Hühnerfütterung, verraten wir Ihnen hier.

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Was muss ich bei der Hühnerfütterung beachten?

Wie bereits erwähnt, sollte bei der täglichen Hühnerfütterung immer viel Abwechslung auf dem Speiseplan stehen. Die Basis des Futters bietet stärkehaltiges Getreide, welches die Hühner den ganzen Tag über in einem Futtertrog zur freien Verfügung haben sollten. Unterschätzen Sie die Futtermenge nicht, denn ein zwei Kilogramm schweres Huhn benötigt täglich ca. 100 Gramm Hühnerfutter. Der Futterspender sollte alle paar Tage gereinigt und neu befüllt werden.

Außerdem sollten pflanzliche und tierische Eiweiße die tägliche Ration ergänzen. Ideal sind außerdem frisches Grün in Form von Salat, Gras, Kräutern, Obst und Gemüse, sowie gesunde Fette und Mineralstoffe, die in Muschelkalk oder Kalksteinen enthalten sind.

Auch fertige Kraftfuttermischungen eignen sich hier sehr gut für den Futterspender. Sie haben den Vorteil, dass die Hühner immer mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Für wählerische Hühner eignen sich Pellets, damit gewährleistet werden kann, dass das Huhn auch alles zu sich nimmt, was es braucht.

Haben Sie das schon über Eier gewusst? (Artikel geht unter dem Video weiter)

Welche Futtermittel brauchen meine Hühner?

Konkret bedeutet das, dass das Futter zu 50 bis 60 Prozent aus Getreide und anderen Kohlenhydraten bestehen sollte. Hier kommt Folgendes infrage:

  • Weizen
  • Gerste
  • Mais
  • Zerstampfte, gekochte Kartoffeln
  • Reis

Pflanzliche Eiweiße befinden sich zum Beispiel in Buchweizen, Hirse, Soja oder Raps und sollten bis zu 20 Prozent der Ration ausmachen. Tierische Eiweiße nehmen Hühner durch das Fressen von Insekten, Würmern und Schnecken auf, aber auch getrocknete Mehlwürmer sind ihnen eine willkommene Abwechslung. Sie sollten mit bis zu 15 Prozent den dritthöchsten Futteranteil bilden. Den Rest der täglichen Futterration bildet frisches Grün, bestehend aus Gras, Salat, Gemüse oder Kräuter, sowie gesunde Fette durch die Gabe von Sonnenblumenkernen. Zu guter Letzt sollten Mineralstoffe durch die Zugabe von Muschelkalk, Grit oder Mineralsteinen hinzugefüttert werden.

Tipp: Ausreichend Kalzium kann den Hühner in Form von zerstoßener Eierschale zugeführt werden. Dafür die Schale kurz abkochen und zerkleinert unter das Körnerfutter mischen.

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Hühnerfütterung im Winter

Im Winter haben die Tiere aufgrund der Wetterbedingungen meist weniger Auslauf und damit auch weniger tierische Proteine und Grünfutter zur Auswahl. Sie können dann deutlich weniger Insekten, Würmer und Pflanzenstoffe aufnehmen, die jedoch für ihre Gesunderhaltung sehr wichtig sind. Folgende Futtermittel haben sich daher im Winter bewährt und werden von den Hühnern gerne gefressen:

  • Geriebene Karotte
  • Zucchini
  • Mehlwürmer (frisch oder getrocknet)
  • Getrocknete Kräuter (z.B. Brennnessel oder Salbei)
  • Kürbis
  • Apfel
  • Salat
  • Rote Bete
  • Sonnenblumenkerne oder Walnüsse
  • Grünkohl
  • Luzerne

Hühnerfütterung im Sommer

Im Sommer sind die Tage länger und die Hühner können bei ausreichend Platz auf einen großen Auslauf entlassen werden. Hier finden sie über den Tag verteilt eine Vielzahl an Insekten, Würmern, Schnecken, Gras, Kräutern und Beeren. Beachten Sie jedoch, dass Hühner gerne picken und scharren und ihren Garten recht schnell umgegraben haben, wenn sie sich zulange auf einer Fläche aufhalten. Damit reduziert sich dann natürlich auch das Futterangebot. Bleiben die Hühner in einem festen Auslauf, freuen sie sich über frisch geschnittenes Gras oder frisch gehackte Brennnesseln. Auch Früchte wie Himbeeren oder Wassermelone können in geringen Mengen angeboten werden, damit die Tiere Flüssigkeit über die Nahrung aufnehmen. Große Mengen können jedoch zu Verdauungsproblemen führen!

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Wann und wie oft sollten Hühner gefüttert werden?

Hühner haben keine festen Fütterungszeiten. Das Körnerfutter steht ihnen ohnehin rund um die Uhr zur Verfügung. Frisches Grün fressen sie über den Tag verteilt, genau wie Insekten, Würmern und Gras. Außerdem können Sie tagsüber natürlich zu jeder Zeit pflanzliche Bioabfälle in den Auslauf bringen. Regelmäßige Fütterungszeiten mit Extramahlzeiten reduzieren jedoch den Stress, weil die Hühner bereits an Ihr Kommen gewöhnt sind. Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung Ihrer Hühner und teilen Sie die Mahlzeiten entsprechend auf.

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Trinkwasser für Hühner

Zu jeder Jahreszeit sollte genügend frisches Wasser vorhanden sein. Damit die Hühner auch im Sommer genügend trinken, sollten mehrere Tränken oder Wasserquellen innerhalb des Auslaufs verteilt werden.
Als Tränke eignen sich besonders gut flache Schalen oder spezielle Hühnertränken. Diese sollten täglich mit frischem Wasser befüllt und vorher gereinigt werden.

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Was Hühner nicht fressen sollten

Auch wenn Hühner zu den Allesfressern zählen, gibt es einige Lebensmittel und Pflanzen, die giftig und damit gesundheitsschädlich für sie sind. Folgende Nahrungsmittel sollten daher besser nicht im Hühnerstall landen:

  • Gegorenes Gras
  • Verdorbene oder schimmelige Nahrungsmittel
  • Zitrusfrüchte in größeren Mengen (Orange, Kiwi, Zitrone), denn sie können ein Darmbluten auslösen
  • Früchte in größeren Mengen (Beeren, Apfel, Melone), denn der Fruchtzucker wird nicht gut vertragen
  • Avocados
  • Brot oder Teigprodukte mit Triebmitteln
  • Stark gewürzte oder gesalzene Speisen
  • Fleischprodukte
  • Hunde- oder Katzenfutter
  • Milchprodukte, da Hühner keine Laktase bilden und diese dementsprechend nicht verstoffwechseln können
  • Zu hohe Mengen an Kohl
  • Giftpflanzen (Jakobskreuzkraut, Herbstzeitlose)

Essensreste und Bioabfälle eignen sich daher nur bedingt als Hühnerfutter und sollten nicht achtlos in den Auslauf wandern, damit die Hühner lange gesund bleiben!

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